Ich kann sachlich leider nichts zu eurem wunderbaren Reisebericht
beitragen, sondern nur sagen, dass ich restlos begeistert bin.
Danke Sven und Margaretha.
Jürgen
Ich kann sachlich leider nichts zu eurem wunderbaren Reisebericht
beitragen, sondern nur sagen, dass ich restlos begeistert bin.
Danke Sven und Margaretha.
Jürgen
fjord - danke für diese "Gegendarstellung" - aber die von dir gezeigte Variante gibt es ja anderswo noch....also bewährte Technik...
Bogenmass Jürgen, es muss doch nichts sachliches sein...deine freundlichen Worte erfreuen ebenso, wie sachliche Dinge...
....ob dieser Bericht "oben angetackert" werden sollte? Weiß nicht, dazu müsste ihn dann von allen "Kommentaren" befreien (womit alle, die bisher hier etwas geäußert haben, einverstanden sein müssten) - zum anderen - "Norwegen - Angel"....und eine Komponente fehlt dem Bericht völlig...das sollte man nicht aus den Augen verlieren.....ich mache mir drüber weniger Gedanken sondern....
....einfach mal weiter ....kommt gleich etwas...
Am nächsten Morgen sah das Wetter "bedenklich" aus...irgendwas zwischen allem, mit Tendenz zu "ungutem".
Doch wir sagten uns - wer nicht wagt - der nicht gewinnt....
Unser Plan sah so aus, auf der Karte:
https://kart.gulesider.no/m/tM6JE
dabei. 1 = unser Nachtplatz Liasanden, 2 = Abzweig RV 55 / Galdhøppigvegen, 3 = Verlauf des Vegen, 4 = Juvasshyta, 5 = Galdhøppigen
Die Idee wr auf diesem Wege nochmals ganz dicht an die Gletscher kommen, versuchen auf Galdhøppigen oder so nah wie möglich zu kommen, die Sommer Ski Anlage dort oben anzusehen und den Eistunnel Klimapark 2469 zu sehen.
wer mit letztem Begriff Klimapark 2469 nichts anfangen kann:
https://klimapark2469.no ruhig einmal klicken und lesen, lohnt sich.
So sah unser Plan aus - ich berichte dann einmal vom Ergebnis:
https://www.norskfjellsenter.no dazu später im Bericht noch einmal....
Testbedingungen: 4 Grad Temperatur....Regen mit schweren Schauerböen - 12 m/s Wind...gefühlt: weit unter Null...Sicht: nahezu 0
https://www.cappelendamm.no/cappelendamm/kart/index.action
Danach traten wir den Rückweg an....allerdings nur optisch wie die begossenen Pudel, wir waren witterungstechnisch "voll auf die Fresse" gefallen...was soll`s, es war einfach toll und die ungefähr eine Stunde da oben in diesem Dreckwetter - hatte auch was...
Wieder unten an der RV 55 hielten wir erst einmal großen Kriegsrat und verschafften uns einen sehr weiten Überblick. Doch davon und unserer ab da "Stückwerk-Reise" im nächsten Posting.
Wir fuhren vom Abzweig zur Juvasshytta zurück nach Lom und setzten uns in das dortige Einkaufszentrum um mal yr.no - andere Wetterdienste sowie GoogleMaps und Gule Sider zu konsultieren.
Wer in Norwegen WLAN Spots sucht um seine Mobile Daten zu schonen: Einkaufzentren, Supermärkte, Tankstellen, Kommunezentren, Restaurants - versucht es einfach immer und überall. Was das betrifft - da ist Norwegen um Lichtjahre vorraus. Das half uns immer an unseren mobilen Daten zu sparen und diese außerhalb der Zivilisation zu verwenden.
Was wir dann sahen machte uns "Sorgen"...ein dickes, fettes Sturmtief (Orkantief) stürmte auf ganzer Breite auf Norwegen zu - Regen, Wind - tagelang - im Gepäck Temperatursturz und Schnee.
Unsere grobe gedachte Route sah ja so aus....
https://kart.gulesider.no/m/uXJ60
schön einmal rund um und mitten durch Jotunheimen...man muss wieder zoomen um die Straßen und Wege zu sehen. Dabei konsequente Vermeidung alles was nach großer Straße riecht und in jeden Querweg hinein....
Nur - wo ist der Sinn eines solchen Weges, wenn die Wolkenuntergrenze vermutlich auf BulliBus Reifen Niveau ist. Wenn es schütten soll, der Wind bei um die Null Grad Celius in Sturm bis Orkanstärke auf den Fjells gehen soll? Da mögen fahren, die fahren müssen....da sind wir raus.
