1999 und eine Idee.
Warum fahren wir nicht auch mal nach Norwegen. So, nun war es ausgesprochen und nun folgte die Umsetzung.
Absolut unerfahren, marschierten wir ins Reisebüro um Kataloge zu holen.
Aber wohin soll die Reise gehen? Da war ein Titelbild auf einem Katalog mit einem Haus – ein Traum!
Wir waren uns sofort einig und im Reisebüro musste nur noch geklärt werden, ob das Haus auch am Meer steht. Aber klar sagte die nette Dame. Sie hätte noch einmal beim Veranstalter nachgefragt und es wäre an dem. Aber dazu später noch einmal mehr.
So, nun war alles bereit - wir müssen jetzt nur noch auf das Jahr 2000 warten. Aber bis dahin hatten wir ja noch einiges zu tun.
Dann war es soweit – endlich geht es los. Man waren wir aufgeregt.
Die erste Etappe ging nach Hitshals zur Fähre. Also um sicher zu gehen, sollten wir 2 Stunden Karenzzeit einplanen.
Jetzt ging das Abenteuer los. Wir haben mit allem gerechnet, aber nicht, dass wir ohne jegliche Probleme in Dänemark ankommen werden. Und auch noch viel zu früh! 3 Stunden zu früh! Aber macht nichts – so können wir in aller Ruhe noch Frühstücken
Danach ging es zum Fähranleger
Aber was war das? Wir waren schon sehr früh da, jedoch waren die Anderen wohl doch schneller. Der Parkplatz war gerappelt voll. Wie jetzt, wir kommen doch nie auf die Fähre!
Na gut, gehen wir erst einmal die Bordkarten holen. Dort haben wir erfahren, dass die Fähre noch gar nicht von Kristiansand abgefahren ist. Der Seegang ist zu hoch. Volltreffer. Jetzt waren wir schon 3 Stunden zu früh und die Fähre noch nicht einmal hier. Das kann was werden.
Nach ca. 4 Stunden kam sie dann.
Irgendwie sind wir aber auch auf die Fähre gekommen, jedoch blieb ein ungutes Gefühl – denn da war doch noch der Seegang.
Wir haben es uns bequem gemacht und vorsichtshalber ein paar Kümmerling in die Tasche gesteckt. So als Medizin. Und die haben wir dann auch gebraucht!
Aus der Mole `raus und noch ca. 5 min. - dann ging es richtig los. Meine Herren – die Wellen am Fenster. Da sollten sie aber nicht sein. Dann haben wir das ganze Schiff atmen hören und zwar immer dann, wenn es abwärts ging. Schnell die Kümmerlinge hinter kippen – vielleicht hilft das.
Nach einer Stunde war dann der Kahn krank. Ich erinnere mich an einen Mann mit hellblauem Hemd. Jedenfalls war das Hemd noch hellblau als er an unserem Sitzplatz vorbei schwankte. Als er nach ca. 30 min wieder an uns vorbei kam, war nur noch der Kragen hellblau und der Rest – dunkelblau. Eh man, das ging aber auch ganz schön an die Substanz.
Nach ca. 5 Stunden hatte der Kampf mit den Elementen ein Ende und wir waren glücklich in Kristiansand angekommen.
Erst einmal runter von der Fähre und dann Pause.
Irgendwann hatten wir dann unser Ziel erreicht. Den Frafjord in der Nähe von Stavanger. Nur wo war unser Haus zu finden. Die Straße gabelte sich. Nach links ging es weg vom Fjord, also nach rechts durch den Tunnel. Nach 6 km kamen wir aus dem Tunnel und waren platt. Ein Traumbild! Wir waren überwältigt! Der Fjord lag vor uns und gewaltige Felsen direkt neben uns. Aber wo war das Haus? Die Straße war auch zu Ende. Das gibt es doch gar nicht! Die Norweger bauen doch keinen 6 km langen Tunnel zu Fjord bei dessen Ende die Straße aufhört. Aber es war so.
Wie aber nun weiter? Erst einmal zurück. Also doch links – Moment mal, da geht eine schmale Straße den Berg hoch. Kann nicht sein – unser Haus muss am Fjord stehen. Was bleibt uns aber übrig? – Wir müssen den Berg hoch. Vielleicht geht es dann wieder runter.
Wir sind gefahren – immer bergauf. Ganz oben angekommen – siehe da: unser Haus.
Wir hatten ein Haus am Wasser, jedoch in 600 m Höhe!
Aber irgendwie waren wir nicht so richtig enttäuscht. Das war ein tolles Haus mit ganz lieben Vermietern!
Am nächsten Morgen, ging es dann zum Angeln. Wir wussten inzwischen nun, dass unser Boot unten am Fjord in einem kleinen Hafen liegt. Ca. 45 min Fahrt.
Egal, auf geht`s
Die tollen gelben Friesennerze angezogen, von Floatern hatten wir noch nichts gehört, und die Angel eingepackt.
Unterwegs habe ich dann gemerkt, dass meine Stiefel nicht der Größe entsprachen, die ich einst hatte. Unten am Hafen angekommen, war es soweit. Ich habe den Anderen eröffnet, dass ich erst einmal neue Stiefel brauche. Na da war was los!
Aber es ging nicht anders – ich fuhr in den nächsten Ort. Aber ich hatte sofort Glück. Der erste Markt hatte Stiefel in meiner Größe. Perfekt.
Jetzt aber aufs Wasser. Die Boote machten aber nicht so den rechten sicheren Eindruck. Aber egal.
Wir haben den ganzen Tag geangelt. Das Wetter machte mit uns, was es wollte. Die tollen gelben Hosen haben schon beim Einsteigen den Geist aufgegeben. Ein kleines Geräusch und es war klar – ich hatte nur noch 2 Hosenbeine.
Es wurde Abend – wir waren nass, aber glücklich. Man konnte sich überhaupt nicht satt sehen.
Am Haus angekommen wurde die Badewanne angeheizt. Ein toller Spaß bei 6 °C in der Wanne zu sitzen.
Ein tolles Erlebnis hatten wir auch am Männertag. Wir machen einen Ausflug zum Prekestolen.
Am Parkplatz angekommen haben wir gelesen, dass man für den Aufstieg so um die 5 Stunden braucht. Quatsch – wir doch nicht!
Leute lasst uns den Berg erklimmen, damit wir endlich zu gemütlichen Teil kommen können.
Von wegen, wir brauchen nicht so viel Zeit. Das ist ganz schön heftig!!
Endlich waren wir oben!
Hier wollten wir eigentlich unseren Männertag feiern. Das haben wir aber sein lassen. Der Wind war so stark und geregnet hat es auch. Aber die Aussicht war toll.
Irgendwann waren wir wieder am Auto. Getrunken haben wir jeder ein Radler. Es war aber trotzdem unbeschreiblich schön!
Oh Mist, ich glaube der Bericht wird viel zu lang. Ich könnte immer weiter schreiben, so beeindruckend war der erste Besuch des schönen Landes.
Aber ich höre jetzt auf.
Vielleicht noch ein paar Bilder zu Schluss! Nur wo wir uns den Virus eingefangen haben, wissen wir heute noch nicht!