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  1. Norwegen Angelfreunde, Freunde geben Auskunft
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Die norwegische Gelassenheit

  • alfnie
  • 3. Juli 2014 um 18:59

Angelmesse Hamburg

  • SeelachsBenno
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    • 5. Juli 2014 um 16:26
    • #11

    Wenn ich nicht kapiert hätte worum´s da geht, wäre ich wohl auch vor Lachen zusammengebrochen !

    Wenn man´s aber versteht, muß man dem Kerl allerdings uneingeschränkt recht geben !
    Über die Art und Weise wie´s er rüberbringt, kann man geteilter Meinung sein.

    Mit Gelassenheit Menschenleben in Gefahr zu bringen, halte ich für äußerst bedenklich !!

    Gruß SeelachsBenno :nosk:

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  • norge99
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    • 5. Juli 2014 um 16:37
    • #12

    So sieht das aus Benno ,da gebe ich Dir voll Recht.

    Mein Freund und Gastgeber in Norwegen ist selbständiger Bauunternehmer ,
    und der kann Lieder von dieser Norwegischen Gelassenheit singen .

    ein schönes WE Allen

    Herbert


  • Bogenmass
    am 31.05.2020 verstorben
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    • 5. Juli 2014 um 21:15
    • #13

    Tut mir leid, aber ich kann da immer noch nicht drüber lachen.....................

    Jürgen

  • django
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    • 5. Juli 2014 um 21:44
    • #14
    Zitat von Bogenmass

    Tut mir leid, aber ich kann da immer noch nicht drüber lachen.....................

    Jürgen

    Darüber kann man auch nicht lachen.
    mfG Django

  • MeFo-Schreck
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    • 6. Juli 2014 um 09:02
    • #15

    Wie schon gesagt, bei sicherheitsrelevanten Details wie in diesem Fall dürfen keine Kompromisse gemacht werden und die heftige Reaktion des Kranführers war dann wohl eine Kombination aus „sowieso-mal-einen-schlechten-Tag-mit kurzer-Zündschnur-haben“ (das kennt wohl jeder) und dem Tropfen der dann das Fass zum Überlaufen brachte.
    Wenn verschiedene (Arbeits-)Kulturen aufeinanderprallen, sprühen eben auch mal die Funken, die in diesem Fall zu der heftigen „Explosion“ :bad: führten. Und abgesehen davon, dass er in der Sache prinzipiell Recht hatte, konnte auch ich mich angesichts dieser Schimpftirade eines sehr breiten Grinsens nicht erwehren #zwinker2* als er da das HB-Männchen imitierte. Ein bisschen norwegische Gelassenheit stände uns Deutschen vielleicht manchmal ganz gut zu Gesicht. :wave:

    Zu dem Thema der norwegischen Gelassenheit gerade im handwerklich, baulichen Bereich fällt mir dann wieder eine Gegebenheit aus meinem ersten Norge-Trip Anfang Juni 1999 ein. Ich weiß nicht, ob die gleich geschilderte Begebenheit typisch für Norge ist aber bei unserer Truppe sorgte dies damals für viel, viel Erheiterung. :biglaugh:
    Tatort: Camp in Kvenvaer auf Hitra, unsere Truppe von über 20 Mann hatte unter anderem ein Haus mit 2 Wohnungen übereinander direkt am Wasser mit einer schönen Terrasse im EG, unser Bootssteg war rechts von unserem Haus.
    Links vom Haus sollte wohl ein weiterer schwimmender Bootssteg hin. Als wir ankamen schwamm schon die komplette Grundkonstruktion auf Pontons/Tonnen mit starken Holzrahmen oben drauf und sie war offensichtlich auch schon fachgerecht an Ort und Stelle „verankert“ worden denn sie hob und senkte sich zwar mit den Gezeiten aber bewegte sich seitlich nicht ein bisschen. So weit so gut, alles sah prima ausgeführt und vorbereitet aus :baby:. Auch lange imprägnierte Bretter aus denen die Querlatten/Planken für die „Gangway“ auf dem Steg gesägt werde konnten, lagen schon bereit. Der Steg war rund 15-18 m lang und die Breite des Holzrahmens war genau 1,50 m (wie wir später selber mal nachmaßen), die langen Bretter neben dem Steg waren rund 4 m lang ,20 cm breit und 2,5 cm stark.

