Folge 18-5-2009
Klar, wenn man Hemingways „Der alte Mann und das Meer“ in so einer Reihe verwendet.
Diese Erzählung erkennt man schnell und zeugt damit aber auch von einer allgemeinen Beliebtheit unter uns Anglern.
Nun schauen wir mal um was es heute geht.
Heute machen wir einen kleinen Ausflug in die Welt der _ _ _ _ _ _.
Und da bin ich mir sicher, um eine alltägliche, null-acht-fünfzehn Erzählung handelt es sich hier gewiss nicht. Wäre dann sicher auch nicht wert, so etwas in dieser Reihe zu verwenden, hierüber zu schreiben und zu rätseln.
Beginnen wir diesen Ausflug mit ein paar Sätzen aus der gesuchten Erzählung:
„… jetzt zeige ich dir eine neue Art Flaschenspiel.
Man nennt das Goldkugeln auf Silberschwäne schießen.
Er langte aus der eisgekühlten Kompottschüssel drei feste, gelbe Eierpflaumen und begann sie sorgfältig zielend, nach dem Blumenkelch der am Boden Liegenden zu werfen. Dreimal schoß er, und dreimal traf er …“
Es soll Menschen geben, denen in Kenntnis der Zeit wo das geschrieben wurde, nichts anderes dazu einfällt, als die Frage stellen:
- woher hat der mitten im Sommer, diese Szene handelt im Sommer, bei den damaligen Möglichkeiten, eisgekühlte Eierpflaumen her?
***
Aber schauen wir weiter.
Da schreibt einer ein Buch um seinen Ärger Luft zu machen, den er mit einem Freund hatte.
Dieses Buch legt es einen Verleger vor; er wollte ja gleichzeitig damit auch Geld verdienen.
Der Verleger zeigt Interesse, bemängelt aber, dass der Name des Autors schon angegeben werden müsste.
Seinen richtigen Namen wollte er nicht angeben, ihm wäre da ein Pseudonym lieber. Der Verleger willigte ein.
So passiert es eben, dass man dann nicht so recht weis, wer hat das eigentlich geschrieben wenn es denn die Zeit überdauert.
Wegen des sonderbaren Inhaltes kamen dann auch noch Legenden über die Entstehung dieses Buches hinzu.
Und zu guter Letzt, weis man nicht einmal, in welche Zeit man es genau einordnen sollte. Man meint, der unbekannte Autor habe eine Zeit als Alibi zu seinen Schutz benutzt.
Nur über eins scheint man sich inzwischen einig geworden zu sein. Es geht auch um Rache.
Und zugleich ist man sich aber wieder uneinig, wohin diese Erzählung einordnen wäre.
***
Schauen wir uns nun mal eine dieser Legenden an.
Da soll es einen hohen Beamten gegeben haben, der Liebhaber von Altertümern war und auch Bilder sammelte.
Er hörte eines Tages von einer berühmten Bildrolle auf der das Leben und Treiben einer ganzen Stadt dargestellt ist.
Diese wollte er natürlich sofort besitzen.
Wie es denn so manches male so ist, der Besitzer war nicht bereit sich von dieser kostbaren Rolle zu trennen. Er lies eine Kopie anfertigen. Es dauerte nicht lange und sein Schwindel flog auf.
Da er sich aber mit einen mächtigen Mann angelegt hatte, lies die Strafe nicht lang auf sich warten.
Der mächtige Mann fand schnell einen Grund und der Fälscher wurde zum Tode verurteilt.
Nun hatte aber der Fälscher einen Sohn der dieses Urteil überhaupt nicht verstand, überhaupt nicht einsah und dieser sann über Rache nach.
Es gelang ihn den mächtigen Mann zu einen Buch der besonderen Art zu überreden, dass auch nur noch in wenigen Exemplaren verfügbar ist.
Allerdings muss er das verfügbare Exemplar noch bearbeiten, weil es sehr schlecht gedruckt ist, die Wörter teilweise gar nicht zu erkennen sind.
Allein wegen des Inhalts dieses Buches, willigte der Mächtige ein.
Da der Rächer wusste, ein solches Buch wird ihn so fesseln und gierig wie er auf solche Erzählungen stand; er wird es in einen Zuge auslesen.
Er wusste auch noch von seiner Lesegewohnheit. Beim Umblättern leckte er die Finger an und dieses Nutzend, versah er die Ecken der Buchseiten mit Gift.
Das war so dosiert, das er, nachdem er das Buch gelesen hatte erwartungsgemäß auch verstarb.
***
Auch wenn der Streit hin und wieder aufs Neue aufflammt wohin man diese Erzählung einordnen soll, so glaube ich bei allen Gezänk, man ist sich darüber einig, sie gehört zur Weltliteratur und gibt einen nicht alltäglichen, turbulenten
und fesselnden Einblick in das Leben und Treiben einer längst verflossenen Zeit.
Zieht man parallelen zur heutigen Zeit, man wird schnell feststellen, so viel hat sich da eigentlich nicht geändert.
Ich will nicht zu viel versprechen, aber man wird es sicher nicht bereuen wenn man Zeit findet diese Geschichte, die auch noch mit ein paar netten Illustrationen (Federzeichnungen) untermalt ist, zu lesen. Und das trotzdem, obwohl diese Geschichte 1000 Seiten umfasst.
Eine kleine Kostprobe sind die schon mal oben angeführten 4 Sätze.
Und nun zur Frage:
1. Von welchem Buch ist hier die Rede?
2. In welchem Land und Zeit handelt dieses Buch?
3. Worüber streitet man wohin dieses Buch einzuordnen ist?