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Reisebericht Stavang 22.08.2026 – 08.09.2026

  • bl4ckground
  • 11. September 2026 um 19:50

Der Hamburger Stammtisch ist geplant am 14.11.2025 oder 21.11 2026

Bitte mit abstimmen, wer noch dazu kommen möchte.

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    bl4ckground
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    • 11. September 2026 um 19:50
    • #1

    Durch unseren eingeschobenen Angelurlaub im Juni in Lindesnes fühlte sich die
    Wartezeit auf den „richtigen“ Urlaub glücklicherweise nur halb so lang an. Es sollte
    nach Stavang gehen. Ein für uns völlig neues Gebiet und gleichzeitig auch die bisher
    nördlichste Destination. Zu den üblichen Verdächtigen, also meinen Eltern und mir
    gesellte sich noch kurzfristig mein Cousin dazu (ca. 3 Monate vorher), Haus und Boot
    ließen das zu, jedenfalls dachten wir das.
    Er ist sowohl Norwegen- als auch Angelneuling. Was das bedeutet, können sich
    bestimmt einige schon denken…

    Untergebracht waren wir hier: Angelferien mit der Familie?

    Aber warum sind wir davon ausgegangen das Haus und Boot groß genug sind?
    Naja, das Haus ist für 8 Personen ausgelegt, ob da nun 3 oder 4 Mieter wohnen, ist
    letztendlich egal. Das passte also schonmal.
    Als Boot hatten wir eigentlich ein Oien 530 mit 40 PS, nicht riesig, aber völlig
    ausreichend. Leider erreichte uns eine Woche vor Urlaubsantritt die Nachricht, dass
    der Motor kaputt ist und auch nicht mehr repariert werden kann. Als Ersatzboot
    erhielten wir ein Pioneer 15 mit 20 PS. Das Boot besaß keinen Steuerstand (sonst
    würde an Board noch mehr Platz fehlen), das Echolot mit Geber musste täglich
    sowohl neu angebracht als auch geladen werden und kleiner war es im Allgemeinen
    natürlich auch. Vom Komfort, Platz und der Sicherheit her also keine schönen
    Neuigkeiten, aber eine Alternative gab es leider nicht (außer Stornieren…), es
    musste in den sauren Apfel gebissen werden und wir machten das Beste daraus.
    Immerhin kam man uns im Preis entgegen.
    Für Menschen mit körperlichen Einschränkungen könnte der Einstieg zum Boot
    besonders bei Ebbe ungeeignet sein (Holzleiter), man kann aber mit dem Boot zum
    gegenüberlegenen Steg fahren, um die Personen ins Boot zu holen.

    Nun aber mal zur Reise. Los ging es am 22.08.26 7:00 Uhr in der Früh mit einem 10
    Stunden ritt nach Hirtshals. Mit mehreren Fahrerwechseln und Pausen gut machbar,
    dennoch zieht sich die Strecke jedes Jahr wie ein Kaugummi. Dann sind wir mit der
    Fähre inkl. Frühstücksbuffet pünktlich am Sonntag gegen 13:00 Uhr in Bergen
    angekommen. Danach noch ca. 4 Stunden Fahrt inkl. kleiner Fähre, um ans Ziel zu
    kommen. Alles hat einwandfrei funktioniert und so wurde ruhig und gemütlich das
    Auto ausgeräumt, Haus eingeräumt und das Angeltackle aufgebaut.
    Den ganzen Urlaub hatten wir unglaubliches Glück mit dem Wetter, kaum Wind, viel
    Sonne und Temperaturen um die 18 Grad. Geregnet hat es meistens in der Nacht.
    Wir hatten genau EINEN Ausfalltag, dort passten sich Wind und Regen perfekt ab, es
    regnete den ganzen Tag aus Eimern und der Wind blies aus allen Richtungen.
    Zusammengefasst ein Sechser im Lotto mit Zusatzzahl.

