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  1. Norwegen Angelfreunde, Freunde geben Auskunft
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48 Nächte und Tage - alte Liebe neu erlebt ...ein Bilderbericht..

  • Fjordsven
  • 8. November 2018 um 20:55
  • Bogenmass
    am 31.05.2020 verstorben
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    • 17. November 2018 um 19:23
    • #121

    Ich kann sachlich leider nichts zu eurem wunderbaren Reisebericht
    beitragen, sondern nur sagen, dass ich restlos begeistert bin.
    Danke Sven und Margaretha.

    Jürgen

  • nordfisker1.jpg

  • Fjordsven
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    • 17. November 2018 um 19:24
    • #122

    fjord - danke für diese "Gegendarstellung" - aber die von dir gezeigte Variante gibt es ja anderswo noch....also bewährte Technik...

    Bogenmass Jürgen, es muss doch nichts sachliches sein...deine freundlichen Worte erfreuen ebenso, wie sachliche Dinge...

    ....ob dieser Bericht "oben angetackert" werden sollte? Weiß nicht, dazu müsste ihn dann von allen "Kommentaren" befreien (womit alle, die bisher hier etwas geäußert haben, einverstanden sein müssten) - zum anderen - "Norwegen - Angel"....und eine Komponente fehlt dem Bericht völlig...das sollte man nicht aus den Augen verlieren.....ich mache mir drüber weniger Gedanken sondern....

    ....einfach mal weiter ....kommt gleich etwas...

    Wer bei Norwegen nur an Fisch denkt, hat noch einen langen Weg vor sich.


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  • Fjordsven
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    • 17. November 2018 um 20:31
    • #123

    Am nächsten Morgen sah das Wetter "bedenklich" aus...irgendwas zwischen allem, mit Tendenz zu "ungutem".

    Doch wir sagten uns - wer nicht wagt - der nicht gewinnt....

    Unser Plan sah so aus, auf der Karte:

    https://kart.gulesider.no/m/tM6JE

    dabei. 1 = unser Nachtplatz Liasanden, 2 = Abzweig RV 55 / Galdhøppigvegen, 3 = Verlauf des Vegen, 4 = Juvasshyta, 5 = Galdhøppigen

    Die Idee wr auf diesem Wege nochmals ganz dicht an die Gletscher kommen, versuchen auf Galdhøppigen oder so nah wie möglich zu kommen, die Sommer Ski Anlage dort oben anzusehen und den Eistunnel Klimapark 2469 zu sehen.

    wer mit letztem Begriff Klimapark 2469 nichts anfangen kann:

    https://klimapark2469.no ruhig einmal klicken und lesen, lohnt sich.

    So sah unser Plan aus - ich berichte dann einmal vom Ergebnis:

    hier stimmt wieder alles, na gut....Skifahren wollen wir nicht Bett haben wir selber und nach Gockelprodukten suchten wir dort nicht, bleibt für uns also gelb und braun....

    mit jedem Meter weiter...und vor allem höher.... bekamen wir etwas bedenklichere Gesichter, der Himmel machte "komische Sachen"

    ein Wort hierzu (quasi der Werbeblock)...wir haben welche in Rondane und hier live gesehen - die kann man mieten, sie haben Glasdach - es soll welche auch in Finnland und Schweden geben - ideal natürlich für Polarlichter betrachten...."Glasiglu" wäre ein möglicher Suchbegriff bei Google

    was für ein Ausblick...was für ein Einblick in das Nationalparkriket

    kurz vorm "Ende" der höchsten Gebirgsstraße Norwegens, also konnten wir uns eine weiteres Superlativ in das Roadbook und an BulliBus Hecktür schreiben...aber das "Elend" zeigte sich hier schon sehr, sehr deutlich.....

    erinnert ihr euch des Grabes an der Satbkirche in Lom? Dem Herrn ist hier ein Denkmal gesetzt - er baute die erste Schutzhytta hier oben und war als Bergführer eine Kapazität und ein Pionier, wir fanden weiteres zu ihm später im Norsk Fjellsenter

    https://www.norskfjellsenter.no dazu später im Bericht noch einmal....

    hier oben steht man auf 1841 m (PP) eigentlich direkt am Gletscher und zum Galdhøpiggen ist es nur ein kleines Ståck - auf weniger steilen Wegen als von Spiterstulen.....eigentlich...

    für uns war an dem Tag dort kein Blumentopf zu gewinnen, außer "Materialtest". Der fiel sehr positiv aus - vieles an Ausrüstung hielt, wir fanden die Stellen die zu optimieren sind - und auch an dem Tag der absolute Fehler - und das waren unsere Handschuhe.

