Mein 1. mal (Norwegen)
Einige haben es eventuell schon mal im alten Naf gelesen.
Wie schon viele Schreiber vor mir, möchte ich nun meinen ersten Norwegenangeltrip darstellen.
Alles begann am 1.8.2005, als ich zu meinem Geburtstag bekam, an der folgender Zettel hing.
Zu deinem 26. Geburtstag wurdest du von dem Norwegischen Königspaar dazu auserkoren mit der folgenden Bestatzung: Hartmut, Nico, Holger, Dennfried, Maik, Arno & Detlef den Viskje & Bomlöfjord zu befischen und eine genaue Fangstatistik an das Königspaar zusenden.
Diese ist wichtig, damit Norwegens Fischereiamt über den Fischbestand auf dem neuesten gehalten wird.
Nach dieser Netten Aufforderung sagte ich für den Norwegenurlaub 2006 zu.
Es sollte vom 05-09-2006 bis 15-09-2006 nach Ekrene/Sveio an den Viskje und Bomlöfjord gehen.
Erstmal hieß es die Angelkataloge & das Internet nach Infos studieren.
Dabei stieß ich auf das NAF welches mir sehr gut weiterhalf. Vielen Dank lieber Members.
Nach einigen Fragen zum Material und zu Ausrüstung, welche schnell und ohne Lateibegriffe (wie in manchem Laden) beantwortet wurden kaufte ich mir meine Ausrüstung.
Zwischen durch ging es mehrmals nach Laboe & Wismar auf Dorsch, wo meine 30 LBS Rute & Multi immer mit mußte. Immer wenn ich genug Dorsche (10-15) hatte packte ich meine Norwegen Rute & Multi aus. Meine Nachbar rechts und links schauten mich immer sehr eigenartig an. Wieso nur? Hm… sitzt meine Mütze nicht richtig oder habe ich meine Stiefel falsch rum an ? Naja egal. Ich wollte halt nur etwas mit der neues Rute und Rolle üben (oder auch spielen), denn bis zu Urlaub waren es ja noch 5-6 Monate und etwas feingefühl kann ja nicht schaden. Natürlich fand ich es super als ich mit meinem Besenstiel und na 40 Multi mit 30 geflochtener auch dann noch Dorsche fing. Also alles richtig gemacht.
Am Ende jedes Tages streichte ich einen Tag im Kalender ab und sagte zu meiner Frau:
Soll ich dir mal was sagen? Nur noch 135 Tage bis zum 05.09.2006, nur noch 135 mal schlafen und dann geht’s nach Norwegen.
Nach einiger Zeit antwortete sie dann schon immer: Ja nur noch 97 Tage bis Norwegen und nur noch 97 schlafen und ich bin mit Sammy (unser 2 Jahre alter Sohn) 10 Tage allein zu Hause.
Nachdem ich alles zusammengekauft und viel viel Geld im Angelshop & Internet gelassen hatte war es endlich soweit. Nur noch einmal pennen und dann geht’s 14 Uhr los.
Na mit pennen war die Nacht nichts, Ich schaute mir zum X-ten mal Norwegen 1 & 2 incl. Bonus DVD und diverse Fisch & Fang und Meeresangel DVDs an. Irgendwann gegen 5 Uhr bin ich dann wohl doch eingepennt, aber um 6 Uhr rief mein Sohn, „ Papa stimts und fährst heut große Fische Angeln. Schon rasste mein Herz wieder vor Aufregung und mein Blick löste sich kaum von der Uhr.
Punkt 14 Uhr gings los mit 2 VW T4 Richtung Norwegen. Letzte Kontrolle ob alles bei ist incl. Ausweise. Alles da los geht’s, nur noch 24 Stunden trennen uns vom (großem) Fisch.
Nach einer feuchten Fährüberfahrt (Hirtshals Langesund) gings quer durch Norwegen über die Fjels nach Ekrene/Sveio (nähe Haugesund).
