7.
Winterstimmung
[FONT=Geneva, Arial, Helvetica, san-serif]
[/FONT]
[FONT=Geneva, Arial, Helvetica, san-serif][/FONT]
7.
Winterstimmung
[FONT=Geneva, Arial, Helvetica, san-serif]
[/FONT]
[FONT=Geneva, Arial, Helvetica, san-serif][/FONT]
Na das hört sich wieder gut an und Danke für die tollen Bilder
Hei ihr zwei lustigen Trolle
Damit sind hier ausschließlich Trolljenta und der Hein gemeint.
Die anderen sind natürlich auch schnuckelig
Wie im letzten Jahr (davor ist mir nicht bewusst - sorry) beglückt Ihr uns wieder mit wunderschönen Bildern aus Norge.
Wo bleibt die Nummer 8
tysn takk og hilsen fra tyskland
matthias
Watt für goile Winterbilder sind das denn
Nun geb`t es zu - Ihr habt Postkarten kopiert!
Astrid, das letzte Bild ist der absolute Hammer.
Selten so etwas stimmungshaftes gesehen.
Hoddel
Da ich die letzten Tage nicht anwesend war, habe ich es erst heute lesen können.
Vierlen Dank euch beiden für die viele Arbeit und die tollen Beiträge.
Immer wieder eine super Erlebniss diesen jährlichen Kalender zu sehen.
Das mit dem Brand ist ja nicht so hübsch, schön das nichts schlimmeres passiert ist.
Drücke euch die Daumen das ihr schnell wieder in eurer tolles Heim einziehen dürft.
Hab jetzt auch schon ein paar Tage nicht mehr in den Adventskalender geschaut und hab den Vorweihnachtsschreck somit auch erst jetzt mitbekommen. Heijeijei kann man da nur sagen, das war wohl wirklich brenzlig, aber im wahrsten Sinne des Wortes. Schön, dass da nicht mehr passiert ist und euer Schutzengel seinen Job getan hat.
Naja, eine ruhige Adventszeit sieht zwar anders aus, aber Stress und Dauerarbeit seid ihr ja warscheinlich mittlerweile gewöhnt.
Drück euch auf jeden Fall die Daumen, dass alles bals wieder in Ordnung ist und ihr mit euerm Lütten die Feiertage genießen könnt.
...und Danke natürlich für die schönen Fotos!
Wir hören uns!
Liebe Grüße!
Tom
8.
Auch in Norwegen ist die Vorweihnachtszeit die Zeit der Weihnachtsfeiern, auf norwegisch Julebord.
Julebord ist eine gesellschaftliche Veranstaltung, bei der keine Kosten und Mühen gescheut werden. Die Herren erscheinen durchweg im Anzug, die Damenwelt geht vorher nochmal zum Friseur und stockt die eigene Garderobe nochmal kostenintensiv auf. Overdressed kann man kaum sein beim Julebord.
Beliebt sind dabei Julebordarrangements, bei denen es ein Unterhaltungsprogramm mit mehr oder weniger aus Funk und Fernsehen bekannten Künstlern gibt. Es ist auch die Hochsaison fuer Dansebands, Gruppen, die Schlagermusik im Rockabillystil der 50er Jahre zur Unterhaltung eines gemischten, mitunter sogar überraschend bis erschreckend jungen Publikums darbieten, um diese zum Tanz zu animieren, was gemeinhin gut angenommen wird.
Wer diese Art der musikalischen Darbietung verständlicherweise nicht zu schätzen weiss, gibt sich gleich ungehemmt dem Buffet und den Getränken hin.
Zunächst gibt es da meist ein Buffet mit allen typischen Speisen der Weihnachtszeit, von Juleribbe über Pinnekjøtt bis zum Rakfisk findet man dort so ziemlich alles.
Sehr wichtig bei allen solchen Feierlichkeiten sind die Getränke. Zum Julebord gehört auf jeden Fall Aquavit, oder Akevit, wie man in Norwegen sagt. Der fliesst es dann auch reichlich, zusammen mit Bier und Wein.
Im Verlauf des Abends steigt der Alkoholpegel und auch die Stimmung. Besonders pikant wird es dann bei betrieblichen Weihnachtsfeiern von Firmen, die eine an Frauen und Männern gemischte Belegschaft haben.
In vielen solcher Firmen werden die Partner der Angestellten ausdrücklich nicht eingeladen, das wäre sicher auch nicht gut bei dem, was dann passiert. Was bei Weihnachtsfeiern in Deutschland meist nur ein Klischee ist, wird bei norwegischern Feiern zur Realität: Es kommt bei Teilen der Belegschaft zum hemmungslosen Ausleben des Sexualtriebes, wobei die Akteure wenig Rücksicht darauf nehmen, ob sie oder ihr augenblicklicher Sexualpartner sich in einer festen Beziehung befinden.
Am Ende werden dann die Schnapsleichen auf Firmenkosten mit dem Taxi nach Hause gefahren, auch das gehört dazu.
Interessanterweise geht man am nächsten Arbeitstag dann wie ganz und gar selbstverständlich zur Tagesordnung ueber, so als sei nichts geschehen. Bis zum nächsten Jahr.
9.
DAS klassische norwegische Weihnachtsessen schlechthin, quasi das norwegische Äquivalent zur deutschen Weihnachtsgans, ist die Juleribbe. Das ist ein Rippenbraten vom Schwein, ganz wichtig ist dabei die knusprig gebackene Schwarte.
Die Rippe wird ein bis drei Tage vorher mit Salz und Pfeffer eingerieben. Dann wird die Schwarte so eingeschnitten, dass ein Karomuster entsteht.
Dann kommt der Braten mit Alufolie zugedeckt für 45 Minuten in den Backofen bei 230 Grad. Danach wird die Folie entfernt und die Ribbe brät bei 200 Grad noch ein bis zwei Stunden weiter.
Soweit, so gut, aber jetzt kommt es: Das schlimmste, was einer Hausfrau jetzt passieren kann, ist, wenn die Schwarte nicht knusprig wird! Was für eine Katastrophe!
Um das ganze Weihnachtsfest zu retten gibt es noch das Nottelefon, das sogenannte Ribbetelefon vom Matportalen. Da gibts dann Tipps, wie dieses Unheil abgewendet werden kann. Braten auf oberste Schiene legen, 250 Grad, aufpassen, dass nichts verbrennt, bereits knusprige Teile mit Alufolie abdecken usw... Puh, geschafft, die Ribbe ist knusprig geworden, das Fest ist gerettet.
Dazu gibt es traditionell Kartoffeln und Surkål, die norwegische Variante des Sauerkrautes, welches verglichen mit dem deutschen Sauerkraut recht süss schmeckt.
Dazu trinkt man Juleøl (dazu später mehr) und - wie könnte es anders sein - Aquavit.
Die Reste vom Rippenbraten werden aufgeschnitten und an den folgenden Weihnachtstagen zum Frühstück verzehrt.
Das ist nicht unbedingt etwas für die schlanke Linie, aber wenn man gerade einen Tag bei -25 Grad draussen körperlich gearbeitet hat, der weiss so ein herzhaftes Essen zu schätzen.
Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!