Was ich euch hier kurz vorstellen möchte, ist nichts wirklich neues und es ist auch nicht ganz und gar auf meinem Mist gewachsen. Als ich letztes Jahr endlich alles zum Naturköderfischen beisammen hatte, in Deutschland bestellte Sachen nach Norwegen zu bekommen ging nur über kleine Umwege, stand ich vor der Köderfrage. Braucht man Hering und Makrele, sind sie wie von Geisterhand verscheucht und braucht man keine, hängt ständig so ein Zappler am Haken.
Ein Kollege riet mir, die Köder in viel zu viel Salz einzulegen. Er macht das seit Jahren so und hätte keinen Unterschied in der Fängigkeit feststellen können. Dem ist auch so und zusätzlich wird das Fleisch durch das Pökeln auch fester, hängt somit zuverlässiger am Haken und ist bei Fetzenködern nach 100 m Talfahrt nicht schon vom Wasserwiderstand zerfledert.
Ich gab also etwas über zwei Pfund Salz in einen 10 Ltr. Eimer mit Deckel und dazu die Fische und Fischfetzen. Mit der Zeit zeiht das Saft und alles schwimmt in einer stark übersättigten Lake, am Eimerboden immer noch etwas ungelöstes Salz. In vier Monaten habe ich diesen Ansatz nur einmal gewechselt und der Eimer stand nie wirklich gekühlt herum. Nicht ein Fisch ist irgendwie verdorben!
Nun entstamme ich ja dem spezialisierten Friedfischangeln und das sind allerlei Köderzutaten immer ein großes Thema. Wie es der Zufall wollte, hinterlies jede Fewo-Belegung wenigstens ein angebrochenes Fläschen Maggi. Bald schwamm ich quasi in der braunen Brühe. Lag also nichts näher, als reichlich von der Suppenwürze zu den Ködern zu geben, was zu einer wirklich würzigen Mischung führte.
Beweisen kann ich es natürlich nicht, aber meine Seehechtfänge konnten sich sehen lassen. Besonders an den Tagen, wo andere Angler eher sparsam fingen. Das hat mich überzeugt!
Für die Zukunft werde ich aber das Maggi gegen Belachan ( http://www.naturebaits.de/belachan-block.html ) ersetzen. Es ist preiswerter und enthält Stoffe, die aus der Fermentation herrühren, bei denen ich bezweifle, dass sie im Maggi enthalten sind. Belachan ist in Ostasien traditionell als Würzmittel in der Küche zu Hause.
Diese Blöcke lassen sich leicht reiben und zur Mischung geben. Im Süßwasser habe ich damit bereits sehr gute Erfahrungen auf Karpfen und Weißfische gemacht. Und was auf dem See gut ist, kann auf See nicht vollkommen falsch sein, glaube ich jedenfalls.
Nur eine Warnung sei ausgesprochen. Belachan gebeizte Köder stinken erbärmlich. Wer nicht der allerbeste Freund aller Katzen werden will, nimmt eine Köderzange, oder einen Paar Gummihandschuhe.



