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Ausfuhr-Quote soll möglicherweise auf 30 kg verdoppelt werden

  • G A S T 1
  • 23. September 2016 um 09:41
  • tulum5
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    • 29. November 2016 um 09:39
    • #81
    Zitat von smolt

    Nach dem Gesetzesvorschlag soll die Erhöhung der Ausfuhrquote auf 30 kg nur für Fisch gelten, der in Verbindung eines registrierten Tourismusbetriebes gefangen wurde, praktisch als "Anreiz" für die Registrierung .
    Ansonsten, z.B. für privatreisende Wohnmobiltouristen usw., sollen weiterhin die 15 kg gelten. Somit hätte man also eine variable Ausfuhrquote. An der Grenze dann zu kontrollieren, ob der Fisch von einer registrierten Anlage kommt oder nicht , - ist scheinbar nach Einschätzung der Behörden ein ziemlichen Aufwand.

    Gruss


    smolt


    Moin, evtl. bin ich da etwas einfacher denkend, aber ich sehe das überhaupt nicht kompliziert. Eine Anlage registriert sich wie jeder normale Logierbetrieb es in D auch macht und gibt seinen Reisenden auf Wunsch am Ende einen Schein in die Hand, das sie 30 kg ausführen dürfen. An der Grenze würde sich doch gar nichts ändern, Stichproben werden gezogen und wer mehr als 15kg hat muß nun den Zettel vorlegen oder bekommt Ärger. Jeder der ohne Zettel mehr ausführen will als 15kg ist erst mal ein Schmuggler und das ist doch zur Zeit nicht anders nur das es dann den " Joker " für eine begrenzte Mehrausfuhr gibt. Am gesamten Ablauf an der Grenze würde sich doch gar nichts ändern, die Mehrarbeit hätten doch erst mal die Anlagen aber einmal registriert läuft doch so was von allein.
    Wenn ich aus D komme und habe mehr Bier dabei und verzolle das an Bord - fahre dann durch die Kontrolle, werde angehalten, zeige mein Papier dann ist alles gut und genau so stelle ich mir das mit dem Fisch vor. Gruß Peter

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  • tulum5
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    • 29. November 2016 um 12:10
    • #82
    Zitat von skandifreak

    Ist mir zwar vollkommen egal ob es bei denn 15 Kilo bleibt(meiner Meinung nach vollkommen ausreichend pro Person) oder ob das aufgestockt wird aber wenn ,wieso variabel? Einfach höher ansetzen ,dann wäre der Kontrollaufwand so niedrig(ich habe noch keine Kontrolle erlebt) oder hoch wie jetzt auch.

    Sehe auch die 15 Kilo für ausreichend. Wir fahren mit der Familie hoch und sind 4 Personen, das wären 60 Kilo Filet. Die muß man auch zu Hause irgendwo unterbringen. Etwas Selbstbeherrschung wäre gegenüber der Kreatur Fisch angebracht, in Hinblick auf die überfischten Meere.
    Wir hatten in Furuholmen damals auch ein Gespräch über Fischen im Norden. Ich sage euch sehr sehr schlimm. Mitgereister Kollege erzählte von einer Angeltour an einer Stelle wo nur kleine Lumb gebissen hatten. Statt die Stelle zu wechseln wurde munter weiter massakriert. Aussage war, wenn ich schon für einen Angelurlaub bezahle, dann will ich auch auf meine Kosten kommen. Tja, das liebe Geld.

    2 Jahre später war ein Freund von mir mit besagtem "Sportangler und Norwegenfreund " im Norden zum Dorschschlachten. Es wurden nur die Loins mitgenommen, der Rest versenkt. Sauerei!

    (Jürgen weiß wen ich meine)[/QUOTE]


