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  1. Norwegen Angelfreunde, Freunde geben Auskunft
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Pimp your Köderfisch

  • Andal
  • 30. November 2013 um 23:39

Magdeburger Angeltage am 07.11. - 08.11.2026 wir sind dabei in Halle 1

Hier könnt ihr darüber diskutieren. Klick

 Der Hamburger Stammtisch ist am  21.11 2026 ca. 17:00

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  • Andal
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    • 30. November 2013 um 23:39
    • #1

    Was ich euch hier kurz vorstellen möchte, ist nichts wirklich neues und es ist auch nicht ganz und gar auf meinem Mist gewachsen. Als ich letztes Jahr endlich alles zum Naturköderfischen beisammen hatte, in Deutschland bestellte Sachen nach Norwegen zu bekommen ging nur über kleine Umwege, stand ich vor der Köderfrage. Braucht man Hering und Makrele, sind sie wie von Geisterhand verscheucht und braucht man keine, hängt ständig so ein Zappler am Haken.

    Ein Kollege riet mir, die Köder in viel zu viel Salz einzulegen. Er macht das seit Jahren so und hätte keinen Unterschied in der Fängigkeit feststellen können. Dem ist auch so und zusätzlich wird das Fleisch durch das Pökeln auch fester, hängt somit zuverlässiger am Haken und ist bei Fetzenködern nach 100 m Talfahrt nicht schon vom Wasserwiderstand zerfledert.

    Ich gab also etwas über zwei Pfund Salz in einen 10 Ltr. Eimer mit Deckel und dazu die Fische und Fischfetzen. Mit der Zeit zeiht das Saft und alles schwimmt in einer stark übersättigten Lake, am Eimerboden immer noch etwas ungelöstes Salz. In vier Monaten habe ich diesen Ansatz nur einmal gewechselt und der Eimer stand nie wirklich gekühlt herum. Nicht ein Fisch ist irgendwie verdorben!

    Nun entstamme ich ja dem spezialisierten Friedfischangeln und das sind allerlei Köderzutaten immer ein großes Thema. Wie es der Zufall wollte, hinterlies jede Fewo-Belegung wenigstens ein angebrochenes Fläschen Maggi. Bald schwamm ich quasi in der braunen Brühe. Lag also nichts näher, als reichlich von der Suppenwürze zu den Ködern zu geben, was zu einer wirklich würzigen Mischung führte.

    Beweisen kann ich es natürlich nicht, aber meine Seehechtfänge konnten sich sehen lassen. Besonders an den Tagen, wo andere Angler eher sparsam fingen. Das hat mich überzeugt!

    Für die Zukunft werde ich aber das Maggi gegen Belachan ( http://www.naturebaits.de/belachan-block.html ) ersetzen. Es ist preiswerter und enthält Stoffe, die aus der Fermentation herrühren, bei denen ich bezweifle, dass sie im Maggi enthalten sind. Belachan ist in Ostasien traditionell als Würzmittel in der Küche zu Hause.

    Diese Blöcke lassen sich leicht reiben und zur Mischung geben. Im Süßwasser habe ich damit bereits sehr gute Erfahrungen auf Karpfen und Weißfische gemacht. Und was auf dem See gut ist, kann auf See nicht vollkommen falsch sein, glaube ich jedenfalls.

    Nur eine Warnung sei ausgesprochen. Belachan gebeizte Köder stinken erbärmlich. Wer nicht der allerbeste Freund aller Katzen werden will, nimmt eine Köderzange, oder einen Paar Gummihandschuhe.

    Homo homini lupus. Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, der Angler dem Angler ganz besonders!

