Ostsee in der Krise: Strenge Regeln sollen Fischbestände retten
Ostsee am Limit! Warum Hering und Dorsch kaum noch Erholung zeigen und Fischern 2027 harte Fangverbote drohen.
www.moin.de
Ich wohne und angel direkt bei Kiel. Vor 3 Jahren habe ich mein Boot schweren Herzens verkauft, weil die Angelei sehr schlecht ist und ich die Ostsee nicht auch noch schädigen will. Ok, ihr könnt jetzt lächeln, aber von JEDEM Berufsfischer erwarte ich, dass er seine Fänge so ausrichtet, dass die Bestände nicht reduziert werden. Und genau das ist in den letzten Jahren nicht passiert. Die haben sich selbst ihr Grab geschaufelt bei jeder Reduktion der Quote und jammern nun rum. Ja, es ist schwer für einen Berufsfischer seinen Verdienst zu halten. Aber dann muss er eben - wie jeder andere Betrieb auch, dessen angelieferte Ware seltener wird, sich umorientieren. Sich einen anderen Job suchen oder sich mit seinem Boot anderweitig sein Geld verdienen. Genau deshelb finde ich die rigorosen Fangverbote richtig. Sonst können wir unseren Kindern Dorsche und Heringe bald nur noch im Fotoalbum zeigen.
Dass ausgerechnet die Berufsfischer – diejenigen also, die am besten wissen, wie schlecht es um die Restbestände steht – weiterhin Fangquoten fordern, die die Bestände schon längst nicht mehr hergeben können ... kein Wunder, das sich da manch ein normaler Mensch fragt, ob die noch alle Tassen im Schrank haben.
Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!