    Jaaa, jetzt höre ich in unseren effizienten deutschen Gehirnen den Taschenrechner schon „rattern“.:)
    Aus jedem langen Brett bekomme ich per Standkreissäge 2 Planken à 175 cm damit man rechts und links vom Rahmen noch einen kleinen Überstand hat, ich lege die Planken mittig auf die Rahmenkonstruktion rechts und links je 2 Nägel/Schrauben durchs Brett in die Rahmenkonstruktion, jeweils mit einem Abstand von 1 cm „Luft“ zwischen den Planken, also stelle ich mit dem zwei 175er Brettern rund 42 cm Steg fertig. Also brauche ich bei rund 15 m Steglänge ca. 72 solcher 175er Bretter und 4 x 72 = 288 Nägel/Schrauben. Ich lege ein Stromkabel bis zum Anfang des Stegs neben den Bretterstapel um eine Standkreissäge zu betreiben dann ist das für 2 Mann eine Sache für max. einen Tag. Man sägt erst die 72 Stück 175er Bretter aus 36 4-Meter-Brettern, legt sie an den Steg und nimmt den Hammer zur Hand, um sich Planke für Planke nach vorne zu arbeiten. So weit das deutsche Hirn… es kam anders. :biglaugh:
    Unser erster kompletter Tag vor Ort war ein Samstag. Also wunderten wir uns nicht, dass dann am Wochenende am Steg nichts passierte.
    Am Montag saßen wir bei schönstem Wetter auf der Terrasse und begannen gegen 9:30 Uhr gemütlich zu frühstücken. Wir wollten erst spät mittags zur auflaufenden Flut raus. Am neuen Bootssteg zu dem Zeitpunkt kein Mensch.
    Gegen 10 Uhr kam ein Norweger in Handwerker-Montur (gut bestückter Werkzeuggürtel) herangeschlendert, wünscht uns auf der Terrasse einen freundlichen „Guten Morgen“ :nosk: und schaut sich das Ganze eine Zigarettenlänge mal an. Ok, die „Problemstellung“ scheint klar. Er fängt an, an seinem Werkzeuggürtel herumzunesteln und stellt wohl fest, den Zollstock vergessen zu haben :ZUNGERAUS:. Gut, kann passieren. Er verschwindet und kommt nach rund 15 min wieder. Er legt den Zollstock auf den Holzrahmen und misst die Breite von 1,50 m genau und gründlich ab. Nun schultert er eins von den langen Brettern und trottet los und verschwindet damit rd. 50 m entfernt um eine Ecke aus unserem Sichtbereich. 5 min später hören wir eine Kreissäge 1x kurz aufheulen. Weitere 5 min später kommt er wieder um die bewusste Ecke, auf der einen Schulter eine passende Planke von 1,75 m und den längeren Rest des 4-Meter-Brettes (also rund 2,25 m) auf der anderen Schulter. In unseren Gesichtern erschien das erste große Fragezeichen???:) : Warum schneidet der nicht gleich 2 Planken aus dem langen Brett? Ein kleineres Fragezeichen hatten wir schon vorher schon aufgrund der Tatsache, dass er die Säge nicht gleich unten am Steg aufgebaut hat, auf den Gesichtern gehabt. Stromanschluss für ein Verlängerungskabel wäre vorhanden gewesen.
    Er wirft die beiden Bretter auf den Boden, nimmt die zugeschnittene Planke und legt sie akkurat mittig auf den Holzunterbau des Steges. Er zückt den Hammer aus dem Werkzeuggürtel und…sucht die Nägel *rolleyes*. Verdammt, die sind nicht im Gürtel. Wir versuchen unauffällig immer wieder in seine Richtung zu schauen und machen extra langsam beim Frühstück :gutenmorgen:, um die Show zu verfolgen. Die Nägel sind tatsächlich nicht im Gürtel und er muss los, um Nägel zu besorgen. Er verschwindet für rund 5 min und kommt mit genau 4 langen Nägeln wieder zurück :biglaugh:, legt sie neben sich an den Steg. Er schaut auf die Uhr, inzwischen ist es 11 Uhr, Zeit für ein zweites Frühstück. Er verschwindet und taucht nach weiteren 5 min mit einer Thermoskanne und einer Papiertüte mit Brotstullen wieder auf, setzt sich auf einen Stein am Ufer und macht seine Brotzeit und genießt das Wetter. Inzwischen konnten wir einfach beim besten Willen nicht weiter vortäuschen, zu frühstücken :cool:, also fingen wir am Tisch auf der Terrasse an, unser Gerät aufzubauen, Haken zu schärfen, Vorfächer zu bauen etc., so dass wir den Fortgang der Aktion verfolgen konnten. Nach Stullen, 2 Tassen Kaffee und einer Zigarette war eine weitere halbe Stunde rum. Er steht auf, verschwindet mit der Thermoskanne und kommt nach weiteren 5 min wieder. Nun nimmt er wieder den Hammer in die Hand, schaut kurz um sich…ach ja, da