Hallo liebe Naffen,
als ich im April diesen Jahres diesem Forum beigetreten bin, hatte ich zugesagt einen Bericht über unseren Urlaub in Norwegen zu schreiben. Hier ist er: Zuerst einmal näheres über den Ort. Rakvagen ist ein kleines Hafendorf und liegt auf der Halbinsel Fosen am Ende des Stjörnfjordes. Der Stjörnfjord mündet in den Trondheimfjord kurz bevor dieser ins Meer mündet. Unser Ziel war ein metrigen Fisch und/ oder eine Fischart zu fangen, welche wir vorher noch nicht gefangen haben (Steinbeisser, Heilbutt, Seeteufel, Seehecht u.a.).
Im letzten Jahr im August hatte ich das Haus gebucht und fortan wurden Informationen über den Urlaubsort, Angelmethoden, Seekarte und vieles mehr besorgt. Zwischendurch schien es, als würde die Zeit nicht vergehen. Dann war der Tag des Packens und der Abreise gekommen.
Wir, das sind mein Bruder Kai, seine Kumpels Jens und Peter, und ich trafen uns morgens um 5.30 Uhr an der Tankstelle in Maschen/ Seevetal und der Urlaub konnte beginnen. Die Fahrt nach Hirtshals verlief ohne Probleme und bei bestem Wetter fuhr die Fähre Super Speed 2 von Colour Line pünktlich Richtung Larvik. Von dort ging es via Oslo und der E6 (die 3 war gesperrt) in Richtung Tronheim. Die Fahrt durch das Gebirge ist wirklich sehenswert: schneebedeckte Berge, Seen und Flüsse begleiten die Strasse. Für den Fahrer eher weniger, gilt es doch, sich auf die anspruchsvolle Strecke zu konzentrieren. Morgens um 4.00Uhr erreichten wir unseren Fähranleger Flakk - Rörvik und wir konnten noch ein wenig ausspannen, da die Fähre erst um 6.00 Uhr ihren Dienst aufnahm. Auch hier ein gewaltiges Panorama während der Überfahrt über den Trondheimfjord. Auf der Halbinsel Fosen angekommen, erreichten wir nach einer knapp 45 minütigen Fahrt unser Ziel Rakvagen. Das Wetter hatte sich mittlerweile geändert. Es war bedeckt und nieselig bei rund 5° C. Wir waren aber darauf eingerichtet. Was macht man nach einer 27 Stündigen Tour non stop, nachdem jeder sein eigenes Zimmer bezogen hat? Na klar! Die erste Erkundungstour stand an. Zusammen mit meinem Bruder Kai sind wir rausgefahren und konnten die ersten 8 prima Küchenfische verhaften. Unter anderem fing ich einen Dorsch von gut 5kg, der auch mein Größter in diesem Urlaub bleiben sollte.
Am späten Nachmitteag fuhr ich noch einmal mit Jens raus. Außer einem rund 3kg Köhler ging aber nichts. Für den Anreisetag nicht so schlecht!
Am nächsten Tag war Wetterbesserung, immer noch bedeckt aber trocken. Wieder fingen wir prima Küchendorsche, dieses mal waren auch Schellfische dabei.
Am dritten Tag buddelten Kai und ich uns Wattwürmer an einer nahen Bucht. Zu uns kam ein Norweger, der freundlich aber bestimmt darum bat, dieses zu unterlassen, da ansonsten Kinder uns gleich täten und die Natur nachhaltig schädigen würden. Da wir bereits genug Wattis hatten, verließen wir die Bucht. Am Abend bezogen Kai und ich eine Art Buhne, links von uns die Bucht, rechts von uns tieferes Wasser von ca. 5-10m. Wir angelten jeder mit einer Grundangel und einer "Zanderrute" mit Gummifisch am 15g Jighaken. Wir erlebten eine tolle Angelei in den nächsten 3 Stunden. Wir fingen 14 Dorsche für die Küche, kleine unter 50cm wurden zurück gesetzt. Der größte von 4 kg ging auf Gummi, der 2.größte von 3,5 kg auf einen Wattwurm an der Grundrute, geil!
Nur große Fische hatten wir in der ersten Woche nicht gefangen. Sollte es sich rächen, kein Echolot zu haben? Wir haben immer nach Seekarte gefischt und uns an interessante Stellen gelegt.
Am Sonntag zu Beginn der 2. Woche waren wir wieder draußen und an einer Kante von 70 auf 100 m probierte ich meine Zanderrute aus. Ich warf einen 28g Meerforellenblinker in die Andrift und fing nach 2 min "Absackzeit" an. diesen wieder einzuholen. Ich fragte mich noch, ob es wohl richtig sei, so zu fischen, als ein heftiges Nicken meiner Rute mir die Antwort auf die mir selbst gestellte Frage gab. Das Nicken der Rute wurde von herrlichen Gesängen der kreischenden Bremse begleitet! Nach 5 minütigem Drill konnte mein Bruder ein herrlichen Köhler von 80cm und 5,5 kg gaffen. Dafür waren wir nach Norwegen gekommen! Endlich hatten wir die Köhler gefunden. In den folgenden Tagen konnten wir alle zusammen 3 Köhler über 90cm (97cm, 93cm, 90cm) und bestimmt 15 Köhler über 80cm fangen. Die meisten übrigens am leichten Geschirr mit 12cm Gummifisch am 15g - 30g Jighaken. Kai fing als größten Dorsch einen von 97cm und auch 9kg. So schwer und lang war auch mein Köhler.