    Testbedingungen: 4 Grad Temperatur....Regen mit schweren Schauerböen - 12 m/s Wind...gefühlt: weit unter Null...Sicht: nahezu 0

    Aber das wenige was wir gesehen haben, war spektakulär und episch. Am Tage dieses Berichtes können wir auch melden - schon jetzt lagern hier Ausrüstungsteile - die uns selbst an einem solchen Tag dort einen weitaus längeren Aufenthalt im Freien ganz sicher gewährleisten. Natürlich geht man deshalb bei einem solchen Wetter nicht los......aber "man könnte" nun....

    Nur eines ist ganz sicher...."Wir kommen zurück" Das Thema Galdhøpiggen und wir, ist nur vertagt. Hier oben war der Plan noch, dieses Wiederkommen in den nächsten Tagen zu realisieren....

    "Meine Frau ist ein himmlisches Wesen" bekam hier eine merkwürdige Bedeutung....

    wir tranken in der Juvsahytta einen schönen warmen Tee kauften schon mal vorsorglich eine richtige Karte. Dazu der Werbeblock, wer richtig gute Karten für Norwegen sucht und braucht unbedingt hier schauen....

    https://www.cappelendamm.no/cappelendamm/kart/index.action

    Danach traten wir den Rückweg an....allerdings nur optisch wie die begossenen Pudel, wir waren witterungstechnisch "voll auf die Fresse" gefallen...was soll`s, es war einfach toll und die ungefähr eine Stunde da oben in diesem Dreckwetter - hatte auch was...

    Bei dem Wetter bekam die Straße hinab auch was "interessantes"

    die hat eh etwas, bei weitem nicht so Materialmordend wie Aursjøveien - aber absolut spektakulär.....abenteuerliches Feeling garantiert - logisch - ist ja Mautpflichtig! Und woran erkennt man das die Mautpflichtig ist? " Am Boom oder Betaling-Terminal" ---- "Mööööööööp!!!!" Falsch

    hieran erkennt man das - auf allen Mautstraßen stehen Schafe, Kühe, Pferde herum, als wenn das deren Ställe werden.....ihr dürft das nun gelernte behalten und mit nach Hause nehmen...

    Wieder unten an der RV 55 hielten wir erst einmal großen Kriegsrat und verschafften uns einen sehr weiten Überblick. Doch davon und unserer ab da "Stückwerk-Reise" im nächsten Posting.

    Wer bei Norwegen nur an Fisch denkt, hat noch einen langen Weg vor sich.


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  • Fjordsven
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    • 17. November 2018 um 21:04
    • #124

    Wir fuhren vom Abzweig zur Juvasshytta zurück nach Lom und setzten uns in das dortige Einkaufszentrum um mal yr.no - andere Wetterdienste sowie GoogleMaps und Gule Sider zu konsultieren.

    Wer in Norwegen WLAN Spots sucht um seine Mobile Daten zu schonen: Einkaufzentren, Supermärkte, Tankstellen, Kommunezentren, Restaurants - versucht es einfach immer und überall. Was das betrifft - da ist Norwegen um Lichtjahre vorraus. Das half uns immer an unseren mobilen Daten zu sparen und diese außerhalb der Zivilisation zu verwenden.

    Was wir dann sahen machte uns "Sorgen"...ein dickes, fettes Sturmtief (Orkantief) stürmte auf ganzer Breite auf Norwegen zu - Regen, Wind - tagelang - im Gepäck Temperatursturz und Schnee.

    Unsere grobe gedachte Route sah ja so aus....

    https://kart.gulesider.no/m/uXJ60

    schön einmal rund um und mitten durch Jotunheimen...man muss wieder zoomen um die Straßen und Wege zu sehen. Dabei konsequente Vermeidung alles was nach großer Straße riecht und in jeden Querweg hinein....

    Nur - wo ist der Sinn eines solchen Weges, wenn die Wolkenuntergrenze vermutlich auf BulliBus Reifen Niveau ist. Wenn es schütten soll, der Wind bei um die Null Grad Celius in Sturm bis Orkanstärke auf den Fjells gehen soll? Da mögen fahren, die fahren müssen....da sind wir raus.

