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  1. Norwegen Angelfreunde, Freunde geben Auskunft
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  3. stolteraa

Beiträge von stolteraa

Der Hamburger Stammtisch ist geplant am 14.11.2025 oder 21.11 2026

Bitte mit abstimmen, wer noch dazu kommen möchte.

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  • Eigerøy 2010, oder prima Fische in Südnorge

    • stolteraa
    • 11. Juni 2010 um 14:16

    Zweiter Teil folgt sogleich, nur die Fotos müssen teilweise warten.

    Abends hatten wir denn doch keine Ruhe – es könnte ja möglich sein, wenigstes von Land aus den Pilker erfolgreich ins Wasser zu werfen. So beschlossen wir – nicht ahnend, auf was wir uns da einließen – mit Floating-Anzügen über die innere Anfahrt zum Leuchtturm zu fahren, dort an Land zu gehen und eine Stelle zum Brandungsangeln zu suchen. (Bild 26)
    Der Weg wurde immer länger, die Beine immer schwerer und die Luft immer knapper. Es wehte kaum noch Wind, die Sonne ballerte so richtig fröhlich und wir flossen in unseren Anzügen fast dahin. (Bild 27) Einzig Frank erreichte das Meer, kam aber nach drei erfolglosen Würfen zurück und wir trotteten mehr als das wir marschierten zurück zu den Booten.
    Belohnt wurden wir durch eine wunderschöne Abendstimmung: (Bild 28 - 30) :) :)

    Während unserer Gespräche mit Achim und Mona hatten wir ihr Echolot kennen und schätzen gelernt. Deshalb hatten wir vereinbart, nach Möglichkeit im gleichen Gebiet zu fischen. Nachdem wir uns am Mittwoch früh dann auf See trafen, folgten wir Achim mit unseren drei Booten zum Oyagrunnen, wo alle sehr gute Fangergebnisse auf Köhler und auch Pollack hatten. Und wie das Schicksal so spielt: Obwohl ich mit 23 Köhlern die meisten Fische hatte (im Foto 31 die Vormittagsration), wurde Reimund wegen seines großen Dorsches einstimmig glücklicher Tagessieger. Bild 32


    Am Donnerstag fuhren wir wieder in aller Frühe hinaus in Richtung Großpollack, aber der Erfolg wollte sich nicht so recht einstellen.
    Plötzlich kam Björn angefahren und rief uns zu, wir sollten ihm folgen, Achim hätte angerufen, dort gäbe es viel Fisch, wir sollten hinkommen. Also Pilker beschleunigt einholen und hinterher.

    Ja, was soll ich sagen: Monas 4,5 kg Leng nahmen wir mit einem herzlichen „Petri heil!“ zur Kenntnis und packten uns mit unseren Booten um Achims Boot herum. (Bild 33, 34) Achim sagte dann die Wassertiefe und die Position der Fische an und wir versuchten, unsere Pilker vor die Fischmäuler zu platzieren. Und es klappte! Große Pollacks, sogar als Doublette, fingen wir. Achim und Mona füllten im Stillen ihre Fischkiste..
    Später ging Frank sogar ein Leng von 102 cm an den Haken.

    (Bild 35 - 39)
    Damit war klar, dass Frank an diesem Tage zum zweiten Mal Tagessieger wurde. Dies und die beiden Lengs mussten abends natürlich gefeiert werden. Es kamen seitens der Fische und Anlieger aber keine Beschwerden!

    Besonders gefreut hat mich, dass auch ich den beiden Angelfreunden aus Hamm etwas zeigen konnte, was sie noch nicht kannten: Das Vorhandensein und Entnehmen der Gehörsteine der Fische. Ich habe dieses Wissen übrigens von Thorsten Ahrens (DEGA-Team), der auf einer seiner DVD über diese Besonderheit spricht.

    Freitag früh in aller Frühe zog es uns noch einmal hinaus, aber Petrus war wohl der Meinung, es reiche für eine Woche. Es waren zwar Fische da, aber die mochten uns nicht mehr. Einzig Frank musste „wieder aus der Reihe tanzen“ und ein paar Fische mitbringen. Damit war er wiederum Tages – und sogar Gesamtsieger der Tour und erhielt neben den „Medaillen“ auch einen Anstecker. (Bild 40) Mittags fuhren wir wieder zu unserer Unterkunft, schrubbten die Boote und klarten unsere Sachen auf, einschließlich Großreinschiff in der Unterkunft und Autos packen.


