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Havøysund 2026 – Zu viert über Helsinki auf Nordkurs!

  • Angelandi
  • 6. September 2026 um 18:16

Der Hamburger Stammtisch ist geplant am 14.11.2025 oder 21.11 2026

Bitte mit abstimmen, wer noch dazu kommen möchte.

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    • 26. September 2026 um 07:05
    • #41

    Haben in Jyväskylä Hotel Alba übernachten. Pünktlich zum Lichtfest.

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    • 27. September 2026 um 06:59
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    Nach der Abfahrt mit Sturm jetzt die liebe Sonne bei glatter See.

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    • 28. September 2026 um 09:12
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    Hi,

    zu Hause gut angekommen. Vor der Haustür um 0.15 Uhr. Jetzt erstmal auspacken und aufarbeiten.


    Gruß

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  • Angelandi
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    • 1. Oktober 2026 um 18:29
    • #44

    Live-Update war gestern: Der große Abschlussbericht aus Havøysund – Vom Lichterfest bis zum 55kg-Traumfisch!

    Hallo Naffen-Gemeinde,
    nachdem wir wieder gesund, munter und tiefenentspannt zu Hause gelandet sind, möchte ich euch den versprochenen, ausführlichen Reisebericht nicht schuldig bleiben. Es war eine Tour der Superlative – landschaftlich, fahrerisch und vor allem fischereilich!
    Die entspannte Anreise über den Polarkreis
    Unsere Reise begann auf der Finnlines-Fähre von Travemünde nach Helsinki. Ich muss sagen: Die Überfahrt ist wirklich klasse. Die Zeit vergeht wie im Flug, was nicht zuletzt daran liegt, dass man gefühlt ständig mit hervorragendem Essen versorgt wird.
    In Helsinki angekommen, rollten die Räder Richtung Norden. Die erste Etappe führte uns bis nach Oulu zur Zwischenübernachtung. Am nächsten Morgen ging es schön ausgeruht weiter nach Inari in Finnland (ca. 5 Stunden vor Havøysund). In Inari kamen wir an einem Souvenirgeschäft vorbei – und was soll ich sagen? Als Angler und Messer-Fan konnte ich einfach nicht widerstehen und musste mir ein wunderschönes, traditionelles finnisches Messer zulegen.
    Am Montag, den 14.09., war es dann endlich so weit: Pünktlich zwischen 13:00 und 14:00 Uhr fuhren wir am Havøysund bei Töpfer Sjöhús auf den Hof. Die Vorfreude war riesig!
    Die ersten Angeltage: Große Köhler & Dorsche und volle Kisten*

    • Dienstag (15.09.): Wir ließen es gemütlich angehen. Langsame Fahrt Richtung Offshore zum Antesten. Der Einstand war maßgeschneidert: Es kamen direkt ein paar wirklich sehr gute Dorsche an die Oberfläche.
    • Mittwoch (16.09.): Ausfalltag. Das Wetter spielte absolut nicht mit, sodass Sicherheit vorging und das Boot im Hafen blieb.
    • Donnerstag (17.09.): Neuer Versuch, diesmal ging es Richtung Akkarfjordskallen und noch ein Stück weiter raus aufs offene Meer. Was dann passierte, war der Wahnsinn: Nach kurzer Zeit stiegen richtig fette Köhler ein. Die absoluten Endgegner hatten Längen von 1,20 Metern und wogen stramme 10 kg bis 13,5 kg! Da unsere Filet-Kisten danach ruckzuck voll waren und das Wetter erneut umschlug, machten wir uns zügig auf den Rückweg in den sicheren Hafen.
    • Freitag (18.09.): Wie im Forum schon angekündigt, unser wohlverdienter Erholungstag zum Kräfte sammeln.
    • Samstag (19.09.): Wieder raus aufs Wasser und erneut mit vollem Erfolg! Gute Dorsche und starke Köhler bereicherten unsere Ausbeute. Einziger Wermutstropfen bis dahin: Der Zielfisch Nummer 1 – der Heilbutt – fehlte noch komplett. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir unser mitzunehmendes Fischkontingent aber bereits komplett erreicht: ca. 45 kg feinstes Filet waren fertig verpackt in zwei Kühlschränken untergebracht.
    • Sonntag, der 20.09. – Der Tag des Traumfisches