    Wie recht wir hatten stellte sich heraus....2 Tage später war der Weg Juvasshytta wegen Glätte gesperrt - noch 2 Tage später war die RV 55 "dicht" Wintereinbruch...was ein Glück das wir Kriegsrat gehalten und richtig entschieden hatten....

    Doch wohin? Alles was wir uns ansahen war schlimm und schlimmer....Haukelifjell, die reinste Katastrophe Schneefälle - Küstenbereiche: achherje, da fliegt uns das Toupet weg! Richtung Lofoten: Regen, Regen Wind und Sturm....

    Und nach Aufruf um Aufruf und Abgleich mit der Karte gab es einen "ruhigen Fleck"....einen mit Klang: Dovre...Dovre sollte zwar Wind aber sonst "halbwegs verschont bleiben" - und auch weiter Richtung Schweden halbwegs gut. ----

    "Warst du schon mal in Røros??"..... "Røros...neeee, da gibt es immer um Weihnachten diese tollen Pferde-Schlittenbilder durch einen wunderschönen Holzort, Bilder waren im Net und haben wir doch schon bewundert"

    Okay...erst Dovre - dann Røros, so unser Plan mit dem Vorsatz ihn jedezeit zu ändern.

    Wichtig dabei, nicht zwingend entlang der E6 sondern wo es geht, drumherum...aber noch waren wir auf dem Gebiet Stümper - Guides dafür wurden wir erst noch...

    Also ging es los...entlang des Gudbrandalen

    ein erster Lichtblick...scheinbar hatten wir den richtigen "Ausweg" gewählt...

    Was dann passierte erzähle ich im nächsten Posting.....

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  • nugget102
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    • 17. November 2018 um 21:26
    • #125

    Dieses hin-und her switchen, dem schlechten Wetter entkommend
    kennen wir von unserer Tour 2015.......aber mal im Ernst -
    hättet ihr nicht etwas später fahren können...#zwinker2*

    Danke für euren sehr schönen Bericht...:baby:

    LG

    der Rolfe und die Sandra

  • Fjordsven
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    • 17. November 2018 um 22:33
    • #126

    Wer nach Dovre - aus Richtung Süden kommend - will, dem bleibt nicht viel, er muss durch Dombås, dort folgt er ein Stück der E6 - links neben sich hat er dann Dovre-Sunndalfjell NP...klar soweit? (wir bleiben mal bei Filmzitaten)

    Genau das taten wir, fuhren aus Dobås heraus - in Richtung unseres Schlafplatzes beim Moskus-Abenteuer. Wie lange war das schon her? Sind wir immer noch auf derselben Reise?

    Das kann doch alles gar nicht sein, was geht uns das gut, besser, am allerbesten...

    Wir ahnten gar nicht um wie viel besser es uns gleich gehen sollte:

    Ein Dialog:
    Margareta: "Fahre mal nicht so schnell, hier haben wir doch beim ersten Mal weiter hinten den Elch gesehen"
    Ich: "Klar und der steht da immer noch, haben Elche so an sich, die sind wie Leng - wo ein Großer heute gefangen, steht morgen der nächste."
    Margareta: " Das war doch eben ein Elch..."
    Ich: " Häääh, wo - ich habe nach vorne geguckt, weil der Entgegenkommer da gerade doof getan hat und fast stehenblieb."
    Margareta: " Direkt am Straßenrand. Deshalb hat der gehalten"
    Ich : "Quatsch"


    Die Realität:

    Direkt am Straßenrand - und ich meine direkt

    Elch auf "Schlagdistanz"

    Porträt ohne großen Teleeinzug....mit "easy Brennweiten"

    darum lässt sich das wunderbar im Nachgang Auszugsvergrößern, da könnte man Fototapeten draus machen.....Wahnsinn!

    mit einer Ruhe standen die beiden da, es war bewundernswert und "abartig", BulliBus etwas "gesitteter hinstellen" Motor aus - Fenster ganz herunter, herauslehnen....störte die alles nicht....irgendwann war ich sicher, die hätten noch ne Möhre angenommen...

    wir hatten in 2017 auch etliche Elchsichtungen...die Bilder davon sind fast alle "Schrott" - zu schnell, zu dunkel, zu weit weg...das hier war wie "Safariepark" - quasi der Forellenpuff des Naturfotografen...nur eben in echt und live "draußen"....willkommen im Nationalparkriket

    mir fiel dazu nur ein "episch"...erst solch ein Glück mit dem Moskus - und nun in derselben Gegend das.........

    hier ein Blick in dieses Gebiet, so sieht ein Elch Hotspot aus....