    Jetzt aber nun endlich zum wichtigen Part der Reise: das Angeln. Vorher wurde die
    Angelkarte genauestens studiert und das Netz nach bisherigen Berichten durchforstet.
    Leider gab es recht wenig Informationen im Internet, bei doch recht vielen Ferienhäusern
    in der Nähe sehr verwunderlich. Gefangen haben wir aber natürlich dennoch, vor allem Leng,
    aber auch Dorsch, Pollack, Schellfisch, Köhler, Wittling, Makrelen, Knurrhahn,
    Flügelbutt, Tintenfisch, Seehecht, Lippfisch und Franzosendorsch. Den größten Fisch
    hatte, wie sollte es natürlich auch anders sein, unser Norwegenneuling: einen 1,25 m
    großen Leng. Allgemein hatten die Lenge gute Küchengrößen und konnten auch
    schon in Tiefen von unter 30 Metern gefangen werden. Eine Angelgruppe berichtete
    uns außerdem vom Fang eines 1,50 m großen Exemplars. Der Seehecht war eher
    ein Zufallsfang, maß stattliche 99 cm und lieferte einen sehr guten Drill. Gerne hätten
    wir mehr davon gefangen, aber da fehlte uns etwas die Revierkenntnis. Bei den
    Pollacks taten wir uns auch etwas schwer, erst am letzten Angeltag fanden wir hier
    eine passende Stelle, diese war uns zwar schon vorher bekannt, angefahren sind wir
    diese aber halt nur das eine Mal (schön doof). Wir haben einige andere Boote
    gesehen die aktiv auf Köhler geangelt haben, da dies nicht unbedingt unsere Angelei
    ist, können wir nicht viel dazu sagen, ich denke aber, dass hier gute Fänge möglich
    sind, per Zufall fingen wir nämlich ein immerhin 72 cm großes Exemplar mit
    Gummifisch. Makrelen als Köderfische zu fangen, gestaltete sich an so manchen Tag
    als gar nicht so leicht, dies scheint dieses Jahr aber ein universelles Problem zu sein,
    denn davon konnte man im Forum ja schon ein paar Mal von lesen.

    Wälder, um Pilze zu sammeln, gibt es in der Gegend genug, wir waren aber quasi bei
    unseren häufigen Touren nur in einem Waldabschnitt und auch jedes Mal erfolgreich.
    Leider war die Steinpilzdichte nicht sehr hoch, dafür gab es umso mehr Pfifferlinge.

    Stavang ist klein und liegt ruhig und etwas abgelegen. Dennoch gibt es einen
    Landhandel, welcher von 7:00 Uhr bis 23:00 Uhr geöffnet hat. Dieser ist nicht
    permanent besetzt, man kommt aber mit Kreditkarte zu den Öffnungszeiten rein und
    kann dann per Selbstbedingungskasse bezahlen. Der Laden hat ein ordentliches
    Sortiment, aber hier sind die Preise noch höher als bereits in den normalen
    Supermärkten. Auch eine kleine Tankstelle ist vorhanden.
    Der nächste „normale“ Supermarkt liegt circa 25 Minuten weit weg, dieser bietet
    sogar eine TooGoodToGo-Tüte mit Backwaren an, sehr gut, um sich ein paar Tage
    mit Brot einzudecken (wir hatten jeweils 3 Brote und ein Gebäck für 6,93 EUR).

    Die Rücktour erfolgte per Auto nach Oslo (vom Zoll keine Spur, dennoch viel Polizei,
    wir vermuten aufgrund der anstehenden Beerdigung von König Harald V), dann per
    Fähre nach Kopenhagen und von dort aus nach Gedser, um dann mit der Fähre
    nach Rostock überzusetzen (inklusive Hubschrauberübung der deutschen Marine).
    Den Rest locker flockig dann noch mit Auto.

    Fazit:
    Sowohl landschaftlich als auch von der Angelei können wir Stavang auf jeden Fall
    empfehlen. Man ist umgeben von Bergketten, wenn es geregnet hat, gab es überall
    kleine Wasserfälle und die Ruhe wurde nur ab und zu von den startenden und
    kommenden Flugzeugen unterbrochen. 60 kg Filet haben wir nach zwei Wochen
    locker zusammen bekommen und mit etwas mehr Revierkenntnis und einem
    besseren Boot kann man das womöglich noch deutlich schneller schaffen. Auch sehr
    große Fänge kann man hier sicherlich auch öfter haben. Die Nähe zum offenen Meer
    ist interessant und bestimmt auch Erfolgsversprechend, leider war uns dies durch
    unser Boot verwehrt geblieben, vom Wetter her wären Ausfahrten machbar gewesen.

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    • 11. September 2026 um 19:51
    • #2

    Anbei noch die Stellen wo wir was gefangen haben.

    Bilder

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  • bl4ckground 11. September 2026 um 20:12

    Hat den Titel des Themas von „https://www.ferienhausmiete.de/118901.htm“ zu „Reisebericht Stavang 22.08.2026 – 08.09.2026“ geändert.
  • Jürgen Chosz
    Hamburger+Hardanger Fan
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    • 11. September 2026 um 20:51
    • #3

    :Danke: für den ausführlichen mit schönen Fotos bebilderten Bericht&%applaus&%

    Ps. falls noch mehr Fotos vorhanden...immer her damit#zwinker2*

    Wenn es interessiert

    Plattfischangeln in Norwegen

    Norwegen ist viel mehr als nur Fische fangen.....

    Norwegen ist meine zweite Heimat:wave:

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