Als wir angekommen waren flogen die Klamottentaschen in die Ecken. Floatinganzüge wurden in sekundenschnelle (wie täglich geübt) angezogen und schnell zum Boot.
Stop rief Dennfried als wir fast am Boot waren, was denn Dennfried, trödel nicht so riefen wir zurück. Wie wollt ihr ohne Angeln was fangen? Stimmt, ganz vergessen in der Eile und Aufregung. Also den schmalen und auch steilen 150m Weg wieder hoch. Ruten & Pilker geschnappt und wieder runter. Dennfried rief wieder: trampelt nicht so, ihr erschreckt die Fische. Ja ja ist klar!
Als alle unten und im Boot waren fehlte was. Ruten? Sind da, Pilker & Beifänger? Auch da. Alsterwasser? Dabei. Was fehlt denn dann?
Der Bootsschlüssel !!! Och nöööööö ging durchs Boot.
Lars hatte vergessen den Schlüssel hinzulegen. Mist, na dann erstmal nen bisschen auf Aal & Butt angeln.
Nach einigen Aalen kamen gegen Abend auch die Butts. Ich sehen die ecklig aus, die sind total fleckig unten, die haben Fleckfieber. Also Hacken ab und wieder zurück ins Wasser damit.
Gegen 20 Uhr kam dann Lars. Erstmal nach dem Bootsschlüssel fragen. Na der liegt doch wie immer neben dem Brotkasten in der Küche. Hmm toll, man hätte ja auch mal in die Küche gehen können. Egal. Was ist mit den Butts los war die 2te Frage. Ja seid ca. einem ¾ Jahr hat nen teil der kleinen Butts nen paar schwarze Flecken am Bauch. Ist aber kein Problem man kann sie trotzdem essen.
Wieder hmm… 10 Butts einfach wieder zurück gesetzt. Aus Fehlern lernt man.
Gegen 23 Uhr waren dann alle im Bett, wieso fragte ich mich. Werden schon nicht so früh aufstehen, wohnen ja direkt am Wasser.
05:00 ging Holger mit Kochlöffel und Topf durchs ganze Haus und trommelt wie ein wilder drauf rum. Dazu schrie er aufstehen. Ich schaute auf die Uhr 05:00 ?? Spinnt der? Ich raffte mich auf und zwang mich in die Klamotten. Nach dem Frühstück kreiste erstmal die Packung Reisegold um den Tisch. Eigentlich brauche ich sie nicht aber ich nehm mal eine sagte jeder.
06:00 ging´s dann endlich los. Erstmal schauen was da ist.
Makrelen nichts ausser Makrelen. Na besser als nichts.
Gegen 13 uhr waren wieder am Steg und dann hieß es Fische reinigen. Unsere 2 Köche gingen hoch um Mittag zu machen. 14 Uhr endlich fertig mit filitieren. Mal sehn was Nachmittags so geht.
Mittag essen etwas ausruhen (weils die beiden Rentner wollten und brauchten) und 16:30 wieder raus.
Wieder Makrelen. Doch dann es zieht richtig stark, oh was großes. Nach 10 min kam nen Dorsch hoch. Super 65 cm. Der kann sich sehen lassen. Gegen 19 Uhr waren es dann ca 150 Makrelen (nur große kleine gingen zurück in Meer) und 6 maßige Dorsche (50 ist unser Mindestmaß).
Tag 4.
Früh raus, wieder mit Topf und Kochlöffel geweckt. (Morgen nehm ich ihm das Teil weg J )
Schnell nen paar Makrelen gefangen und dann rüber zum Plato. Hmmm nach 1/12 Stunden immer noch nichts. Mal an der Kante versuchen. Und siehe da Rotbarsch. Das sieht ja gut aus 8 Stück bei der 1. Drift.
