ich mag mal auf die letzten drei postings bezug nehmen, da sie in meinen augen eine gefahr bergen.
klar ist es sehr verantwortungsvoll wenn die vermieter bei gefahrenlagen eingreifen.
wenn dieses eingreifen auch oft sehr schwer ist, ich erinner mich an jedes ausgesprochene auslaufverbot , an jedes aufziehen der von nugget geschilderten " zugbrucke " zum anleger noch sehr genau - und nicht, weil es so " schoene verstaendige gespraeche " mit den bootsmietern waren.
aber - bei diesem gedanken, die vermieter muessten mehr, etc. etc - sind wir schon wieder in der verantwortungsdelegierung.
ich finde, der gedanke muss absolut zweitrangig sein, sondern jeder einzelne muss soweit sein, sich seiner eigenen verantwortung zu stellen und aus reinem eigenem antrieb " mal feige zu sein "
wenn ich mir einen audi rs6 kaufe mit fast 500 pferden - kaeme ich nicht auf den gedanken, sollte ich den mit 250 auf der landstrasse um nen baum wickeln, den verkaeufer als verantwortlich fuer mein fahrverhalten zu benennen.
zugegeben - ein etwas stark hinkendender vergleich - aber in seiner ueberzogenen art, zeigt er , was ich meine.
wenn sich am, auf dem wasser " unruhe " zeigt - wenn der allabendliche wetterbericht im norwegischen tv windvorhersagen macht ( und in fast jeder hytta ist neben dem deutschen sat auch allermeistens mindestens nrk 1 emfangbar - umschalten lohnt mal ) die zum nachdenken anregen duerfen - dann ist es eigentlich unnoetig, dass der vermieter noch eingreift, hier muss das verantwortungsbewusstsein des bootsnutzers einsetzen.
noch verrueckter wirds, wenn man den hohen anteil der nun unter w-lan stehenden hyttas oder die steigende anzahl von smart phones bedenkt - ein blick auf yr.no und dann ein klick auf kystvarsel - und in meinen augen sind vermieterwarnungen absolut unnoetig, mal uebertrieben gesagt.
ebenso straeube ich mich ja gegen den " ploetzlichen witterungsumschlag " , der immer wieder beschworen wird.
aus meiner erfahrung - insbesondere mit mir selbst - gibt es diesen nicht, sondern nur die situation, dass auf aufziehende schnelle wetterwechsel nicht entsprechend schnell gehandelt wurde.
wenn ich erste anzeichen sehe, die eine witterungsaenderung ankuendigen ( dazu muss man halt oefters mal schauen ) dann gibts kein zuwarten mehr, sollte ich mich an " exponiertem orten " befinden - da heisst es dann - auf und davon.
lieber fahre ich einmal mehr zurueck , wenn ich ueberaengstlich war, als zu testen - ob ich oder das boot dem gewachsen ist was der herr der winde da schickte.
doch wie oft musste man bei dann bereits einsetztender bewegter see raus und noch die letzten " wagemutigen " vom bach pfeiffen ? ( weils handy unhoerbar verstaut, akku leer , keine auslandsfreischaltung hatte - oder in der hytta lag !! )
jedesmal, wenn man hinterher in " netter runde " an land war und darueber sprach kam immer wieder die antwort - " ja gesehen - aber wir dachten halt.... " falsch gedacht !
und auch in beschreibungen ueber gefahrbergende situationen durch wetter in den foren ergibt sich fast immer dasselbe bild - da war was am horizont, wir dachten dann noch es ginge - aber....
es ist und bleibt also immer wieder - die eigenverantwortlichkeit, dass - bewusste oder unbewusste - ueberschaetzen der eigenen und/oder der faehigkeiten des bootes.
m.E. sind wir da insgesamt auch auf keinem guten weg, seit jahren haben wir - leider und verdammt nochmal - eine stabile zahl an bootsungluecken mit ebenso stabiler zahl an toten.( ich schaetze jedes jahr eine zahl an verunglueckten - und liege selten falsch, was diese unverrueckbare tendenz nur bestaetigt ) nun koennte man sich zuruecklehnen und behaupten - darwinsche prinzip der auslese, die deppen lernen es nur hart - nur irgendwie kommt mir das "sch...." vor ?
ich will auf keinen fall die vermieter aus der verantwortlichkeit entlasten, da gibt es mittlerweile viel zu viele positive beweglichkeit ( nem norweger geht halt schwer in koppe - das ueberhaupt jemand bei gewissen wettern rausfaehrt ) - aber - es gibt eben nicht nur die groesseren anlagen - bei denen es relativ einfach ist, einzugreifen - sondern auch die vielen einsamen hyttas und einzelvermietungen - bei denen ein eingreifen fast unmoeglich ist.
ergo kann die verantwortlichkeit des vermieters - bei witterungsgefahreneinschaetzung - nur bahnsteig 2 sein, wir muessen ein gefahrenbewusstein des bootsnutzers potenzieren.
und da koennen wir doch gerade hier ne lanze brechen - neben tipps, hinweisen, fanglisten , gps punkten etc. sind doch die foren scheinbar ein grosser hort der wissensbeschaffung geworden.
irgendwie peinlich - mir selber - dass nach dem unglueck vor mandal - ich diesen uralt thread auf seite 7 des unterforums fand - weil ich wusste , es gibt ihn.
es ist nun mal so - in internetforen wird neben der suche nach dem, was man will - nur aktuelles gelesen.
wir haben 56 danke unter der sachverhaltsschilderung der mandaler tragoedie , wenn jeder davon einmal in einer woche einen entsprechenden sicherheitsthread kurz hochholt ergibt sich - das die nie verschwinden wuerden......oder ?
eventuell besser als seitenlange " mein beileid " postings