    Moin, die Meinung habe ich schon mal gelesen und aus deiner Sicht stimmt es auch aber ein großer Teil fährt nicht mit Familie und da sitzen dann auch 4 Fischesser zu Hause und da wären ein paar Kilo mehr nicht schlecht denn ich kann ja nicht alle 3 Monate nach Norwegen um Nachschub zu holen. Man rechnet als Fischmalzeit 400g pP Rohfisch , das sind pro Essen 1,5 kg da ist dann nach 10 Essen Schluß. Wenn jetzt noch Großeltern und Schwiegereltern dazu kommen wird's eng. Dann muß ich auf Fisch zurück greifen der aus dem Massenfang stammt und zahle einen wesentlich höheren umweltschädlichen Preis ( Beifang von Walen, Robben Haie... die Tod ins Meer geschüttet werden).
    An deinem richtigem Argument zum Thema massakrieren von Fischen würde die Fangquote nichts ändern, wer so mit Fischen umgeht interessiert sich eh nicht für Quoten. Ich kann von mir sagen, mein Fisch wird verbraucht, reicht aber nicht sehr lange da in meiner Familie gern Fisch gegessen wird aber kein Interesse am Angeln besteht, ist ja ok ich muß ja auch nicht zum Schlachten einer Kuh nur weil ich gerne mal ein Steak will. Jedes Kilo, daß ich selber fange und nicht von der Massenfischerei beziehe ist ein Beitrag zum Erhalt der Bestände in den Meeren und ein Schutz von Tieren, die als Beifang ihr Leben verlieren ( sieht selbst Greenpeace so ). Gruß Peter

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    • 29. November 2016 um 12:40
    • #83

    Moin, die Meinung habe ich schon mal gelesen und aus deiner Sicht stimmt es auch aber ein großer Teil fährt nicht mit Familie und da sitzen dann auch 4 Fischesser zu Hause und da wären ein paar Kilo mehr nicht schlecht denn ich kann ja nicht alle 3 Monate nach Norwegen um Nachschub zu holen. Man rechnet als Fischmalzeit 400g pP Rohfisch , das sind pro Essen 1,5 kg da ist dann nach 10 Essen Schluß. Wenn jetzt noch Großeltern und Schwiegereltern dazu kommen wird's eng. Dann muß ich auf Fisch zurück greifen der aus dem Massenfang stammt und zahle einen wesentlich höheren umweltschädlichen Preis ( Beifang von Walen, Robben Haie... die Tod ins Meer geschüttet werden).
    An deinem richtigem Argument zum Thema massakrieren von Fischen würde die Fangquote nichts ändern, wer so mit Fischen umgeht interessiert sich eh nicht für Quoten. Ich kann von mir sagen, mein Fisch wird verbraucht, reicht aber nicht sehr lange da in meiner Familie gern Fisch gegessen wird aber kein Interesse am Angeln besteht, ist ja ok ich muß ja auch nicht zum Schlachten einer Kuh nur weil ich gerne mal ein Steak will. Jedes Kilo, daß ich selber fange und nicht von der Massenfischerei beziehe ist ein Beitrag zum Erhalt der Bestände in den Meeren und ein Schutz von Tieren, die als Beifang ihr Leben verlieren ( sieht selbst Greenpeace so ). Gruß Peter[/QUOTE]

    Hallo Peter,

    Deine Argumentation und Sicht zu dem Thema finde ich sehr gut und über den Tellerrand hinausschauend. Da gibt es auch nichts weiter zu erklären, weil es sachlich sehr richtig ist was Du geschrieben hast.

    Gruß


    Werner

    Norwegen- Du bist so unfassbar schön und Dein Volk unglaublich symphatisch. Danke, dass man daran teilhaben darf.

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    • 29. November 2016 um 14:07
    • #84

    ....Alles nachvollziehbar.

    Der Entscheidende Punkt ist aber: Wie sieht es der Norweger, der an der Küste lebt und nicht unbedingt direkt vom Angeltourismus profitiert?

    Für ihn heisst das evtl.: "Da kommen Touris und schleppen pro Person Fisch aus, dem Land, der ein Lebendgewicht von ca. 50kg ausmacht. Und was hab ich eigentlich davon?"

    Gruss
    smolt

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    • 29. November 2016 um 15:27
    • #85
    Zitat von smolt

    ....Alles nachvollziehbar.

    Der Entscheidende Punkt ist aber: Wie sieht es der Norweger, der an der Küste lebt und nicht unbedingt direkt vom Angeltourismus profitiert?

    Für ihn heisst das evtl.: "Da kommen Touris und schleppen pro Person Fisch aus, dem Land, der ein Lebendgewicht von ca. 50kg ausmacht. Und was hab ich eigentlich davon?"


