Wie beginnt man eigentlich einen solchen Reisebericht? Gelesen habe ich bereits unzählige, entweder um mehr über ein Gebiet zu erfahren oder um die Wartezeit bis zum nächsten Urlaub zu verkürzen, aber geschrieben habe ich bisher noch keinen, also bitte entschuldigt mögliche Ungereimtheiten.
Vorgeschichte:
Eigentlich wollte ich mit einem Freund Madeira besuchen, daraus wurde aber leider nichts. Daraufhin habe ich mehr aus Spaß als Ernst in die Familiengruppe gefragt, ob man denn nicht Lust hätte im Juni eine Woche zu verreisen. Schneller als ich gucken konnte, hatten meine Eltern eine Ferienwohnung + Fähren rausgesucht, es erfolgte eine kurze Absprache und zack, alles gebucht.
Anreise:
Los ging es am frühen Abend des 19.06.2026. Die Fahrt verlief sehr ereignislos, so dass wir gegen 04:00 Uhr morgens in Hirtshals ankamen und noch ein paar Stunden bis zur Fähre schlafen konnten. Nach einem guten Frühstück auf der Fjordline erreichten wir Kristiansand und mussten nur noch eine gute Stunde bis zum Urlaubsziel fahren: Ramsland Bryggé 2c.
Urlaubswoche:
Wettertechnisch hatten wir einen wirklichen Glücksgriff gelandet, jeden Tag Sonnenschein mit angenehmen 20 bis 23 Grad (der deutschen Hitze konnten wir so zum Glück entkommen), eine komplette Woche ohne Regen (einmal Nieselregen für 5 Minuten mal vernachlässigt) und Wind, welcher ein Rausfahren jeden Tag möglich machte. Einen „Ausfalltag“ hatten wir dennoch zu verbuchen, da wir diesen als Ausruh- bzw. Shoppingtag nutzten.
Beim Angeln war es eine typische Woche für Südnorwegen. Gefangen haben wir Leng (bis 85 cm), Dorsch (bis 70 cm), Pollack (bis 69 cm), Köhler, Makrelen, Schellfisch und Wittling. Etwas untypisch war, das wir selten bei derselben Drift wieder erfolgreich waren, es war wirklich viel suchen und finden angesagt. Auch auf den Kletten lief es zäher als sonst, aber die größeren Fische konnte wir alle dort fangen.
Am besten lief es auf Pollack, diesen konnte man die komplette Küste entlang fangen, jedoch war die Durchschnittsgröße recht klein. Am leichten Gerät dennoch eine sehr spaßige Angelei und ab und zu war auch ein größeres Exemplar dabei. Leichte und kleine Gummifische kamen bei uns dabei am meisten zum Einsatz.
Dorsch und Leng fingen wir hauptsächlich auf Naturköder im gesamten Gebiet.
Überraschenderweise fingen wir auch recht schwierig Makrelen, aber wenn, dafür dann aber richtig große Exemplare.
Abreise:
Los ging es am frühen Morgen mit der Colorline, um dann von Hirtshals aus 900 km wieder nach Hause zu fahren. Besondere Vorkommnisse gab es hier glücklicherweise auch nicht und so sind wir kaputt gegen 21 Uhr angekommen.
Fazit:
Insgesamt 30 kg Filet konnten wir erbeuten und sind zufrieden.
Das Boot ist ein Oien 620F mit 70 PS und für uns drei Personen und für das Gebiet vollkommen ausreichend. Das Haus ist gut eingerichtet und hat so weit alles, was man braucht, einzig die Dusche könnte etwas moderner sein.
Mit Bildern kann ich leider nicht dienen, dafür aber zwei Videos als kleiner Ausgleich (sind ja auch nur bewegte Bildaufnahmen 😉).
PS: Sollte jemand in der Gegend Urlaub machen und TooGoodToGo nutzen können wir nur „Walters Bakeri & Konditori“ empfehlen, man muss nur sehr schnell sein.