    Der Sonntag begrüßte uns mit Sonne pur. Wir fuhren zuerst Richtung Jernsteinskallen, machten ein paar kurze Stopps, verbuchten aber nichts Besonderes. Unser Fokus lag ganz klar auf Heilbutt, also wechselten wir den Platz und fuhren Richtung Sandholmen.
    Auf Gummi ging zunächst absolut gar nichts. Also sagte ich zu meiner Frau: "Bitte fange mir mal einen Köderfisch." Gesagt, getan! Kurze Zeit später hatte sie mir einen perfekten Köhler von ca. 40 cm organisiert. Ich machte meine Montage mit einem kräftigen Circle Hook startklar, ließ den Köhler runter auf den Grund, kurbelte exakt acht Umdrehungen nach oben und stellte die Rute in den Rutenhalter.
    Es dauerte vielleicht 10 Minuten, da verneigte sich die Rute plötzlich vehement!
    Ich wurde schlagartig extrem nervös, nahm die Rute aus dem Halter und spürte das massive Gewicht. Mein Puls war gefühlt auf 180. Ist das vielleicht mein absoluter Traumfisch? Ich dachte mir: Ruhig bleiben! Eine "Zigarettenlänge" abwarten wie beim Zanderangeln, schließlich war das ein großer Köderfisch.
    Und dann ging die Post ab! Der Kampf begann. Ich erhöhte den Druck auf der Bremse, die Rute war bis ins Handteil kreisrund und die Rolle arbeitete absolut fehlerfrei. An Bord herrschte sofort Alarmstufe Rot: Alle legten ihre Ruten zur Seite und warteten auf meine Ansagen. Da ich im Heck angelte und dort zu wenig Platz war, räumten die anderen den Bug komplett frei, sodass ich mich vor den Fahrstand stellen konnte. Meine Frau holte sofort das Flying Gaff sowie die Schwanzschlinge und fieberte in der ersten Reihe mit.
    Nachdem ich die erste brutale Flucht gestoppt hatte, pumpte ich den Fisch langsam nach oben. Die Crew wollte ihn schon beim ersten Auftauchen direkt sichern, aber ich bremste die Euphorie: "Alle ganz ruhig bleiben, der Butt haut garantiert noch ein paar Mal ab!" Und genau so war es auch. Mittlerweile drückte die Sonne so stark, dass ich trotz komplett geöffneter Reißverschlüsse im Floater klatschnass geschwitzt war.
    Nach zähen 20 Minuten lag der Flachmann endlich an der Oberfläche. Das Gaffen lief wie am Schnürchen: Ich drückte meiner Frau im entscheidenden Moment die Rute in die Hand und setzte das Gaff komplett alleine und sicher an. Da lag er nun im Boot – ein absoluter Traum!
    Eine Geste, die hängen bleibt
    Nach einer halben Stunde reiner Erholungsphase, in der wir den Fisch einfach nur glücklich anstarrten, beschlossen wir, das Angeln für diesen Tag zu beenden. Auf dem Rückweg nach Havøysund fuhren wir an einem Boot mit einem schwedischen Angler und seinem ca. 11-jährigen Sohn vorbei. Die beiden versuchten seit drei Tagen ihr Glück, hatten aber noch keinen einzigen Fisch fangen können.

    Ich dachte mir: Wir haben unsere Kisten randvoll mit Filet, warum nicht anderen eine Freude machen? Meine Frau rief rüber, ob sie einen Heilbutt haben wollten. Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: "JA!" Sie wollten, dass wir direkt längsseits kommen, aber das war uns bei den Bootsbewegungen zu gefährlich. Der kleine Sohn kletterte vor lauter Aufregung schon in den Bug ihres Bootes – er hatte noch nie im Leben so einen riesigen Fisch gesehen! Wir verabredeten uns also in 30 Minuten direkt am Bootsliegeplatz.

    Dort angekommen war die Freude riesig. Der Vater strahlte übers ganze Gesicht, bedankte sich überschwänglich ("Da wird sich meine Frau zu Hause freuen!") und fing direkt an, den Butt fachgerecht zu zerlegen. Vorher wurde das Monster natürlich noch offiziell vermessen: 1,52 Meter Länge und ein Gewicht von ca. 55 kg! Das Gewicht ist geschätzt, da unsere Waage nur bis 50 kg ausgelegt war und kapitulierend auf Block ging. Was für ein Fisch!
    Die entspannte Heimreise mit Lichterfest
    Der Montag gehörte dem gemütlichen Abrüsten des Bootes. Da wir beschlossen hatten, die Rückreise einen Tag früher anzutreten, um mehr Puffer und Ruhe zu haben, fuhren wir am Dienstag zunächst bis nach Alta.
    Der weitere Rückweg verlief wie am Schnürchen: Am 23.09. ging es von Alta zurück nach Inari zur Übernachtung. Am Donnerstag fuhren wir weiter über Rovaniemi bis nach Jyväskylä. Alles lief perfekt nach Zeitplan, sodass wir vollkommen entspannt und ausgeruht an der Fähre in Helsinki ankamen. Als genialen Abschluss durften wir in Jyväskylä sogar noch das dortige Lichterfest miterleben – ein wirklich wunderschöner visueller Ausklang für eine ohnehin perfekte Reise.
    Fazit: Havøysund hat uns mal wieder gezeigt, was für ein Weltklasse-Revier es ist. Die Kombination aus der Fahrt durch das malerische Finnland und diesem Traum-Heilbutt wird uns noch sehr lange in Erinnerung bleiben.
    Danke fürs Daumendrücken und die Tipps im Vorfeld! Wenn ihr Fragen zur Route oder dem Setup habt, haut einfach in die Tasten.

    Beste Grüße und stramme Leinen für alle!

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    • 1. Oktober 2026 um 19:05
    • #46

    Vielen Dank auch hier noch einmal für den detaillierten Bericht und die schönen Fotos 👍🏻

    Die Kunst zu leben besteht darin, zu lernen im Regen zu tanzen, anstatt auf die Sonne zu warten.

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