Weil hier die Rede von GPS ist.
Mal eine kleine Geschichte zur elektronischen Navigation.
In Nautnes/Hjelte Fjord kürzlich erlebt.
Es war etwas windig (blöder Nordwind), so um die 3- 4Bft.
Ein paar meterchen mussten wir uns allerdings schon vom Ufer fernhalten, da waren die Pollacke.
Über die Berge zog Nebel auf.
Ich beobachtet eine Weile diese Nebel und meinte zu meinen Söhnen, es wird Zeit, brechen wir ab.
Wir diskutierten noch etwas über unser GPS Gerät, aber...
Überzeugend war dann, die Ausfahrt vom Fjord in Richtung Hütte rechts - von der Seite ausgesehen von der wir kamen – hat eine Untiefe.
Es steht da zwar ein Stab mit einer Richtungsangabe, aber wer weiß schon wie schnell und dicht der Nebel wird.
Dadurch, dass wir rechtzeitig abbrachen, hatten wir keine Probleme mit dieser Untiefe.
Aber bei dichten Nebel, vielleicht sogenannte Waschküche (habe ich schon über die Jahre erlebt) nur GPS und dann Untiefe?
3 Deutsche Angler gerettet
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Ich nehme meinen eigenen Kartenplotter mit wenn dieser an Bord nicht vorhanden ist. Das kann man ja im Vorfeld abklären.
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[/U]ich traue mich schon gar nicht mehr zu sagen das ich ihn habe ,man könnte meinen als weichei zu gelten weil man gedenkt sich weiter zu bilden.
Irrtum Jens! Weicheier sind für mich diejenigen, die alle Ratschläge in den Wind schieben, sich selbst und andere wegen Fischgeilheit manchmal in Situationen bringen, die kein Mensch braucht. Tritt so ein Ernstfall ein, möchte ich nicht die Hose sein, die die Sauerei auffangen soll!
Ich selbst habe erst vor zwei Jahren den Sportbootfühererschein See erworben. Geschadet hat es nicht, auch wenn ich in der Zwischenzeit einen Großteil vergessen habe, weil man dann doch zu selten aufs Meer hinausfährt. Aber ich weiß wo was steht und kann immer mal nachlesen.
Auch wenn es nicht erforderlich ist, sollte doch wenigstens einer von der Bootsbesatzung diese Ausbildung besitzen. Wie geagt, schaden kann es nicht!gruß hbt.
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Leute, das GPS gibt uns eine falsche Sicherheit.
So genau, wie man uns das immer ein zu reden versucht, ist GPS nicht, auch wenn die Amis nicht stören.
Das GPS ist eine feine Ergänzung, auch der Plotter, aber darauf verlassen kann man sich quasi nicht, obwohl ich mit einem Kompass schlechte Erfahrungen gesammelt habe ist der Kompass, jetzt kommt´s, mit der gültigen Seekarte das Non Plus Ultra und das gilt für die Berufsschifffahrt auch.
So nun macht was daraus.
MfG herby -
Für meinen Geschmack bietet Ein GPS mit Trackingfunktion mit wenig Einsatz ein erhebliches Plus an Navigationssicherheit für Anfänger. Die Genauigkeit liegt bei guter Abdeckung bei wenigen Metern. Der Zielkurs ist einfach ablesbar.
Ein Kompass hilft einem Anfänger demggü. in unsichtiger Situation leider verhältnismäßig wenig, da die wenigsten ihre Position bei der es unsichtig wurde gekoppelt haben, oder den Versatz einschätzen können. Strom-, Wind- und Wellenversatz vor der Norwegischen Küste sind bekanntermaßen stark veränderliche Faktoren.
Ein GPS ersetzt selbstverständlich nicht fehlende Navigationskenntnisse und richtiges seemännisches Verhalten. Zudem wird gern vergessen, dass er ausfallen oder zentral (im Krisenfall) abgeschaltet werden kann. Auch ist das Ablesen des gefahrenen Kurses bei langsamer oder keiner Fahrt fast unmöglich. Ein Kompass bietet genau hier Vorteile. Der Kurs kann auch bei geringer Fahrt gut gelesen und so gehalten werden, und - wenn man den Ziekurs kennt - funktioniert der Kompass auch ohne Strom...