Wie recht wir hatten stellte sich heraus....2 Tage später war der Weg Juvasshytta wegen Glätte gesperrt - noch 2 Tage später war die RV 55 "dicht" Wintereinbruch...was ein Glück das wir Kriegsrat gehalten und richtig entschieden hatten....
Doch wohin? Alles was wir uns ansahen war schlimm und schlimmer....Haukelifjell, die reinste Katastrophe Schneefälle - Küstenbereiche: achherje, da fliegt uns das Toupet weg! Richtung Lofoten: Regen, Regen Wind und Sturm....
Und nach Aufruf um Aufruf und Abgleich mit der Karte gab es einen "ruhigen Fleck"....einen mit Klang: Dovre...Dovre sollte zwar Wind aber sonst "halbwegs verschont bleiben" - und auch weiter Richtung Schweden halbwegs gut. ----
"Warst du schon mal in Røros??"..... "Røros...neeee, da gibt es immer um Weihnachten diese tollen Pferde-Schlittenbilder durch einen wunderschönen Holzort, Bilder waren im Net und haben wir doch schon bewundert"
Okay...erst Dovre - dann Røros, so unser Plan mit dem Vorsatz ihn jedezeit zu ändern.
Wichtig dabei, nicht zwingend entlang der E6 sondern wo es geht, drumherum...aber noch waren wir auf dem Gebiet Stümper - Guides dafür wurden wir erst noch...
Also ging es los...entlang des Gudbrandalen
Was dann passierte erzähle ich im nächsten Posting.....
Wer nach Dovre - aus Richtung Süden kommend - will, dem bleibt nicht viel, er muss durch Dombås, dort folgt er ein Stück der E6 - links neben sich hat er dann Dovre-Sunndalfjell NP...klar soweit? (wir bleiben mal bei Filmzitaten)
Genau das taten wir, fuhren aus Dobås heraus - in Richtung unseres Schlafplatzes beim Moskus-Abenteuer. Wie lange war das schon her? Sind wir immer noch auf derselben Reise?
Das kann doch alles gar nicht sein, was geht uns das gut, besser, am allerbesten...
Wir ahnten gar nicht um wie viel besser es uns gleich gehen sollte:
Ein Dialog:
Margareta: "Fahre mal nicht so schnell, hier haben wir doch beim ersten Mal weiter hinten den Elch gesehen"
Ich: "Klar und der steht da immer noch, haben Elche so an sich, die sind wie Leng - wo ein Großer heute gefangen, steht morgen der nächste."
Margareta: " Das war doch eben ein Elch..."
Ich: " Häääh, wo - ich habe nach vorne geguckt, weil der Entgegenkommer da gerade doof getan hat und fast stehenblieb."
Margareta: " Direkt am Straßenrand. Deshalb hat der gehalten"
Ich : "Quatsch"
Die Realität:
Wir übernachteten dann auf unserem gewohnten Platz an der E6 - der mit dem Blick auf die Snøhetta....
Dazu Anekdote: dort stand schon ein deutscher VW Passat Kombi, deutlich Autos eines Vagabunden - zum "einfachen Reisefahrzeug" modifiziert, mit allen Kompromissen, die das mit sich bringt. Abends schwatzen wir noch einen Moment, bevor er in seinen Schlafsack auf die rechte Seite seines Pkw kroch - während wir unter die Bettdecken unseres Bettes hinter den Iso Matten in BulliBus krabbelten....
Morgens stand er in Wind - und zwar etwas kühlen Wind - und bereitete durch die linke Hintertür sein Frühstück vor. Wir saßen am Frühstückstisch von BulliBus und neben uns pfiff der Kochkessel auf dem Herd für das Teewasser...
Der "doofe Blick" und die freudige Überraschung als ich ihn fragte: " Wie wäre es Nachbar - heißer Tee gefällig?" sind unbezahlbar.
Manchmal, manchmal ist es ganz billig den "dicksten Luxus" zu teilen ....Norwegen 2018 für uns.
Da das Wetter nicht wusste was es wollte, schauten wir nochmal auf unsere "Orakelseiten der Witterung" und stellten fest, das ein weiteres Gebiet "halbwegs schick aussah: Rondane!
Wir änderten dann den Plan von gestern....Nicht Røros sondern auf Spuren von 2017 uns selbst hinterher und einen Bogen schließen:
https://kart.gulesider.no/m/qN2GN
Genau das taten wir dann auch, entlang der 27 - dem Rondanevegen, einer der nationalen Turistruter nach Ringebu:
Frühstück machten wir aber ein paar km weiter - und das im nächsten Posting, auch wenn hier schon Vorschaubilder dran hängen ....
Und wo macht man in Norwegen Frühstück? Genau an einem See, Fluss, Fjord, Fjell...