    Wir übernachteten dann auf unserem gewohnten Platz an der E6 - der mit dem Blick auf die Snøhetta....

    Dazu Anekdote: dort stand schon ein deutscher VW Passat Kombi, deutlich Autos eines Vagabunden - zum "einfachen Reisefahrzeug" modifiziert, mit allen Kompromissen, die das mit sich bringt. Abends schwatzen wir noch einen Moment, bevor er in seinen Schlafsack auf die rechte Seite seines Pkw kroch - während wir unter die Bettdecken unseres Bettes hinter den Iso Matten in BulliBus krabbelten....
    Morgens stand er in Wind - und zwar etwas kühlen Wind - und bereitete durch die linke Hintertür sein Frühstück vor. Wir saßen am Frühstückstisch von BulliBus und neben uns pfiff der Kochkessel auf dem Herd für das Teewasser...
    Der "doofe Blick" und die freudige Überraschung als ich ihn fragte: " Wie wäre es Nachbar - heißer Tee gefällig?" sind unbezahlbar.
    Manchmal, manchmal ist es ganz billig den "dicksten Luxus" zu teilen ....Norwegen 2018 für uns.

    Da das Wetter nicht wusste was es wollte, schauten wir nochmal auf unsere "Orakelseiten der Witterung" und stellten fest, das ein weiteres Gebiet "halbwegs schick aussah: Rondane!

    Wir änderten dann den Plan von gestern....Nicht Røros sondern auf Spuren von 2017 uns selbst hinterher und einen Bogen schließen:

    https://kart.gulesider.no/m/qN2GN

    Genau das taten wir dann auch, entlang der 27 - dem Rondanevegen, einer der nationalen Turistruter nach Ringebu:

    als erstes kommt da bei Hjerkin, noch unmittelbar an der E6 die Eysteinkirka in Sicht, sehr junge Kirche die direkt auf dem Olafsvegen liegt,

    lange nicht gesehen....unser Moos oder Flechten und da wir Zeit hatten:

    mal Details

    das ist auch nicht alles "eine Sorte"

    merkwürdiges Zeug

    doch wunderschön, das eine so einfache und filigrane Pflanze einem riesigen Gebiet seinen Stempel aufdrückt, ist schon sehr spannend

    ??? ---tja.....ganz einfach: ein Reiterhof macht am Wegesrand für sich "Werbung".....coole Idee

    welche Kommune schmückt sich vor seinem Kommunecentrum mit diesem Wahrzeichen? Genau: die Bergwerkstadt Folldal, leider hatte das riesige Museum dazu Wintersaison...sprich zu. Wer da mal lang kommt, quasi Pflicht...

    irgendwo am "Rand" von Folldal, wir waren wieder einmal einem "braunen Kringelschild" gefolgt fanden wir eine nächste "lost Place" eine uralte Sägemühle. Dazu, wie schon erwähnt am Ende des Berichtes ein extra Bilderordner...


    der dazugehörende See war ganz besonders und wir machten ein paar Beinmuskeltrainings Einheiten


    Kirche von Sollia, etwas ab von der 27 Richtung Atna....der Clou, die ganze Gegend heißt Sollia und man rate, wer "17und irgendwas" die Kirche gestiftet hat...genau ein Herr mit Nachnamen Sollia....was sind diese Menschen seit Generationen mit diesem Land verwurzelt...

    schon vorher ahtten wir einen Nachtplatz "erforscht", er war uns schon 2017 aufgefallen, da war aber noch ein eindeutiges Verbotsschild angebracht. das fehlt 2018 - vielen lieben Dank an VegVesen, für diesen nun wunderbaren Ort. Das Morgens die Einmannfirma anrückte um das Servicegebäude zu "demontieren" (also Bagger, dicker Traktor und Anhänger" war kein Beinbruch....wegen uns kann das Land ja nicht in Agonie fallen. Warum allerdings der Umbau/Abriß dieser Top Toilettensatation - keine Ahnung, es sei denn, sie folgen da dem norwegischem "Wahn" - nur sauber und gut reicht nicht, es muss auch architektonisch besonders - wundern würde uns das nicht.