Das solls wohl auch gewesen sein. 5 weitere Driften brachten nichts außer Hänger und Materialverlust. Auf dem Rückweg noch mal nen Stop am Plato. Und siehe da 1. Drift, bei 110m sind alle Ruten krum. Was das denn jetzt, bei 60m keine Gegenwehr mehr. Also wieder ruter mit der Montage. Klappt aber nicht. Was das denn? Also hoch den Kram. Bei 10m gibt’s wieder vibrationen in der Rute. Toll wohl wieder Makrele. Ne nen Dornhai. Geil. Ich war glaube bis Deutschland zu hören. Er hatte 1,08m und 10 Pfund. Nicht schlecht.
Drei weitere Driften brachten noch 9 weitere Dornhaie und 2 Lengs von ca 70cm. Leider ist das zurücksetzen dieser Babylengs ja zwecklos.
Tag 5 & 6 verliefen wie Tag 4.
Nur das ich am Abend den Kochlöffel versteckt hatte.
Kein Problem für Holger, denn er weckte uns mit Topf und Suppenkelle.
Am Funften Tag gab ich ihm freiwillig den Kochlöffel wieder, der ist nicht ganz so laut, aber leider gefiel ihm die Keller besser L Mist.
Beim Angeln blieb alles beim alten.
Obwohl wir schon 14/0 Haken nahmen um die Mini Lumps & lengs zu vermeiden kammen pro Tag noch 3-4 Lumps und 7-8 Lengs hoch.
Dornhaie gab es wie Sand am Meer. Nur leider kein Dorsch.
Am Tag 7 meinte Lars wir sollen hinter die Inseln fahren. Da steht der Torsk (Dorsch).
Nach 6 driften waren aber nur 4 maßige Dorsche an Board. Ich nahm meine Lightpilk rute und versuchte es mit nem 100g Pilker. Bei 40m Knallte es. Meine Rute machte einen Halbkreis wie ich es noch nie gesehen hatte. Die Bremse schrieh und die Schnurr lief nur so von der Rolle. Nach ca 30 min Drill landete ich einen 85 Seelachs. Megageil. Nachdem alle auf Lightpilk umgestellt hatten kamen noch einige dieser schönen Fische an Board.
Nachdem wir wieder am Steg waren machte ich ein paar Fotos, wie jeden Tag (die Digicam war wie die Angel immer dabei). Nachdem ein paar Fotos geschossen waren steckte ich sie zurück in die Anzugtasche. Den Anzug zog ich aufgrund der 23 Grad aus. Maik rief nur, soll ich eure Anzüge am absprühen? Ja kannst du machen.
30 Min später sollte ich die gesäuberten und schön präsentierten Lachse fotografieren.
Ich nahm meinen Anzug und wollte meine Digicam aus der Tasche ziehen. Ihhh was das? Die Beintasche stand voll mit Wasser und die Digicam schwamm darin. Mist. Die ist hin. Naja vielleicht ist der Chip noch ok. Ran an den Laptop damit und schauen. Ja geht. Gut. Die Bilder sind gerettet und die Digicamn wird die Versicherung schon bezahlen (was sie auch machte – zu Glück).
Zu fotografieren nahm ich für die letzten Tage mein Sony W800i, welches ja zu Glück ne 2 Megapixel Digicam intus hat.
Am 8ten tag war das Wetter zu schlecht um raus zufahren, also versuchten wir es in den Straumen. Ein paar Pollaks, Makrelen & Mefos gingen auf die Pilken und Mefoblinker.
Dann auf einmal nen großer silberner Schimmer im Wasser (die Straume ist nur 10 Meter breit und max 5 Meter tief bei ablaufendem Wasser).
Das sind Heringe. Also Heringspatanoster vor den Minipilker und rein damit. Man war das nen Spaß. Heringe ohne Ende, wie zur Heringszeit vom Rügendamm aus, nur viel Größer.
Viel Viel Größer.
Abend als wir wie jeden Abend vom Steg aus auf Aal und Butt schrillte mein Bissanzeiger wie verrückt. Was das denn? Nen kleiner Anhieb und der Drill ging los. Meine 2,40 Spro Rute mit 30-60 gr WG bog sich wie sau. Reinkrurbeln? Ne das ging nicht. Wenn ich mal 2m der 35 mono auf der Spule hatte wurden bei der nächsten Fluch 3m runtergerissen.