liegen die 4 Nägel #zwinker2*. Er rückt die Planke noch mal zurecht und führt Nagel No 1, No 2 und No 3 zügig ihrer Bestimmung zu, d.h. er klopft sie durch die Planke in die Sparren des Holzrahmens darunter. Nun kommt Nagel No 4 dran. Einmal nicht gerade getroffen, der Nagel ist krumm…verdammt *eek*. In diesem Moment musste ich erstmals den Kopf wenden und mir auf die Lippen beißen, um nicht aufzufallen :lacher:. Ok, er greift nach der Zange im Gürtel und zieht den Nagel wieder heraus und schaut sich die Bescherung an und versucht kurz, ihn mit dem Hammer wieder so zu richten, dass er brauchbar wäre. Ach ja, die Zange bleibt dabei vorne auf der ersten Planke liegen. Nee, das stellt ihn doch nicht zufrieden, er steht also auf und läuft wieder los, denn er hatte ja nur 4 Nägel mitgebracht. Nach 5 min kommt er tatsächlich mit genau 1 Nagel wieder *rolleyes* und führt auch ihn seiner Bestimmung zu. Innerlich klatschen wir Applaus :klatsch:, der Anfang ist gemacht!! Die einzelnen Arbeitsabläufe sind nun klar, jetzt kann es losgehen. Er schaut sein Werk wohlgefällig an und raucht wieder ´ne Zigarette. Nochmal misst er die Breite mit dem Zollstock ab obwohl die Sparren des Rahmens absolut parallel sind und somit sich der Abstand nicht ändern sollte *rolleyes*. Nun schnappt er wieder ein langes 4-M-Brett und legt es auf die Schulter. Da sieht er das 2,25m lange Reststück vom letzten Mal, wirft das lange Brett wieder auf den Boden, nimmt dieses Reststück und verschwindet hinter der schon genannten Ecke. Der Ablauf von vorhin wiederholt sich, nach 5 min hören wir eine Säge und 5 min später kommt er mit einer 1,75 m langen Planke wieder, das kurze Reststück von rund 50 cm hatte er wohl an der Säge liegen gelassen. Er will die neue Planke passend hinter die erste legen. Dabei passiert es…mit der zweiten Planke stößt er versehentlich an die vorher liegen gelassene Zange (ihr erinnert Euch?), es macht „Plumps“ und sie landet im Wasser. :lacher::lacher:
    In diesem Moment verliere ich erstmals meine Contenance und muss, einen Hustenanfall vortäuschend, ins Haus rennen um meinen Lach-Flash gekonnt zu verbergen, ich wollte ihn ja auch nicht ärgern/verletzen :Ablach:. Den anderen aus meiner Truppe geht es teils nicht anders und rennen rein, 3 von uns sitzen mit verkrampften, zuckenden Mienen weiter am Tisch und schärfen ihre Haken richtig, richtig, richtig scharf…
    Nun steht er kurz da und schaut der Zange hinterher *eek*. An der Stelle ist das Wasser nicht tief, jetzt bei Ebbe nur rund 1 m, die Zange ist deutlich im klaren Wasser zu sehen. Er versucht sie mit dem Arm zu erreichen und merkt schnell, dass das nicht reicht. Mit einem leichten Kopfschütteln verschwindet er für weitere 10 min. Wir fangen inzwischen an, unser Tackle und ein wenig Proviant in unsere Boote am Steg nebenan zu laden. Als er wiederkommt hat er so ein Teil mit Greifzange am Ende in der Hand, mit denen man im Stehen Papier und sonstigen Unrat vom Boden aufklauben kann. Damit schafft er es tatsächlich in 5 min die Zange aus dem Wasser zu fischen und wieder sicher in seinem Gürtel unterzubringen. Nun fällt ihm auf, dass er für die 2. Planke auch wieder Nägel braucht. Er verschwindet und bei uns werden die ersten Wetten abgeschlossen *rolleyes*, ob er wieder nur mit 4 Nägeln kommt oder dieses Mal gleich mit einer ganzen Schachtel. Tatsächlich kommt er nach 10 min wieder und hat tatsächlich die Schachtel dabei. Hurra, :klatsch: ich gehöre zu den Gewinnern der Wette! Er stellt die Schachtel auf den Boden, schnappt 4 Nägel daraus und nagelt die 2. Planke unfallfrei und gekonnt auf dem Rahmen und schaut dann wieder wohlgefällig auf sein Werk bei einer weiteren Zigarette. Er mißt nochmal die Breite des Rahmens, schnappt sich eine neue 4-M-Planke und verschwindet hinter der nun schon wohlbekannten Ecke. Die nächsten Wetten werden abgeschlossen. Wir hören nach 5 min die Säge anlaufen und …wir hören 2 Schnitte kurz hintereinander…und er kommt mit 2 zugeschnittenen Planken auf der Schulter zurück. Jawoll, jetzt kommt er wohl in einen Arbeitsrausch und kommt so richtig ins Rollen, ich gehöre wieder zur Gewinnerseite der Wett-Begeisterten :baby:.