    Unser Vermieter kam und nahm die Boote und das Haus ab, ohne etwas zu beanstanden. Den Nachmittag verbrachten wir in aller Gemütlichkeit und erfreuten uns bei dem herrlichen Wetter an der wunderschönen Umgebung. (Bild 41 - 46)


    Abends genossen wir gemeinsam mit Mona und Achim die von ihnen spendierten, von Frank filetierten und von Björn zubereiteten Pollack (Bild 47), dann ging es zeitig in die Federn.



    Um 03:00 Uhr war das letzte Mal Wecken, pünktlich um 04:00 Uhr Abfahrt Richtung Deutschland. (Bild 48) Diesmal fuhren wir ab Egersund die E39 und erreichten nach genau drei Stunden Kristiansand.

    Wieder machte uns der Nebel streckenweise zu schaffen, lieferte dafür aber nach dem Sonnenaufgang wunderschöne Motive. (Bild 49 - 54)[FONT=&quot][/FONT]

    Ohne Besonderheiten wurde eingecheckt und auch die Überfahrt verlief problemlos.

    Wir fuhren wieder bis Deutschland gemeinsam und trennten uns hinter Flensburg mit dem festen Vorhaben, im kommenden Jahr nach Möglichkeit alle gemeinsam eine solche Fahrt zu wiederholen.

    Zu meinen anfänglichen Bedenken kann ich nur sagen: Jegliche Voreingenommenheit für einen solchen Urlaub, anderen, Unbekannten, gegenüber, sind Dummheit. Angler sind wirklich wie eine Familie, in der einer dem andern beisteht, ihn unterstützt, ihm bei Bedarf hilft. Es war ein sehr schöner, harmonischer Urlaub, den ich nicht missen möchte. :baby:[FONT=&quot][/FONT]

    Ich danke meinen Freunden, Mona und Achim, dass sie mich dies wieder einmal erkennen ließen. :Danke:


    Liebe Grüße in den Ruhrpott zu den "verfeindeten Fußballfans" , wünsche allen eine tolle WM-Zeit und hoffe auf ein Wiedersehen. :wave: Uli

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  • Eigerøy 2010, oder prima Fische in Südnorge

    • stolteraa
    • 11. Juni 2010 um 13:41

    Groß war eines Tages meine Überraschung, als ich lange vor der Zeit im Rahmen einer „Familienzusammenkunft“ einen Gutschein anlässlich meines 65.Geburtstages für einen einwöchigen „Männer-Angel-Urlaub“ nach Eigeroy erhielt.
    Vorzeitig deshalb, um die Vorfreude zu verlängern und damit ich mich noch ordentlich darauf vorbereiten kann. :Danke:
    Männerurlaub, das bedeutete meine beiden Schwiegersöhne Frank und Matthias sowie unser Angelfreund Björn aus Nordrhein-Westfalen (den wir mit Familie in Kvernepollen kennen gelernt hatten) mit seinem Bruder Frank und Freund Reimund. (Bild 1)


    Solch einen Angelurlaub gab es bisher für keinen von uns. Verständlich sicherlich eine bestimmte Skepsis meinerseits: Kommen die jungen Männer mit mir klar?! Und umgekehrt?! Wird Ordnung herrschen oder werden es Trinkerfestspiele? Achtet man aufeinander oder macht jeder, was er will?! Komme ich gesundheitlich klar? Verstehen wir uns auch mit Frank und Reimund, die noch unbekannt waren.
    ???:)
    Am 21.05.10, früh um 03:00 Uhr begann die Reise in Rostock. Über Lübeck und Kiel ging es nach Flensburg, wo wir uns mit unseren Freunden trafen und danach die Fahrt gemeinsam nach Hirtshals fortsetzten.



