Am nächsten Morgen hatten wir also volle Batterien, vollen Wassertank (Diesel reichte noch dicke und wer tankt schon direkt an der E6 oder an deutscher AB?) waren wieder schick und frisch, also ging es hinaus in die "Pampa". Nächster Stop: Trollheimen - naja - so als großes Ziel gestoppt wurde öfter....
so ca. 15 min nach Abfahrt als uns ein Hügelgrabfeld interessierte. Naja, das war "leider" mehr Rätselraten als wirklich alte Besiedlungsspuren nachzuvollziehen.
Nagut, wenn nicht alte Steinlegungen von Gebäuden oder Grabhügeln, dann macht man was anderes....
Makro Spielereien - kommt jemand auf das Original Motiv?
kleiner "Hinweis"
Wir waren ja wieder querfeldein unterwegs - wen das interssiert, auf der 700 unterwegs - aber nicht auf der 700, sondern auf der parallel dazu verlaufenden "anderen Bachseite" Ist übrigens immer das beste Konzept - zu (fast) jeder großen Straße an einem Fluss gibt es eine "BulliBus Trödel Allee" auf der anderen Seite...als Tipp!
Und weil wir den Tag mit Siedlungsspuren von der Steinzeit angefangen hatten, machen wir weiter - allerdings ist das weder Museum noch "alte Spuren" auch wenn es aussieht, als wäre man durch ein Museumstor gefahren, "aktiver Hof" - das Motiv war so schon besonders.
und auch das ist bitte kein Museum - muss ich darauf hinweisen, das wird sich im schwarz/weiß teil finden?
ab hier ist es nun Museum - wenn jemand fragt wo der Unterschied in manchem Motiv nun sei - dem stimme ich zu.
Verbunden mal mit einem kleinen Hinweis, wenn es regnet oder stürmt und selbst der Härteste der Härtesten nicht mehr mit aller Gewalt einen Fisch fangen muss, dann sucht mal in eurem Gebiet nach einem "Bygdetun". Zeigt viel über das frühere Leben in Norwegen und gibt es echt sehr viele im Land. So als "Kartenkloppen" Alternative.
Wobei ich anmerken muss - solche Hofensemble habe ich etliche fotografiert, wie gesagt, manchmal kommt einem das Land vor wie ein riesiges Freiluftmuseum mit moderner Technik und Leben.
Hier drinnen stand wieder etliches an altem Gerät - wie auch in den Häusern (als wenn gestern noch Menschen hier wohnten) Leider war geschlossen.
Von diesen Speichern habe ich am Wegesrand "Massen" fotografiert und mancher sah älter aus als der hier im Museum - und war noch in Gebrauch...
wie Røros - Zeitreise
noch einmal ein Stück des Ganzen
Nachdem wir nun unserem Weg noch weiter gefolgt waren kamen wir an einem besonderen Ort:
kleine Anekdote: Unmittelbar nach Rückkehr habe ich dieses Bild in einer großen Norwegengruppe auf FB eingestellt mit der Frage wie viele den Ort kennen und schon da waren. Dazu geschrieben "der allseits bekannte Ort ist MöööPP!"
Ratet einmal wie viele geschrieben haben...."Klar war ich schon - da auf Vesterålen (????) Lofoten...."
Erschreckend - mit welcher Ignoranz und Stereotypen man unterwegs ist. Man liest den Namen hat Lofoten im Kopf und sieht nicht "nie und nimmer" - schon der Coop da....wenn man schon die Landschaft ausblendet....
Wir hier im Forum sind ja klüger:
Also nicht Å i Lofoten.
Und es gibt noch etwas Wissen gratis - der Ortsname lässt sich auf Bach, kleiner Fluss zurückführen.....könnt ihr wieder mit angeben. Oder die Weihnachtsrätselmacher testen...
In diesem Å sind wir dann von dem scheußlich großen Highway abgebogen und waren rasch wieder da, wo der BulliBus hingehört.....auf "geschreddertem Norwegen"
...und ein Ziel vor Augen....Trollheimens Gipfel!
ein entscheidender Unterschied zwischen uns und anderen Norwegen Reisenden: der "Normale": "... wie kann ich Mautkosten am günstigten zahlen, rechnet sich ein Brygge - kann man Maut vermeiden?"
Wir: "Wo gibt es Mautstraßen, kann man die noch mit Zettel und cash bezahlen oder ist das schon Kard oder gar VIPS?"
Denn viele Mautstraßen führen hinauf auf und in die Fjells - sind unbefestigt und versprechen Einsamkeit,lauschige Nachtplätze und tolle Wanderungen.
So auch dieser - der zum Foldsjøen und Gråsjøen und hinauf zum PP zur Wanderung zur Trollheimhytta führt.