    Frühstück machten wir aber ein paar km weiter - und das im nächsten Posting, auch wenn hier schon Vorschaubilder dran hängen ....

    Bilder

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    Wer bei Norwegen nur an Fisch denkt, hat noch einen langen Weg vor sich.


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  • Fjordsven
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    • 17. November 2018 um 23:34
    • #127

    Und wo macht man in Norwegen Frühstück? Genau an einem See, Fluss, Fjord, Fjell...

    Blick vom Frühstücktisch aus

    nicht das noch einer denkt, wir haben keine mehr.....

    nicht nur für die Pfanne - auch fürs Objektiv

    oder auch solche....wieder in rauhen Mengen...

    Wir bogen dann bei Atnabrua ab und folgten der 27 auf das Rondanefjell:

    unbeschreiblich - oder?

    dieses endlose, dieses Gefühl nur wir und das....

    Dazu dieser klare Gebirgsfluss, dieses mal schneller, mal langsamer dahin springende Wasser, diese Geräuschkulisse....Wasser...und kein Betonfluss, aha - in Rondane gibt es keine Gletscher...richtig!

    wieder Spielereien mit Wasser

    wieder so was für irgendwelche Sagas und Geschichten Bücher

    so sieht das in der Totalen und schnell aus

    so richtiges Fernsichtwetter war es leider nicht...

    ein Weg ins Nirgendwo...

    unser Weg führte nicht ins Nirvana sondern nach Venabyg, die dortige Fjellkapelle hat es uns seit 2017 angetan....

    schon die Geschichte liest sich sehr besonders....

    Die Überreste, die verblieben sind....

    mit Ende der 27 bei Ringebu waren wir ja quasi auf der E6 - also etwas was wir nicht wollten....wir bogen sofort ab und fuhren quasi "auf der alten Strecke"...die führt zu dieser imposanten Kirche, ganz ungewöhnlich. Gehört nach Sør-Fron .

    was wir nicht wussten, das das die Agenda der "restlichen Zeit" werden sollte. Das Gudbrandsdal ist ja riesig und ganz reich an Geschichte und Kultur, die meisten kennen es aber nur vom Durchfahren auf der E6 in Richtung Norden und vielleicht noch die es einschliessenden Gebirgsmassive. Da wir beiden Ziele nicht mehr hatten - und eigentlich gar keine mehr, machte uns nun das Gudbrandsdal seine Aufwartung.

    an diesem Ort standen wir abends, direkt an einer Mautstation...wir fuhren aber nicht ein, sondern kehrten um...das hoben wir uns für den nächsten Tag auf....wir suchten und fanden dann einen Schlafplatz gemütlich an der E6, dass diese so wichtige Straße nachts so ruhig ist, ist jedes mal erstaunlich....
    Morgens hatten wir diesen scheuen, sehr misstrauischen Gesellen als Frühstücksgast - von allen Rabenvögeln sind sie am schwersten vor die Kamera zu bekommen, so meine Erfahrung - international..

    Wir fuhren uns dann Dale Gudbrand`s Hof ansehen.....das Ding ist so voll von Geschichte, fahrt einfach hin....liegt eigentlich direkt an der E6 - topp für eine kleine Pause wer von Nord kommt oder will....die Beschreibung "einfach nicht durch den Tunnel fahren" trifft es im doppelten Sinn

    https://en.wikipedia.org/wiki/Dale-Gudbrand%27s_farm

    https://kart.gulesider.no/m/HuDnt

    das Hügelgrab am Hof

    und hier der Blick von dort Richtung Hof

    wenn ich meinem Rechner diese Tastaturbelegung bei biegen könnte, hätte ich meinen Bericht so geschrieben...da hättet ihr aber blöde geschaut...aber Sven in Schreibschrift sieht jetzt cool aus....probiert euch einmal aus. Das gelernte ist wieder einmal gratis.

    Von hier fuhren wir zu dem Ort, den ich gezeigt hatte, wir wollten natürlich auf diese Mautstrecke - aber da das eine ganz eigene Story und eine erneute Änderung unserer Reise ist...mache ich das in einem neuen Posting.....