    Gruss
    smolt

    Moin, was hat der Bäcker in Wolfsburg davon, das ich mir einen Golf kaufe, Was habe ich davon, daß jährlich viele Menschen als Touristen nach Bayern kommen - erst mal gar nichts aber ich würde jetzt deine Intelligenz unterschätzen wenn ich dir den Wirtschaftskreislauf erklären muß. Eine starke Wirtschaft oder viel Tourismus waren schon immer die Garanten für ein hohes Einkommen der dort lebenden Bevölkerung ob mittel- oder unmittelbar. Gruß Peter

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    • 29. November 2016 um 20:03
    • #86

    Mich brauch man da nicht zu überzeugen. Bin Deutscher und kein Norweger und das wird auch immer so bleiben. :)

    Wenn man sich die "Høringssvar" (Anmerkungen) zum Gesetzesvorschlag anschaut, scheinen die Norweger kaum einen Grund zu sehen die Ausfuhrquote zu erhöhen. Einige Äusserungen gehen sogar in Richtung Reduzierung. Der einzige Grund die Quote hochzusetzen scheint der Anreiz für die Urlauber ihre Fangmengen registrieren zu lassen und bei registrierten Tourismusbetrieben zu buchen.

    Als man damals die 15Kg-Regelung einführte haben die Tourismusverbände einen massiven Rückgang des Tourismus prophezeit. Das Gegenteil ist eingetreten, die Buchungen stiegen jedes Jahr an und die Branche ist extrem gewachsen. Somit auch die Menge der gefangenen Fische.

    Eine Anhebung der Quote wird kaum zu einer Erhöhung des Tourismus führen. Die Touristen kommen trotzdem.

    Und dann geht`s noch um "Angeltourismus." -

    Angler essen ziemlich selten in den lokalen Restaurants oder bezahlen hohen Eintritt für die lokalen Sehenswürdigkeiten oder Freizeitangebote. Der Souvenirverkauf läuft auch bescheiden.
    Angelzeug wird in Deutschland gekauft, Essen zum Grossteil mitgebracht.
    30-50% des vom Touristen gezahlten Mietpreises für die Unterkünfte gehen an die deutschen Reiseunternehmer. Ein Grossteil der AngelCamps wird von Ausländern geführt. Die Guides, die dort arbeiten sind Schweden oder Deutsche. Die Fjordline-Fähre ist Dänisch. Die Fluggesellschaften nur zum Teil Norsk.
    Private Ferienhäuser werden fast immer nur als Nebenerwerb vermietet. - Dass Arbeitsplätze in bedeutendem Ausmass durch Angeltourismus geschaffen werden, kann man wohl auch kaum behaupten, insofern ist der Angeltourismus (im Gegensatz zu Bayern) wenn überhaupt nur für einen Bruchteil der an der Küste lebenden Bevölkerung ein "Garant für hohes Einkommen".
    Das Ankurbeln der lokalen Wirtschaft durch angelnde Touristen hält sich in den meisten Gebieten doch sehr in Grenzen.

    Demzufolge kann ich es schon etwas nachvollziehen, warum man aus norwegischer Sicht betrachtet nicht sofort die absolute Notwendigkeit sieht den Touristen zu erlauben mehr Fisch mit nachhause zu nehmen.

    Viele Grüsse
    smolt

  • skandifreak
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    • 29. November 2016 um 21:25
    • #87

    Irgendwie trifft er genau den Nagel auf den Kopf.
    Respekt vor soviel Weitsicht.:baby:

    Operative Hektik ersetzt geistige Windstille

    es grüßt aus PF

    Thomas

  • Petrulla
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    • 29. November 2016 um 22:48
    • #88

    Smolt, vielen Dank für deine Überlegungen zum tatsächlichen Nutzen des Angeltourismus in Norwegen. Aufschlussreich, wenn jemand mal die Argumente der eigentlich betroffenen Bevölkerung hier mit beleuchtet. Die privaten Vermieter von Ferienunter-künften werden mit Sicherheit einen Nutzen aus ihrem Geschäft ziehen, wenn nicht, dann wären sie schlechte Geschäftsleute und nicht mehr lange auf dem Markt.

    An eine Belebung der lokalen Wirtschaft durch den Angeltourismus glaube ich auch nicht. Der Deutsche ist durch permanente Superschnäppchen, Sonderpreise oder Rabattaktionen in der Heimat so manipuliert, dass er sein Geld lieber mit einem Vakuumiergerät einschweißt, als in Norwegen vor Ort für Dinge des täglichen Bedarfs etc. ausgibt.

    Für den Durchschnittsnorweger, der weder durch Vermietung noch indirekt durch Dienstleistungen oder Konsum vom Angeltourismus profitieren kann, gibt es eigentlich keinen vernünftigen Grund, einer höheren Ausfuhrquote zuzustimmen.