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  • alfnie
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    • 1. Dezember 2013 um 06:55
    • #2

    Die Fischer in Norwegen haben in jenen Zeiten, in denen es noch keine Gefriertechnik gab, ganz ähnlich für Ködervorräte für die Langleinenfischerei gesorgt. Aber ohne zusätzliche Würzstoffe #zwinker2*

    Eingeheirateter Lofoter seit 1994

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    • 1. Dezember 2013 um 08:38
    • #3

    Solche traditionellen Methoden verdienen höchste Aufmerksamkeit

  • bjoerni33
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    • 1. Dezember 2013 um 10:01
    • #4

    Das ganze funktioniert sehr gut. Der größte Pluspunkt ist die Haltbarkeit der Köder.
    Die Zusatzstoffe brauch es aber denke ich nicht,...der Fisch hat auch so schon genug Eigengeruch

  • Andal
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    • 1. Dezember 2013 um 11:13
    • #5

    Wie gesagt, mir gehts hauptsächlich und die Konservierung und die Verbesserung der Konsistenz. Denn so so eine morgens gefangene Makrele kann mitunter am Nachmittag schon recht "mürbe" sein. Das Aromatisieren mag man durchaus als Spielerei, oder nicht notwendig ansehen. Aber es ist auch kein wirklicher Kostenfaktor. Für den Gegenwert eines guten Pilkers bekommt man Belachan, um so einen Fischeimer bald zwei Jahre unter Dauerfeuer zu halten. Und schlechter wird der Köder dadurch sicher auch nicht. Mich haben derlei fermentierte Würzen einfach im Süßwasser überzeugt, so dass ich denke, dass gerade ein Produkt aus Garnelen schon eine Wirkung haben kann. Aber das tollste an der Sache ist ja, dass man es machen kann, aber nicht muss! ;)

    Homo homini lupus. Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, der Angler dem Angler ganz besonders!

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    • 1. Dezember 2013 um 11:32
    • #6

    ne gute idee, haben wir frueher mit watt-und ringelwuermern beim brandungsangeln - besonders mit den "resten" - auch getrieben, stark einsalzen - und aufheben...da konnten auch mal 14 sturmtage zum naechsten angeltag vergehen, kein problem , hielten dann wie "sau" am haken - und fingen genauso.

    die zugabe von "wuerzmitteln" ist sicher eher ne glaubensfrage - schaden wird es garantiert eher nicht.

    Wer bei Norwegen nur an Fisch denkt, hat noch einen langen Weg vor sich.


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    • 1. Dezember 2013 um 11:35
    • #7
    Zitat von Andal

    Wie gesagt, mir gehts hauptsächlich und die Konservierung und die Verbesserung der Konsistenz. Denn so so eine morgens gefangene Makrele kann mitunter am Nachmittag schon recht "mürbe" sein.

    Mit der recht schnell zermürbden Makrele gebe ich dir recht !
    Stellt sich für mich jetzt allerdings die Frage, wielange muß ich denn die Köderfische in Salz legen,
    damit der Effekt der besseren Konsistenz eintritt ?

    Gruß SeelachsBenno :nosk:

  • Andal
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    • 1. Dezember 2013 um 11:37
    • #8

    Die Beize soll ja übersättigt sein. Dadurch wird dann auch kein Fisch mehr weicher, als zu dem Zeitpunkt, wo er eingepökelt wird.

    Im nromalen Urlaubsfall sieht es ja so aus, dass man den Eimer mit Salz leer hat und sich seinen Vorrat zusammenfängt. Da werden die Fische regelrecht mit dem Salz paniert und es fängt auch gleich an, Wasser aus den Fischen zu ziehen. Später bildet sich dann die scharfe Lake ganz von selbst. Kein Wasser zugeben!

    Das ist vom Prinzip her das gleiche Verfahren, wie man es vom trocken eingesalzenen Schinkenspeck her kennt.

    Homo homini lupus. Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, der Angler dem Angler ganz besonders!

    Einmal editiert, zuletzt von Andal (1. Dezember 2013 um 11:42) aus folgendem Grund: Nachtrag

  • RMuck
    Gast
    • 1. Dezember 2013 um 11:59
    • #9

    Hei Andal. Ist nicht wichtig, aber eine übersättige Beize gibt es nicht. Maximal ist gesättigt möglich. Der Sättigungsgrad ist dann erreicht, wenn sich kein Salz mehr auflöst. Das ist bei Umgebungstemperatur bei ca. 350Gramm Salz pro Liter Wasser der Fall.


    Die Vorgehensweise ist aber eine super Idee. Werde ich mal ausprobieren.

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