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  • Fjordsven
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    • 17. November 2018 um 23:42
    • #128

    bis dahin die Hausaufgabe........anhören..........ihr Kunstbanausen!

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    Das wird uns nun nicht mehr loslassen...auf eine einmalige Art und Weise....versprochen....

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  • alfnie
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    • 18. November 2018 um 00:38
    • #129

    Kunstbanausen ... ?
    Witzbold ...
    Diese holden Klänge
    gehören bei uns
    seit Ewigkeiten
    zum total entspannten
    sonntäglichen Vorspiel :biglaugh:

    Eingeheirateter Lofoter seit 1994

  • Fjordsven
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    • 19. November 2018 um 11:05
    • #130

    Nach einem "schreibfreien" Sonntag soll es nun weitergehen:

    Vielleicht fragt sich jemand, was wir dort, an diesem Weg, gefunden hatten?

    Nun - wir hatten Peer Gynt gefunden.

    Peer Gynt? Einige grübeln, andere nicken etwas verhalten...kennt man - oder denkt es zu kennen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Peer_Gynt

    https://de.wikipedia.org/wiki/Henrik_Ibsen

    https://de.wikipedia.org/wiki/Edvard_Grieg

    Uns ging es eher so, dass wir sehr verhalten nickten...gehört schon mal (so als Namen) - aber sonst? Auch hierbei halfen die mobilen Daten.....und spätestens beim hören der so unbekannten/bekannten (aber für uns namenlosen Musik) von Grieg....

    Doch warum das Ganze? Warum werden wir, die bei Musik eher zu irischem, schottischen Folk und Songwritern tendieren plötzlich zu "Klassikern"?
    Weil wir mitten drinnen standen - mit Überfahren der Kommune-Grenze Ringebu in Richtung Sør-Fron und dann Nord-Fron und auch Sel, kommst du um Peer Gynt nicht mehr herum. Oder man stellt sich blind und taub für das Land....

    Und wir hielten uns dann, warum wird der Bericht erklären, ja dort vorwiegend dort auf.

    Wir haben viel über die Geschichte von Peer Gynt gelernt, haben festgestellt, das Wikipedia nur bedingt zu vertrauen ist was Informationen angeht.

    Wer die links nicht geklickt hat oder nicht lesen mag:

    Der Peer Gynt aus Ibsen Geschichte hat ein real gelebtes Vorbild. Eine Person die in Fleisch und Blut gelebt hat.

    Nur: Ibsen hat abgekupfert - er persönlich kannte das lebende Vorbild gar nicht - wie auch - er schrieb ja seinen Gynt im freiwilligen Exil.

    Über den realen Menschen hat als erstes Peter Christen Asbjørnsen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Christen_Asbjørnsen

    geschrieben. Aber kannte den Asbjørnsen den realen Peer Gynt? Wenn ja - woher, wenn nein, wie hat er von ihm gehört?

    Gibt es heute noch sichtbare Spuren von dem realen Peer Gynt?

    Wir haben die Zeit genutzt und haben, teilweise gewollt, teilweise weil wir darüber gestolpert sind, vieles gefunden. Also begann an dieser Stelle plötzlich eine neue Agenda in unsere Reise zu treten - eine, die in keinster Weise oder irgendwie gedacht war....aber wenn man Zeit hat, wenn man absolut entschleunigt ist - und dadurch "anders tickt" (abseits jeder Vorgaben) - dann kann das Horizont erweiternd werden.

    Hier der Auslöser des ganzen: Peer Gynt Sætervegen

    https://kart.gulesider.no/m/UfAO4

    gefunden durch "das übliche Verfahren" - die großen Straßen umgehen zu wollen und soweit wie möglich abseits jeder schnellen Durchgangsstraße unterwegs zu sein.

    Die Hinweistafel, die unsere Suche nach Peer Gynt auslöste - hier noch so Informationen, die man so "allgemein hört" - das das Ganze "verzwickter" ist, lernten wir erst in der Folge....

    sieht schon besonders aus - und weil es ein Mautweg ist, ist er unbefestigt - logisch, oder?

    dieses Schild löste Verwunderung aus - und musste also umgehend "erforscht" werden

    mit allem drum und dran, nicht im Bild, inklusive großem Grill, Toilette auf der gegenüberliegenden "Straßenseite" - alles in einem Zustand...1a

    wer die Detailveränderung im Bild bemerkt, ahnt was kommt...