    Das Wetter wusste nicht recht, was es wollte: nach dem Sonnenaufgang dicker Nebel, blaue Löcher, wieder Nebel und dann – ja dann begrüßte uns der Norden Dänemarks mit blauem Himmel, Sonne pur, und kaum Wind. (Bild 2,3)


    In Hirtshals lag das Skagerrak fast spiegelglatt vor uns und als dann die Katamaran-Schnellfähre „FJORD CAT“ der Fjordline mit fast einer ¾ Stunde Verspätung Fahrt aufnahm, genossen alle Fahrgäste das ungeteilte Erlebnis der hohen Geschwindigkeit. :klatsch:(Bild 4,5,6)


    Das Traumwetter empfing uns 15:00 Uhr auch in Kristiansand, der norwegische Zoll spielte mit und ließ alles passieren, so dass unserer Weiterfahrt über die E 39, ab Flekkefjord die L 44 und ab Egersund die L 502 nichts mehr im Wege stand. Drei Stunden später war es geschafft, wir waren auf der Insel Eigeroy in unserem Quartier eingetroffen.

    Der Vermieter wartete schon und eröffnete uns, das dritte bestellte Boot wäre nicht verfügbar. Wir könnten ja zu dritt mit den beiden Ruderbooten (9,9 PS-Motoren) fahren! :mad: (Bild 7)
    Kein Streß - das Problem klärte sich später, wir bekamen noch ein Boot und machten natürlich noch abends um 20:00 Uhr seeklar zum ersten Angeltrip. Nach zwei Stunden brachen wir den Test ab: die Fische mochten unsere Pilker nicht, die See war recht kabbelig und wir mussten ja noch unsere Quartiere einigermaßen wohnlich einrichten.

    Gegen Mitternacht waren wir fertig, die Autos geleert und nach dem Abendbrot incl. Verdauungstrunk entspannte jeder auf seine Weise, (Bild 8,9) bevor wir gegen 02:00 Uhr in die Federn krochen; nicht ohne vorher festzulegen, dass um 05:00 Uhr Björn die Wetterlage kontrolliert und bei vernünftigem Wetter alle weckt. :wave:

    Sonntag Morgen, 05:00 Uhr Wecken, 30 min. später lukullisches Frühstück sogar mit gekochten Eiern und kurz nach 06:00 Uhr verließen wir in Kiellinie unsere kleine Bucht Richtung Meer, die wir nach ca. 10 min erreichten. Obwohl wir weder über Echolote, Kompasse oder (außer Björn) GPS verfügten, hatten wir bei allen Driften beste Orientierung: wir trieben jedes Mal am Leuchtturm Eigeroy fyr vorbei.

    Trotzdem hatten wir die angepeilten Stellen wohl doch noch nicht richtig getroffen, auch wollten unsere „Außenbordskameraden“ noch nicht so, wie wir, deshalb liefen wir gegen 10:00 Uhr wieder ein. Einige Pollacks in Portionsgröße brachten wir mit (wieder machte unser sehr seltener Gelegenheitsangler Matthias den ersten Fang (Bild 10)) und hatten mit der Fischverarbeitung bis um Mittagessen zu tun.


    Jetzt zahlte sich die vorbereitende Organisation aus: Jeder hatte für einen Tag Mittagessen mitzubringen und für die ganze Mannschaft zu zubereiten. Kaum zu glauben: die Männerwirtschaft funktionierte einwandfrei, auch an den folgenden Tagen.


    Während sich unser Frank stets mit hohem Einsatz um die Fahrbereitschaft aller Boote kümmerte, war Björn in freiwilliger Initiative unser Chefkoch, der den Hauptanteil an allen gelungenen Mahlzeiten trug. Auch sein Bruder Frank machte sich nicht schlecht und wie man sieht, hat es allen geschmeckt.


