Das Jahr geht so langsam seinem Ende zu und so wird manch-einer von euch in einer stillen Stunde mal zurückblicken und das Jahr Revue passieren lassen so wie ich.
Ich denke ein guter Grund auch mal zurückzuschauen ist in sich hinein-zuhören und der Seele und dem Herzen Raum zu geben.
Den Jahreswechsel 2015/16 hatten wir mal gerade so noch geschafft um dann auch bald müde und nüchtern ins Bett zu fallen. Eine Flasche Sekt und Wein stand geleert auf den Tisch, das Essen war wunderbar, der selbst-gemachte Heringssalat und die gekauften Berliner verputzt.
Die Tage danach kamen uns irgendwie bekannt vor. War das im letzten Jahr nicht genauso?
Im Januar machten wir dann einen Ausflug (verlängertes Wochenende) nach Hamburg was uns sehr gefallen hat. Danach stand für mich ein Arztbesuch an den ich mein Leben lang nicht mehr vergessen sollte.
Ich musste, wollte ich noch etwas weiter leben, unbedingt abnehmen. Also stellte ich meine Ernährung um und nahm im laufe des Jahres insgesamt 17 kg ab. Ich hatte die Kurve bekommen und eine große Last ist auch von meinen Schultern gefallen.
Ende April ging es dann mit meinem Freund Jürgen ins gelobte Angelland Norwegen. Jürgen und ich haben uns ja erst auf der Fahrt dorthin richtig kennengelernt, und es war Freundschaft auf den ersten Blick. Zwei wunderbare Wochen (trotz einer Woche Dauerregen) konnten wir in Spangereid verbringen.
Danach fing auch schon die Segelsaison an, kranen und das Schiff aus dem Winterschlaf erwecken.
Leider war uns das Wetter in diesem Jahr so gar-nicht gewogen und die Saison viel buchstäblich ins Wasser.
Die Zeit ging dahin und der August kam. Jetzt mussten wir eine schwere Zeit in der Familie durchmachen was uns zwei Aufenthalte in München bescherte. Alles ging gut und so konnten wir München letztendlich in vollen Zügen genießen.
Der Herbst hat nicht nur für die Natur eine schöne Färbung, auch für die Seele was sehr beruhigend sein kann und einen zur Ruhe kommen lässt. Und so war es auch in diesem Jahr wieder, im Oktober fuhren wir in die Weinberge mit ihren wunderbaren Blätterfärbungen. Lange Spaziergänge, wunderbares regionales Essen und nicht zuletzt die exzellenten Weine ließen uns den Urlaub genießen aber auch viel zu schnell vorbeigehen.
Wie viele hier so haben auch wir uns wieder auf die MMAT im November gefreut. Alte und neue Gesichter sehen, auf der Messe Informationen sammeln, einige aber auch die praktischen Dinge die Mann braucht oder eben nur haben will. Schöne Gespräche an unserem Stand und mit den Mädels Eierlikör schleckern. (Auch Männer haben eine weibliche Seite)
Zwei Tage im Hotel mit wunderbaren Menschen die mittlerweile auch zu Freunden geworden sind.
Dann kam der Dezember der uns wieder mit Sorgen begleitete. Aber das wussten wir schon vorher und es ist ja auch alles gut gegangen. Meine Gedanken waren einfach nur bei meiner Familie weswegen ich auch nicht am Weihnachtsrätsel teilgenommen hatte.
Dann die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest, es wurden Geschenke gekauft, und Päckchen gepackt, eine Nordmanntanne besorgt und die Weihnachtsgans fand auch ihr neues Zuhause in unserer Tiefkühltruhe, später auf dem Teller.
Es war seit Jahren das schönste Weihnachtsfest was wir feiern durften. Alle Ängste und Sorgen wurden für ein paar Stunden vergessen.
Nun sitze ich hier und schreibe meinen kleinen persönlichen Jahresrückblick, Bekannte und Freunde die mich lange auf meinem Weg begleitet haben mussten in diesem Jahr einen anderen Weg gehen, einen Weg ohne Sorgen und Stolpersteinen, aber dafür mit sehr viel Liebe gepflastert. Und doch schau ich schon wieder nach vorn, denn das Leben ist so aufregend und spannend, da bleibt keine Zeit um lange zurückzuschauen, was aber nicht heißt das man vergisst oder sich nicht erinnert.
Nehme ich mir etwas für das neue Jahr vor?
Nein, das habe ich noch nie getan.
Wünsche ich mir etwas für das neue Jahr?
Ja natürlich, und das aus tiefster Seele und tiefstem Herzen.
Worüber würde ich mich freuen?
Wenn die Menschheit friedlich miteinander leben könnte.
Wenn ich 2017 wieder nach Norwegen könnte.