Wir bogen dann bei Atnabrua ab und folgten der 27 auf das Rondanefjell:
Dazu dieser klare Gebirgsfluss, dieses mal schneller, mal langsamer dahin springende Wasser, diese Geräuschkulisse....Wasser...und kein Betonfluss, aha - in Rondane gibt es keine Gletscher...richtig!
https://en.wikipedia.org/wiki/Dale-Gudbrand%27s_farm
https://kart.gulesider.no/m/HuDnt
Von hier fuhren wir zu dem Ort, den ich gezeigt hatte, wir wollten natürlich auf diese Mautstrecke - aber da das eine ganz eigene Story und eine erneute Änderung unserer Reise ist...mache ich das in einem neuen Posting.....
bis dahin die Hausaufgabe........anhören..........ihr Kunstbanausen!
Das wird uns nun nicht mehr loslassen...auf eine einmalige Art und Weise....versprochen....
Kunstbanausen ... ?
Witzbold ...
Diese holden Klänge
gehören bei uns
seit Ewigkeiten
zum total entspannten
sonntäglichen Vorspiel ![]()
Nach einem "schreibfreien" Sonntag soll es nun weitergehen:
Vielleicht fragt sich jemand, was wir dort, an diesem Weg, gefunden hatten?
Nun - wir hatten Peer Gynt gefunden.
Peer Gynt? Einige grübeln, andere nicken etwas verhalten...kennt man - oder denkt es zu kennen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Peer_Gynt
https://de.wikipedia.org/wiki/Henrik_Ibsen
https://de.wikipedia.org/wiki/Edvard_Grieg
Uns ging es eher so, dass wir sehr verhalten nickten...gehört schon mal (so als Namen) - aber sonst? Auch hierbei halfen die mobilen Daten.....und spätestens beim hören der so unbekannten/bekannten (aber für uns namenlosen Musik) von Grieg....
Doch warum das Ganze? Warum werden wir, die bei Musik eher zu irischem, schottischen Folk und Songwritern tendieren plötzlich zu "Klassikern"?
Weil wir mitten drinnen standen - mit Überfahren der Kommune-Grenze Ringebu in Richtung Sør-Fron und dann Nord-Fron und auch Sel, kommst du um Peer Gynt nicht mehr herum. Oder man stellt sich blind und taub für das Land....
Und wir hielten uns dann, warum wird der Bericht erklären, ja dort vorwiegend dort auf.
Wir haben viel über die Geschichte von Peer Gynt gelernt, haben festgestellt, das Wikipedia nur bedingt zu vertrauen ist was Informationen angeht.
Wer die links nicht geklickt hat oder nicht lesen mag:
Der Peer Gynt aus Ibsen Geschichte hat ein real gelebtes Vorbild. Eine Person die in Fleisch und Blut gelebt hat.
Nur: Ibsen hat abgekupfert - er persönlich kannte das lebende Vorbild gar nicht - wie auch - er schrieb ja seinen Gynt im freiwilligen Exil.
Über den realen Menschen hat als erstes Peter Christen Asbjørnsen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Christen_Asbjørnsen
geschrieben. Aber kannte den Asbjørnsen den realen Peer Gynt? Wenn ja - woher, wenn nein, wie hat er von ihm gehört?
Gibt es heute noch sichtbare Spuren von dem realen Peer Gynt?
Wir haben die Zeit genutzt und haben, teilweise gewollt, teilweise weil wir darüber gestolpert sind, vieles gefunden. Also begann an dieser Stelle plötzlich eine neue Agenda in unsere Reise zu treten - eine, die in keinster Weise oder irgendwie gedacht war....aber wenn man Zeit hat, wenn man absolut entschleunigt ist - und dadurch "anders tickt" (abseits jeder Vorgaben) - dann kann das Horizont erweiternd werden.
Hier der Auslöser des ganzen: Peer Gynt Sætervegen
https://kart.gulesider.no/m/UfAO4
gefunden durch "das übliche Verfahren" - die großen Straßen umgehen zu wollen und soweit wie möglich abseits jeder schnellen Durchgangsstraße unterwegs zu sein.
Danach hatten wir unser Schockerlebnis in Norwegen - das ist uns in all den Jahren noch nicht passiert und wir finden, der norwegische Staat muss dringend gegen diese Auswüchse etwas unternehmen.
Norwegen kann nicht auf einer Seite für Tourismus werben, dabei auf "sanften Tourismus" setzen, während es zeitgleich tatenlos und hilflos zusieht, wie marodierende Jugendbanden, mittlerweile am helllichten Tag, auf öffentlichen Straßen, über die Touristen herfallen und diese bis auf das Hemd ausplündern - und dabei mit einer unbeschreiblichen kriminellen Energie und Brutalität vorgehen.
Nach dem Essen soll und muss man sich bewegen und was wir dabei sahen, davon im nächsten Posting....
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