    "AAAAlter!!!" seit Røsta ist nicht nur Zeit vergangen sondern auch Temperatur.....

    mit ner "Runde schwimmen" war nichts, was weniger mit Wassertiefe und nicht ganz olympischen Maßen des Beckens zu tun hatte - eher mit den Außentemperaturen.....

    noch gab es Besiedelung bis hin zu genutzten Höfen - die "Hyttas" der Norweger stehen ja notfalls auch hinterm Ende der Welt

    diese "Brückenkonstruktion" nenne ich einmal gelungen "in die Landschaft eingefügt"


    Danach hatten wir unser Schockerlebnis in Norwegen - das ist uns in all den Jahren noch nicht passiert und wir finden, der norwegische Staat muss dringend gegen diese Auswüchse etwas unternehmen.

    Norwegen kann nicht auf einer Seite für Tourismus werben, dabei auf "sanften Tourismus" setzen, während es zeitgleich tatenlos und hilflos zusieht, wie marodierende Jugendbanden, mittlerweile am helllichten Tag, auf öffentlichen Straßen, über die Touristen herfallen und diese bis auf das Hemd ausplündern - und dabei mit einer unbeschreiblichen kriminellen Energie und Brutalität vorgehen.

    es beginnt eigentlich recht harmlos...genau das ist der Trick, es ist quasi ein "antanzen"

    wenn der nichtsahnende Tourist dann aussteigt, um das klärende Gespräch zu suchen, rottet sich die Horde schlagartig um ihn zusammen..

    sehr direkt - dabei aber Deeskalation vortäuschend, werden die Opfer voneinander getrennt

    dann wird plötzlich und blitzartig zugeschlagen, den armer Opfern bleibt kaum Zeit zu reagieren

    völlig enthemmt wird die überlegene Kraft eingesetzt um tief in die innerste Privatsphäre einzudringen...

    und bevor nicht der Vorrat an Mohrrüben, den sich der Urlauber im Schweiße seines Angesichtes im Kiwi erkauft hat und in einer kleinen Kühlkiste zwischen den Sitzen aufbewahrt - geplündert, verringert, laut mahlend in sich hinein geschlungen ist - hat dieses Martyrium und diese horrorhaften Szenen kein Ende für die armen Opfer.... bis heute sind wir von diesen Szenen schwer traumatisiert. Unserer Psychologe und auch unser Stuhlkreis der "anonymen Pferdeopfer" rieten uns dringend - zur Verarbeitung dieses Erlebnisses noch einmal an diesen schrecklichen Ort zurück zu kehren, wir dachten ernsthaft darüber nach - der Bericht wird davon Zeugnis geben...

    ein Stück weiter endet dann jegliche Bebauung und man taucht ein in die Einsamkeit und Unendlichkeit des Rondane NP

    Blick auf den Afstjønna

    und mitten in diesem Nirwana steht dann das: was soll dieser so ausgebauter Weg "dorthin"?? Das ergibt doch Null Sinn??

    .. doch ergibt es, wenn man norwegisch denkt: Tourismusweg - Wandergebiet - "Arsxx der Welt" - Toilette (wenn auch PC) - behinderten gerecht.....ich bleibe dabei: sie sind uns und anderen - um Lichtjahre voraus!

    nach diesem "Servicegebäude am Fuße des Berges" geht es dann kurz aber steil bergan - zum höchsten Punkt dieses Weges.

    nach nur wenigen Minuten Fahrt erreicht man diesen Rastplatz - der "große" PP ist auf der anderen Straßenseite - da wir "mutterseelen alleine" waren - stellten wir uns hier hin und machten dort Essen....auch hier bleibe ich dabei - die Küche des Bordbistros mag "bescheiden" in seiner Karte sein - die Aussichten sind spektakulär.... zur Erklärung. die "senkrechten Steinplatten" sind Infotafeln, das Gebäude links hinter BulliBus....Genau, das andere lag am Fuß des Berges....verrückt!

    Nach dem Essen soll und muss man sich bewegen und was wir dabei sahen, davon im nächsten Posting....

    Wer bei Norwegen nur an Fisch denkt, hat noch einen langen Weg vor sich.


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    2 Mal editiert, zuletzt von Fjordsven (19. November 2018 um 11:16)

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