Wir konnten in diesem Urlaub über 13 Fischarten fangen. Gerne zähle ich sie auf: Dorsch, Köhler, Pollack, Leng und Lumb (klein), Scholle, Flunder, Makrele, Knurrhahn, Katzenhai (glaube ich), Schellfisch, Rotbarsch und Seehecht.
Wir haben jeder schön Filet zusammen bekommen.
Jeder Urlaub geht einmal zu Ende. Zwischendurch haben wir uns die Anlage eines Veranstalters in Garten angesehen. Ein Angler berichtete uns, auch sehr gut gefangen zu haben mit Köhlern bis 15kg. Er berichtete auch von einer Gruppe, die mehr oder weniger leer ausgegangen waren. Das falsche Gerät (zu schwer) soll hier der Grund gewesen sein.
Einen Lachsfluss weiter nördlich in Arnes haben wir auch angeschaut. Es war kein Lachs zu sehen, es soll sich aber um ein sehr gutes Revier handeln.
Dann stand der Tag der Abfahrt bevor. Im Hafenbecken an dem unser Haus liegt sah ich morgens Bewegung. Schnell die Sbirolinorute klar gemacht und der letzte Fisdch des Urlaubes wurde gefangen. Eine Makrele von 43cm. Sie biss auf eine geschleppte Fliege am langen Vorfach.
Am Nachmittag machen wir uns auf den Rückweg. Dieses mal fuhren wir die 3 zurück. Sie ist wesentlich flacher und von der Landschaft mindestens genauso eindrucksvoll. Wir sahen mehrfach Elche!
Die weitere Fahrt auf der Fähre und durch Dänemark verlief ohne Probleme und so erreichten wir um 18.00 Uhr unsere Heimat.
Viele Bilder und Erlebnisse werden lange im Gedächtnis bleiben. Und eins ist auch klar: Mich sieht Rakvagen nächstes Jahr wieder, auch wenn ich nicht den metrigen (3cm haben gefehlt) gefangen habe. Dafür konnte ich 4 Fischarten fangen, die ich vorher noch nicht hatte: Schellfisch, Knurrhahn, Seehecht und Katzenhai.
Liebe Grüße
Euer Trouthunter (Ulli)
P.S. Einen lieben Gruß und Dank sende ich an Brosme 05 und seine Kollegen: Vielen Dank noch einmal für den Grillabend! Es war richtig nett und ich hoffe, wir können es einmal wiederholen.
Nachstehend ein paar Fotos! Ich hoffe, das ich es hinbekommen habe. Einfach finde ich es nicht!
Urlaubsbericht Rakvagen 22.05.10 - 05.06.10
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für deinen schönen Bericht Ulli.
Prima Fische habt ihr auch gefangen.
Wir waren zur gleichen Zeit auf Eigerøy. Da liefs mit den großen Pollacks und Lengs auch ganz gut.
Gruß Achim -
Joo, prima Bericht, Ulli !
Der Hai auf dem Foto ist ein Fleckhai.
Gehört aber zur Familie der Katzenhaie !
Somit hast du schon richtig vermutet. -
Ulli, nochmals Petri zu euren Fängen.
für deinen klasse Bericht. Grosse Fische an leichtem Gerät - klasse !
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Klasse Bericht und schöne Bilder .Hat richtig Spass gemacht das zu lesen. Danke dafür .
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Vielen Dank Ulli-
es hat Spass gemacht diesen Bericht zu lesen.
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HalloUlli, schön geschrieben, gute Bilder. Schön, dass es euch bei uns gefallen hat. Nun bin ich in der Pflicht, auch etwas uber unseren Urlaub zu schreiben. Werde mich in den nächsten Tagen mal daran machen.
Übrigends, wir sind im nächsten Jahr zur selben Zeit an gleicher Stelle (16.05.11-27.05.11, Husbysjoen/Fosen). -
Ulli,
danke für den Bericht
Solche Fische an leichtem Gerät, sind wirklich ein Spaß
und nächstes mal knckst du auch die 1m -Marke.
Ein gutes Boot mit GPS und Echo ist dabei eindeutig von Vorteil.
Dann kannst du die verdächtigen Stellen sehr genau ansteuern und bei Erfolg die Drift sehr exakt wiederholen.
Wie sieht es denn auf der E3 z.Z. baustellenmäßig aus?
Wir wollen Anfang August da lang in Richtung Hitra -
Sehr auführlich geschriebener Bericht mit ein paar sehr schönen Fotos
fürs Einstellen
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Ulli,
feiner Bericht !
Glückwunsch zu der Rutenwahl, da macht ein 80er Köhler erst richtig Spass, nicht wahr ?
Interessant deine Ausführung zum Wattwurmgraben.
Da wir nächstes Jahr auch mal da dran gehen wollen,
werde ich mich dann aber erst mal erkundigen.
Gruß
Heiko -
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