    Für mich persönlich ist die 15 Kg-Regelung voll in Ordnung. Wir kochen berufsbedingt nur an den Wochenenden und das Jahr hat nur 52 davon! Ziehe ich andere Feierlichkeiten ab, bleibt nur noch die Hälfe übrig und ich hab Mühe, meinen mitgebrachten Fisch innerhalb eines Jahres zu verarbeiten.

    Viele Grüße

    Peter

  • G A S T 1
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    • 29. November 2016 um 22:59
    • #89

    Bitte mein Posting nicht falsch verstehen. Angeltouristen sind willkommen und bringen unbestritten jede Menge Geld in's Land, es stellt sich nur aus norwegischer Sicht die Frage, warum sollte man die Ausfuhr-Quote erhöhen?

    Gruss
    smolt

  • walko
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    • 30. November 2016 um 00:35
    • #90

    Nur mal so als Beispiel:
    Bei unserer letzten Norwegen Reise haben wir über 500€ alleine für Sprit und und Bootspritt in Norwegen gelassen.
    Und mehr als 50€ für Bier.
    Davon sind wohl ca 400€ nur Steuern in einer Woche gewesen.
    Auch wenn das Haus oder das Boot einem Deutschen gehören sollte, steht es doch in Norwegen und der Deutsche hat dafür eine Menge Geld ins Land geschlept, die Bauwirtschafft hatte Arbeitsplätze beim Bau des Hauses und es wurden eine Menge Steuern und Sozialversicherung gezahlt.
    Ohne die Touris auch die dort nichts kaufen bräuchte man das Haus und Boot nicht und die Steuern wären nicht da.
    Aber das sieht man wohl nicht?
    Man siht nur das dieser Tourist das teure Zeug im Laden nicht kauft, was er billiger mitbringen kann.
    Würde der Norweger das Zeug nicht mitbringen wenn er könnte und teuer in der Heimat einkaufen?

    Das Skandinavien gerade überant wird ist auch eine Moderscheinung, genauso wie Island.
    Habe das auf der Arbeit mitbekommen wie sich auf einmal viele für Scandinavien interesieren und da waren.
    Teilweise hat es auch mit dem steigendem Wohlstand in ehemals ärmeren östlichen Ländern zu tun die sich immer mehr Reisen leisten können.
    Teiweise liegts auch daran, das Südeuropa in den Ferien total überlaufen ist, weil die günstigen Alternative die Islamischen Staaten im Krieg oder Chaos sind. Scandinavien bekommt dann auch zwangsweise welche ab die nicht ganz so sparsam sind und einfach ohne Gedränge mal vereisen wollen.
    Wenn nur ca. jeder fünfzigste der in den Süden fährt einfach mal zur Abwechslung nach Norden fährt wird Scandinavien Ihre Toristenzahl mehr als verdoppeln. Der Tourismuss im Norden ist also trotz des großen Wachstum in der Vergangenheit im Vergleich zum Süden auf ziemlich niedrigen Niveau.
    Bin gespannt ob der Tourismuss so weiter wächst wenn die Arabische Welt sich mal beruhigen sollte.
    und mir ist es ein Rätzel warum die Russen nichts gescheites als Alternative auf die Beine stellen.
    Das Land gibt so viel her für Natur- und Angelurlaub, aber da sind nur ein paar Reiseveranstalter mit horrenden Preisen, und das in einem Billiglohnland.

    15kg sind in meinen Augen einfach ein Spassverderber.
    Es ist ja in Ordnung wenn welche nicht mehr verwerten können.
    Ich könnte viel mehr da ich das habe was sich Großfamilie nennt und wo man auch an andere denkt und man sich mit ca. 20 Leuten mit Kindern regelmäßig zum Essen trifft.
    Das heißt nicht das ich mit Gewalt viel mitbringen muss.
    Aber wenn es mal gut läuft Abrechen macht auch nicht unbedingt Spass.
    Man muss ja nicht auf die bedrohten Arten angeln.
    So hätte ich auch Verwertung für größere Köhler.
    Dank der 15kg Regel angel ich geziel auf die kaum auch wenn die in ca. 80cm Göße in riesigen Schwärmen da stehen.

    Gruß
    Waldemar

    10 Mal editiert, zuletzt von walko (30. November 2016 um 01:12)

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