Nach 30 min Drill sah ich ihn, nen Dorsch. Geil. Aber wo ist das Gaf. Leute Gaf her schnell. Ganz ruhig, der hängt der Dorsch hörte ich nur. Man Leute da ist nur nen 2er Aalhaken mit 30 mono dran. Seht zu – Gaf her. Nachdem mein Onkel das Gaf vom Boot geholt hatte und wir den Dorsch gelandet hatten sahen maßen wir das Ungetüm. 85 cm und 18 Pfund.
Das war nen Super Abschluß für den diesen Urlaub. Auf diesen Fisch sprangen erstmal einige Korken auf. Feucht fröhlich fielen wir gegen 02:00 in Bett.
Am Tag 9 fehlte irgend etwas. Bloß was? Genau Holger mit seinerKelle und dem Topf.
Er hatte noch nen Kopfauaweh und konnte daher niemanden wecken.
Egal. Es war sowieso keine Ausfahrt mehr geplant. Nur das Haus und Boot sauber machen, Fisch einladen und ab Richtung Heimat. Heul.
Kurz vor der Fähre hielt uns der Zoll an und fragte wie viel Fisch wir denn haben.
Wir sagten ca. 22 Kilo pro Person. Wir wurden zum aussteigen aufgefordert und sollten doch den Fisch zeigen. Als wir sagten das der Fisch für beide Bullys ist und er kurz begutachtet und ich glaube auch geschätzt wurde durften wir auf die Fähre. Einen kleinen zettel mit dem Hinweis das seid dem 1.6.06 nur 15 kg pro Person ausgeführt werden dürfen gab uns der wirklich nett Zollbeamte noch mit.
Auf der Fähre wollte ich dann och einen kleinen Elch für meinen Sohn kaufen, aber als ich die Preise sah verging mir die Freude daran. Doch da, in der Ecke saß nen 50 cm großer Elch wo eine 80 drauf stand. Ich ging zur Kasse und wollte den kaufen. Die Verkäuferin fragte Euro o. Kronen. Ich sagte Euro. Da meine sie nur, ok 80 Euro. Was ??? sagte ich auf den anderen ist doch auch alles in Kronen ausgepriesen ich dachte er kostet 80 Kronen. Sie lachte und meinte nur: der Preis in Kronen passt leider nicht aufs Preisschild, deshalb haben wir den Europreis rauf geschrieben.
Ok sagte ich und nahm den 10cm GROSSEN Elch Namens Elgar für 15 Euro mit.
Auf der Fähre gönnten wir uns dann zu 4 noch 2 1l Flaschen Absolut Vodka und eine Stiege Cola von den letzten Kronen.
Am nächsten Tag waren wir gegen 14:00 wieder in der Heimat.
Nachdem die Frauen und Kinder begrüsst und die Mitbringsel übergeben wurden, wurde erstmal der Termin für Norwegen 2007 gecheckt und klar gemacht.
Es geht wieder vom 05.09.-15.09 nach Ekrene.
Ich hoffe ich konnte euch mit meinen Bericht etwas unterhalten und wünsch euch ein schönes Fest.
Das Haus ist bei Elchferien 2007 auf Seite 110 Nr: 323/0 zusehen.
Leider habe ich nur einen Analoganschluß, womit es leider zulange dauern würde Bilder mit hoch zuladen.
Wenn ich mal wieder bei meinen Eltern bin werde ich ein paar Bilder hochladen.
So das solls gewesen sein.
Mit freundlichen Grüßen
und Petri Heil
Fiefie / Steven
Wer Schreibfehler findet darf sie behalten. Sie wurden extra für ihn eingefügt.
PS: Habe meine Bericht einfach aus dem alten Naf rüberkopiert.
Hoffe ist ok.