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Ich habe immer meine eigene ehemals Gasmaskentasche mit; auch, wenn ich nicht Schiffsführer bin. Drin ein hochwertiger Peilkompass, Nico Signale, eine Signalrakete, und div. Kleinteile , so eben auch ein Radfahrerverbandskasten. Na ja, ich hab's auch mal gesehen:
Wir hatten schon eine ganze Weile im dichten Nebel vor Karmøy zum Glück bei Windstille abgewartet und fuhren vorsichtig bei etwas Aufklarung zurück zum Haus. Am Steg warteten - jedenfalls dachten wir es - schon die Jungs in grünen Angleranzügen vom Nebenhaus. Ne, ne, wir brauchten uns keine kritischen Kommentare anhören, bei weitem nicht, sie stiegen ohne Westen in ihr Boot und fuhren raus.................................
Natürlich ging es gut, geht es ja meistens............zum Glück.
(Und hatten auch noch das Boot voll Fisch, weil sie die über große Teile des Fjordes ausgelegt hatten:
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Wer den Sportboot See Schein gemacht hat, hat es gelernt wie man sich im Nebel zu verhalten hat und ist schon mal im Vorteil gegenüber einem der nie was davon gehört hatt.
Elektronik kann immer ausfallen, warum auch immer. deswegen habe ich in meiner Kiste einen Kompass drin und einen laminierten Seekartenauschnitt vom Urlaubsgebiet habe ich auch immer dabei.
Damit komme ich im Notfall zwar nicht auf direktem Weg nach Hause. aber zumindest die Grobe Richtung finde ich immer und mache mich nicht auf den Weg über den Atlantik.Gruss
Waldemar -
Im allgemeinen ist das GPS verlässlich. Mit einem Kartenplotter navigiert es sich gerade in Scherengebieten wesentlich besser als mit einem Kompass. Ich hatte noch nie den Fall erlebt, dass das GPS nicht funktionierte, aber man kann an allem zweifeln. Wir haben mindestens zwei GPS an Bord, das ist historisch bedingt, weil immer mehr aufgerüstet wurde. Selbst mein kleines gelbes etrex ohne Karte versieht noch zuverlässig seinen Dienst.
@ Hoddel, danke für die, wie immer sachlich fundierte Antwort. Der maritime Background ist in HH schon ein anderer als bei uns in der "Heide", wenn dann noch familiäre Bande hineinspielen .

Aber das Wetterinteresse, das teilen wir uneingeschränkt, das gibt's nämlich bei uns auch#zwinker2*
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Prima Micha. Es gibt leider immer weniger Menschen, die sich für das Wetter interessieren. Die meisten Menschen schauen sich den Wetterbericht an, mehr ist da nicht. Es wird sich dann darüber aufgeregt, dass die Vorhersagen nicht stimmen. Das kann auf dem Meer unangenehm werden.
Ist man nun mit dem Boot auf dem Meer, kann man schon mal deutlich weiter sehen. Anhand der Wolkenformationen kann man schon einiges für die nächsten 2 bis 3 Stunden sehen. Wenn man sich dann noch vorher die Tidezeiten verinnerlicht hat, kann man viel beruhigter angeln.
Hoddel
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Ist man nun mit dem Boot auf dem Meer, kann man schon mal deutlich weiter sehen. Anhand der Wolkenformationen kann man schon einiges für die nächsten 2 bis 3 Stunden sehen. Wenn man sich dann noch vorher die Tidezeiten verinnerlicht hat, kann man viel beruhigter angeln.

Das deckt sich hundertprozentig mit den Erfahrungen, die ich auch als Ski- und Bergführer gemacht habe. Manche Leute sind einfach nur vor Ort, haben Urlaub und wollen ihren Spaß, wie immer der auch aussehen mag. Ende der Erkenntnis. Und es gibt die, der deutlich größere Teil, der sich nebenbei auch Gedanken ums Drumherum macht.
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