    Da wir abends wieder aufs Meer wollten, nutzte jeder die Zeit zur Erholung auf seine Weise: Matthias und ich schliefen, die anderen erholten sich beim Fernsehen. (Bild 11 - 13)


    Von 17:00 bis 21:00 Uhr erneutes gemeinsames Auslaufen „vor die Haustür“ und tatsächlich fingen jetzt alle den einen oder anderen Pollack.
    Nach der Fischversorgung und Abendessen erfolgte dann erstmals die Auszeichnung des Tagessiegers. Vereinbart war, dass in der Regel nach gemeinsamer Abstimmung der gewinnt, der die meisten Fische fängt. Ausnahme: wenn ein anderer ein sehr seltenes Exemplar oder ein besonders großes fängt, dann ist der Sieger. (Bild 14) Kurz nachdem Matthias erstmals die „Trophäe“ erhielt, hörten wir ein Boot einlaufen und sahen Achim und Mona ankommen, die aus dem Forum kannten und bereits begrüßt hatten. (Bild 15)


    Als wir dann ihre Fischkiste sahen, gab es kein Halten mehr, dass musste jeder gesehen haben. Mit vielen Fragen und Fachsimpelei störten wir die beiden beim Filetieren, so wenig wie möglich und so gut es ging.
    Besonders das Wo?, Womit? und Wie? waren von größtem Interesse.


    Und dabei machten wir eine für uns überraschende Erkenntnis: Wir hatten den ganzen Tag versucht, Pollacks an den Felskanten und Hängen an unsere Haken zu bekommen.
    Nun hörten wir erstmals, dass die großen Pollacks über ziemlich ebenem Grund, bei Wassertiefen von 60 – 80m ca. 10 – 20m über Grund jagten und erbeutet wurden. Diese Neuigkeit musste am folgenden Tag unbedingt umgesetzt werden!

    Montag, nach der Wetterkontrolle 05:00 Uhr wieder Wecken, frühstücken und 06:00 Uhr Auslaufen. Natürlich stand heute die Anwendung des gestern Gehörten im Mittelpunkt, dazu mussten wir weiter raus und hatten tatsächlich Erfolg. Da gegen Mittag der Wind auffrischte, mussten wir aus Sicherheitsgründen das Fangvergnügen beenden, konnten auch abends nicht mehr auf’s Meer. So wurde Frank einstimmig der zweite Tagessieger. Zum Abendbierchen luden wir Mona und Achim ein, es wurde ein gemütlicher Abend zum Kennen lernen. (Bild 16 - 18)

    Dienstag früh gab es keinen Weckruf – ein Auslaufen war wegen des Windes noch nicht möglich. So nutzten wir den Morgen zum Ausschlafen. Nach dem Frühstück beschlossen wir, wenigstens einen Versuch zu starten und zu prüfen, wie es vor der Haustür aussieht.

    Voller Optimismus ging es hinaus aufs Meer (Bild 19), aber obwohl wir uns schon die ruhigere Gegend ausgesucht hatten, obwohl wir unsere Driftsäcke ausgebracht hatten, war an ein Fischen nicht zu denken. Die Boote trieben so schnell, dass es unmöglich war, die Pilker auf Grund zu bringen. Zusätzlich kam über Land dichter Nebel auf und so brachen wir diesen Versuch nach einer guten Stunde ab. (Bild 20 - 22)


    So fuhren wir nachmittags nach Egersund, um auch die Schönheiten an Land zu genießen. (Bild 23 - 25).

    Hier unterbreche ich und setze mit dem zweiten Teil später fort. L.G. in das Ruhrgebiet Uli

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  • Eigerøy 2010, oder prima Fische in Südnorge

    • stolteraa
    • 9. Juni 2010 um 22:06

    Hallo, Mona und Achim, seit Tagen durchforstete ich das Forum in der Hoffnung, daß Ihr schon etwas geschrieben habt. War die Woche viel unterwegs und bin selbst noch nicht über die erste Berichtsseite hinausgekommen. Heute erzählt mir Frank von Eurem klasse Bericht und ich bemerkte, daß ich die ganze Zeit im falschen Forum gesucht habe. Sorry, passiert nicht mehr! Nun muß ich wohl meinen Bericht neu angehen, denn Ihr habt ja schon einige Menge erzählt. Danke für diesen super Bericht, aber noch viel mehr danke ich Euch für die gemeinsamen Stunden, denn diese waren eine echte Bereicherung. Von Eurer Telefon - Fisch - Ansage und den darauffolgenden Gruppenangriffen auf Pollack & Co. ganz zu schweigen. Bis bald viele Grüße aus Rostock von Uli und den Schwiegersöhnen. Anbei noch ein paar Fotos von mir.

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