Auch wenn die "Roten" mal so richtig Scheibe spielen,
den beiden Platzwarten fällt immer noch was schönes ein.
Lest den neuesten Ligabericht des Platzwartes:

Mittwoch, 21. November 2012
Hannoversche Allgemeine Zeitung
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[h=2]Deep Purple[/h]21. November 2012 – Der Platzwart in Roter Platz.
November 1969, eine junge britische Rockband verfolgt das überraschende 2:1 von Hannover 96 gegen Rot-Weiß Oberhausen.
Das Tor für RWO schießt der Spieler Krauthausen, die britischen Musiker sehen alte Stereotype bestätigt und sind begeistert.
Aus einer Laune heraus schreiben sie noch am gleichen Abend zwei Lieder: „Alte Liebe“ und „Child in Time“.
Beide Songs werden Hits und machen Deep Purple, Osssssssssy Pfeiffer, Dete Kuhlmann und Martin Kind weltberühmt.
Deep Purple wird die lauteste Rockband der Welt, Martin Kind Hörgeräteunternehmer –
eine lebenslange Schicksalsgemeinschaft nimmt ihren Lauf.
Kaum 43 Jahre später sind die fußballverrückten Jungs von Deep Purple schon wieder in einem deutschen Fußballstadion.
Als Anhänger von Nottingham Forest sind sie Zweitliga-Aficionados,
und so entscheiden sie sich für das Spiel 96 gegen den SC Freiburg.
Dass sie am gleichen Abend nebenan in der AWD-Hall of Fame ein Konzert geben, ist ein praktischer Zufall für die Rocklegenden,
die ihre Führerscheine bereits vor Jahren aus Sicherheitsgründen abgeben mussten.
Im Stadion tragen sie bereits Bühnenoutfit, also gefütterte Outdoor-Jacken,
Septa-Cordhosen und orthopädische Gummistiefel made by Brandes & Diesing.
Zehn Minuten vor Schluss verlässt Deep Purple überwältigt das Stadion.
So viele hohe Bälle gibt’s selbst in der 2. englischen Liga selten zu sehen, dazu spielt Freiburg auf „höchstem Level“ –
die Musiker fühlen sich sportlich sehr zu Hause. Vermisst haben die Künstler den Spieler Krauthausen,
aber vielleicht ist der auch noch in Oberhausen.
Martin Kind umarmt zum Abschied jedes Bandmitglied, Anwesende hören das hannoversche Ohrgestein
immer wieder „Danke, danke, danke für alles“ sagen. Am Abend wird Kind das Konzert besuchen.
Der 96-Klubchef freut sich besonders auf „Stairway to Heaven“ und „Ballroom Blitz“, seine Lieblingslieder.
Und bitte laut. Kind ist für die weltweite Einführung des Mindest-Phons.
Fußballerisch hat sich Hannover 96 mit der Niederlage gegen Freiburg auf dem 6. Platz konsolidiert,
das 1:2 gilt als Streich-Ergebnis.
Es warten die Aufbaugegner Twente und Bayern, bevor es gegen Fürth in die Vollen geht.
96-Trainer Mirko Slomka widerspricht neuerdings nicht nur anderen, sondern auch sich selbst.
Könnte Taktik sein, ist aber möglicherweise die falsche.
Prognose: Gegen Twente, Bayern, Fürth verlieren, dann ist Smoke on the Maschsee.
Der Platzwart