    Er wirft die beiden Planken auf den Boden. Dummerweise fällt eine davon so unglücklich, dass sie die Schachtel mit den Nägeln trifft und sich einige Dutzend Nägel auf mehreren Quadratmetern Boden verteilen :lacher::lacher::lacher:. Dieses Mal ist es mit meiner Beherrschung endgültig vorbei und ich pruste los (und nicht nur ich), um mich gleich danach bei ihm auf Englisch zu entschuldigen. Statt sauer auf meinen/unseren Heiterkeitsausbruch zu reagieren, lacht er uns auch freundlich an (norwegische Gelassenheit eben!) und fängt mit der Bemerkung „It’s not my day!“ an, die Nägel auf dem Boden zusammenzusuchen . Vorteil Norwegen!! :baby:xx#,:baby:
    Er ist noch nicht ganz fertig, da kommt ein weiterer Norweger in Handwerker-Kluft. Die beiden fangen an zu sprechen und Mann No 2 schaut sich die bisherige Arbeit an und sie diskutieren und gestikulieren rd. 30 min miteinander:1poke:. Am Ende des Gespräches winkt Mann No 2 dem ersten, ihm zu folgen, es scheint wohl nun Zeit für die Mittagspause, immerhin ist es inzwischen 13 Uhr. Innerhalb der nächsten 20 min kommt er zumindest nicht wieder und wir brechen nun zum Fischen auf. Da es nun so scheint, dass sie zu zweit sind glauben wir, dass es nun schneller voran gehen wird. Als wir nach erfolgreicher Ausfahrt gegen 19 Uhr zurückkommen, ist niemand mehr am Steg. Aber immerhin sind die 2 weiteren Planken, die vorher noch lose herumlagen, erfolgreich festgenagelt :baby:. 4 Planken am Tag, also immerhin nicht ganz ein knapper Meter des Stegs ist geschafft… kein schlechter Schnitt! Auch die Nägel sind wohl weggepackt worden, sie sind nicht mehr da.
    Am nächsten Morgen (Dienstag) wiederholt sich das Schauspiel in leicht abgewandelter Form, wieder ist nur Mann No1 da und dieses Mal schafft er immerhin schon 3 Planken bis wieder Mann No 2 (sein Chef?) auftaucht und ihm zum Mittag holt. Dieses Arbeitstempo konnte er nur vorlegen, da dieses Mal weder die Zange ins Wasser fiel noch die Nägel umkippten. Nur dass er sich ohne Arbeitshandschuhe einen Splitter von einem Brett einzog, hinderte ihn kurzzeitig an seinem Arbeitsrausch. Wir halfen gerne mit einer Pinzette und einem Pflaster aus :ZUNGERAUS:. Das Vorgehen, jedes Mal die Breite des Steges zu messen bevor er mit einem Brett zum zuschneiden verschwand, behielt er konsequent bei. Als wir dann wieder zum Fischen aufbrachen, wurden wieder Wetten abgeschlossen, wie viele Planken er noch schaffen würde. Tatsächlich konnte er sein erhöhtes Tempo sogar noch mal steigern, abends (wieder gegen 19 Uhr) waren weitere 4 Planken an ihrem Platz :baby:.
    An diesem Abend überlegten wir kurz, mit 5-6 Mann selber loszulegen, die Kreissäge zu „kapern“ (inzwischen hatten wir ihren Standort um die besagte Ecke herum ausgemacht), die Bretter zuzusägen und dann den Steg in einem kurzen deutschen Gewaltakt fertigzustellen. Nur um am nächsten Morgen dann sein Gesicht zu sehen wenn er plötzlich wie von Geisterhand einen fertigen Steg vor sich hätte *eek**eek**eek*. Das Vorhaben wurde dann nicht ausgeführt weil wir damit rechneten dass uns die Show noch weitere Tage unterhalten könnte…und auch weil wir um die Uhrzeit keine Nägel mehr auftreiben konnten. #zwinker2*
    Am nächsten Morgen (Mittwoch) mussten wir etwas länger warten, gegen 10:30 Uhr kam er in Begleitung eines weiteren Handwerkers, es wurde 10 min gesprochen und herumgedeutet. Dann verschwanden die beiden wieder. Nach 30 min hörten wir ein Motorengeräusch und der zweite Mann saß in einem Gabelstapler und hatte die große Standkreissäge (die von „hinter der Ecke“) auf der Gabel und stellte sie, angeleitet vom Hauptdarsteller, am „Tatort“ ab :baby:. Er bedankte sich beim Staplerfahrer, der danach wieder verschwand. Nun verschwand unser Handwerker kurz und kehrte mit einem 25-m-Stromkabel zurück. Er hatte wohl den Geistesblitz gehabt, dass er sich damit die Lauferei um die Ecke ersparen und so sein mörderisches Arbeitstempo noch mal erhöhen könnte. Und tatsächlich, innerhalb der Zeit vor der Mittagspause schaffte er trotz verspätetem Beginn