Also....der Weg ist quasi "zwanghaft für uns"....
Bevor man die Seen erreicht geht es hoch hinauf. Direkt am "Straßenrand" fand sich ein winziger Wanderrastplatz, BulliBus passte knapp davor - Verkehr ging ab 19:30 Uhr mehr als gen Null....reicht für heute, Nachtquartier gefunden.
quasi der Fensterblick....
Wir gingen dann noch 10 bis 15 m - eigentlich wollten wir was weiter - nur was sich dann "auftat", dass hier sieht ja niedlich aus - aber das Tal dazwischen...
schwer einzufangen - es ging rund 100 oder mehr Meter Steilst bergab in eine Klamm - zum Fürchten, so hieß übersetzt übrigens auch der Rastplatz
"Foldfürchter! Sehr zu Recht!
noch ein Versuch, die Tiefe und Steilheit der Klamm zu vermitteln.....
Margareta zog es vor auf ebener Fläche zu bleiben und was "nahrhaftes" zu machen.
Ich bekam für mein Ansinnen, wegen dem nun noch einmal hervorkommenden Sonnenlicht nochmals an den "Abhang" zu gehen schon wieder "schräge Blicke" und eine Ermahnung gratis.
Achso - erwähnte ich in diesem Bericht schon einmal, das die besten Blaubeeren die sind, die andere pflücken?
Nochmals an der Klamm
das wir noch an "die Quelle" dieses Flusses kommen würden ahnten wir, aber waren nicht auf kommendes vorbereitet.
Kamera an meinem Standort einfach um 90 Grad gekippt - nach unten! Die Tiefe, der "Abgrund" kommt einfach nicht rüber...Schade!
Wir haben trotzdem herrlich geschlafen - zum Glück sind wir ja nicht "Nachtwandler" - morgens gab es tief hängende Wolken, kein Geräusch, nichts und gar nichts - BulliBus und wir, "fernab" aller Zivilisation....traumhafte Ruhe.
Wir sind dann der "Straße" weiter gefolgt. Sie bringt einen wirklich zu den beiden Seen - beides sind "künstliche". Stauseen, hier auf dem Damm des "unteren" des Foldsee. Mit diesem Hintergrund auch sehr besonders.
Es geht dann noch einmal "was bergauf" (armer BulliBus) und kommt am Gråsee an - und der ist mehr als bemerkenswert.
Absolute Stille am See und sehr eigenwilliges Licht......Sternstunden des "Naturszene" Fotothemas. Ich bin mal ehrlich, auch wenn es "stinkt" Mir gefallen die Ergebnisse ausfallend gut....
oder so....
andere Version....
Aber hier oben wurde ich nachdenklich.
Kennt ihr Greta Thunberg? Klar, oder ihr könntet nicht lesen.
Und vielleicht habt ihr alle dazu unterschiedliche Meinungen. Darum geht es nicht. Ich bin auch "kein Fan" von ihr. Aber - wenn man oben auf den Fjells in Norwegen steht und dann nicht weiß, das man von der Dame und ihrem Stil halten kann was man will - oder von der Hysterie auch - aber das deutlich eine einschneidende Umweltveränderung in vollem Gange ist, dann verweigert man sich der Wahrheit - auch der von Norwegen.
Beide Seen sind noch beeindruckend und riesig - aber ihre Aufgabe - ihre Bestimmung erfüllen sie nicht mehr......
Bitte, lasst uns keine Diskussion daraus machen....es sind Gedanken ohne Wertung, ohne Urteil oder gar "ich weiß wie wir das lösen" die mir beim Anblick der verschwindenden Seen da oben kamen und ich denke, dann gehören sie auch in unseren Bericht.
trockenen Fusses zur Staumauer. Der Slipway für Boote zigfach verlängert und schon wieder "trocken"
Das macht doch "nachdenklich"....sollte diese kleine Nachdenklichkeit nicht auch mal uns als Angler wirklich beschleichen - oder immer nur "fangen wollen" Denken?
Ich weiß nicht, ich habe hier oben "lange Zeit" hinter meiner Kamera gesessen und vor mich hin philosophiert. Ohne zu einem Ergebniss zu kommen, es bleiben mehr Fragen als Antworten...
Allerdings:
"Die Rückkehr der Umweltzerstörung" Vor Jahrzehnten mit dem Stausee im Wasser versunken - gibt das ganz besondere Bilder, die vielleicht auch nachdenklich machen.
So, in dieser besinnlichen Stimmung schließe ich dieses Post - es geht dann mit unserer Wanderung vom Gråsjøen aus weiter....und auch wieder "heiterer", versprochen.