und der Zeit, die fürs Aufstellen und Anschließen der Säge gebaucht worden war, 4 weitere Planken auf den Steg zu nageln:klatsch:. Gegen Mittag fuhren wir wieder los und es gab genug Optimisten unter uns, die ihm nun zutrauten, an diesem Tag insgesamt auf eine 2-Stellige Anzahl von Planken zu kommen. Weit gefehlt, als wir abends vom Fischen wieder zurückkamen, lag/stand alles noch so da wie zum Mittag, es war bei 4 Planken geblieben :(. Anderer Auftrag vom Chef/Entkräftung aufgrund des Arbeitstempos :confused:? Wilde Spekulationen schossen bei uns ins Kraut, es konnte von unserer Seite nie geklärt werden, was an diesem Nachmittag geschah.
    Am nächsten Morgen (Donnertag) taucht er schon um 9:30 Uhr fröhlich pfeifend auf :), trotz nun leicht startendem Regen. In der Nacht schien ihm eine weitere Erleuchtung gekommen zu sein. Denn anstatt immer abwechselnd zu messen, dann zu sägen und diese Planken dann draufzunageln begann er nach nur einer Breiten-Messung des Stegs (Wow, jetzt traut er sich was! :baby:) mehrere Bretter hintereinander in die passende Plankenlänge zu kürzen. Beim 5. Brett, also Planke No 9 und 10 verweigerte urplötzlich die Säge ihren Dienst ???:). Das Brett, halb durchgesägt klemmt auf dem Tisch am Sägeblatt fest. Erstauntes Gesicht *eek*, ungläubiges mehrfaches Drücken des Schalters, die Säge streikt weiter…. Hmm, erst mal ´ne Kippe! Dann folgt er dem Kabel und wir sehen schon die Bescherung. Der Stecker der Säge in der Steckdose des Kabels liegt in einer Vertiefung des Bodens, in der sich durch den erwähnten Regen eine kleine Pfütze gebildet hatte, ein Kurzschluss hatte wohl die Sicherung rausfliegen lassen. Er stöpselt den Stecker aus, rollt das Kabel zusammen während er bis zu dem Stromanschluss außen an dem Haus kommt. Er stöpselt dort aus und verschwindet in dem Haus. Kurz danach erscheint er wieder mit einem dickeren Kabel wieder, dass eine wasserdichte Gummimanschette am Ende besitzt :baby:. Innen hat er wohl auch die Sicherung wieder reingedrückt. Er stöpselt am Haus ein, zieht das Kabel bis zum kurzen Kabel der Säge und stöpselt in die wasserdichte Manschette ein. Ein Fehler…denn er hatte nicht mehr kontrolliert auf welcher Stellung der An/Aus-Schalter der Säge stand, nachdem er ihn nach dem unverhofften Ausfall mehrfach gedrückt hatte. Die Säge läuft unkontrolliert an und das festgeklemmte und führerlose Brett wird weiter gesägt und Planke No 9 fliegt, vom Sägeblatt beschleunigt, in hohem Bogen ins Wasser, weit genug dass man nicht direkt rankommen konnte. Zum Glück stand nichts und niemand in der „Schussbahn“. Und wir hatten die nächsten Lacher zu verbeißen ->.., auch wenn sie von innen (zum Outdoor-Frühstück war‘s zu nass) durch die Fenster wohl zumindest gedämpft gewesen wären. Er stellt die Säge aus und raucht auf den Schreck erst mal eine Kippe und starrt auf die schwimmende Planke. Der Wind ist ihm wohlgesonnen und drückt die Planke in seine Richtung, am Ende der Kippe kann er sie greifen und an Land ziehen. Jetzt scheint er der Säge erst mal nicht mehr zu trauen, er beginnt die bisher gesägten Planken festzunageln. Als er bei der dritten ist kommt mal wieder sein Chef und sammelt ihn zu einer frühen Mittagspause (es ist 12 Uhr) ein :bier:. Dem intensiven Gespräch und den Gesten nach erzählt er ihm wohl was passiert ist. Die Nachmittags-Show :cool: verpassen wir wieder, da wir wieder zum Fischen aufbrachen. Die Säge scheint er an diesem Tag nicht mehr angestellt zu haben aber immerhin hatte er die 10 morgens geschnittenen Planken komplett festgenagelt :baby:.
    Am nächsten Tag (Freitag) kam er ohne Slapstick-Einlage aus, zumindest so lange wir vor Ort waren und konnte mit insgesamt 12 Planken überzeugen. Nach einer Arbeitswoche hatte er also 37 Planken und rund die Hälfte des Steges geschafft :baby:
    Dann kam das Wochenende und am Montag drauf war „Schweinewetter“ an dem wohl niemand in den Sturm zum Arbeiten rausgeschickt wurde.
    Am Dienstag konnte er den 12-Planken-am-Tag-Rhythmus halten, das Ergebnis des Mittwochs konnten wir nicht mehr checken, da wir leider abreisen mussten.

    Ich hoffe, es nimmt mir hier kein Norweger übel wenn ich diese Story hier zum Besten gebe. Ich gelobe feierlich, dass ich nicht im Sinn habe, dieses für uns teils sehr lustige Erlebnis zu verallgemeinern und norwegische Handwerker zu verunglimpfen
    aber es hat sich eben fest in meine Erinnerung als Assoziation zu norwegischen Handwerkern eingebrannt.

    Gruß
    Axel/MeFo-Schreck

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  • Jürgen Chosz
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    • 6. Juli 2014 um 09:29
    • #16

    :lacher::baby::lacher:

    Wenn es interessiert

    Plattfischangeln in Norwegen

    Norwegen ist viel mehr als nur Fische fangen.....

    Norwegen ist meine zweite Heimat:wave:

  • Willimann
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    • 6. Juli 2014 um 09:46
    • #17

    Das war bestimmt ein vom norwegischen Kultusministerium engagierter Schauspieler der Euch bei mangelnden Fängen bei Laune halten sollte.

    Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens.

    Gruß, Willi :wave:

  • django
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    • 6. Juli 2014 um 09:48
    • #18

    Schöne Story:lacher:.
    mfG Django

  • MeFo-Schreck
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    • 6. Juli 2014 um 09:57
    • #19
    Zitat von Willimann

    Das war bestimmt ein vom norwegischen Kultusministerium engagierter Schauspieler der Euch bei mangelnden Fängen bei Laune halten sollte.


    Wenn dies so war, dann hätte er einen "Oscar" verdient gehabt, alles wirkte sehr natürlich :lacher:

    P.S. ...und über mangelnde Fänge konnten wir uns auch nicht beschweren
    .

    Gruß
    Axel/MeFo-Schreck

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  • alfnie
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    • 7. Juli 2014 um 06:44
    • #20

    Zitat Mefo-Schreck
    ...
    es hat sich eben fest in meine Erinnerung als Assoziation zu norwegischen Handwerkern eingebrannt

    Ich habe auch einen ganzen Sack voll vielleicht nicht so extremer, aber zumindest sehr ähnlicher Erinnerungen.
    Aus meiner Sicht gesehen ist der durchschnittliche Nord-Norweger mindestens dreimal toleranter, wie das
    Süd-Norwegische Gegenstück, besonders in Insel-Gebieten. Dafür sorgt die Natur. Wenn ich so höre, was in manchen
    deutschen Firmen alles so als normal gilt ... da würden ZB Nord-Norweger gleich die Leute mit den weissen Kitteln alarmieren

    Eingeheirateter Lofoter seit 1994

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