Respekt !!! 
Was für ein Aufwand und was für ein toller Bericht. ![]()
Respekt !!! 
Was für ein Aufwand und was für ein toller Bericht. ![]()
Sei 68 , Frank:
Bei uns im Roadbook steht folgender Eintrag: Abmarsch ca: 14:30 Uhr - Ankunft (damit ist zurück bei BulliBus gemeint): 18:15 Uhr, daraus ergibt sich also, dass wir ca. 4h unterwegs waren.
Allerdings: da ist unsere (kurze) Essenspause an der Gynt Hytta mit enthalten und wir können kein Maßstab für irgendeinen Wanderer sein. Wir verbummeln sicher auf jedweder Strecke unendliche Zeit mit dem fotografieren, wir gehen wirklich langsam, bleiben stehen. Wir wandern nicht um auch nur irgendwie "Strecke" zu machen. Alle unsere Angaben sind somit "Fake-News".
Darum in "verwertbaren" Zahlen und Fakten:
Der Weg ist gesamt 8,8 km lang und wird für normale Wanderer mit 3:15 h angegeben.
Hier eine Schilderung von "Profis" - wir sind das quasi nachgewandert, perfekte Beschreibung:
https://www.hoehenrausch.de/wandern/norwegen/peer-gynt-hytta/
Die Anfahrt von der E6 zum PP an der Smuksjøsetter Fjellstue, kann man "vernachlässigen", das sind laut GoogleMaps 12,5 km
Ich denke so 5 h gesamt einzuplanen ist realistisch - man braucht ja Zeit zum "verkleiden" und sich wieder "fahrfertig" zu machen.
Schlafen könnte man ja direkt an der Fjellstue....Preise, Buchung:
http://www.rsml.no/overnatting/
Wäre vielleicht die beste Variante (man hätte den Abend da oben - wenn dann die Sonne mitmacht - "bloß nicht drüber nachdenken").....am nächsten morgen ausgeruht von dort weiterfahren, hängt aber natürlich am Gesamturlaubskonzept.
@ Jürgen Chosz - es waren mindestens zwei.....jedenfalls die wir sahen....
Ich hatte ja damit geendet, das es dramatisch werden würden - das betrifft 2 Dinge - das Wetter und die Farben!
Erst einmal bekamen wir ein Riesenproblem - yr.no sagte noch einmal so richtig schwierige Wetterverhältnisse voraus.
Diese wurden durch Warnungen und Vorhersagen im Radio bestätigt.
Unser "Schlupfhafen" Rondane/Gudbrandsdal war mit betroffen - wer möchte auch bei angekündigten Sturm bis Orkanböen auf dem Fjell sein?
Somit stand die große Frage im Raum: "Wohin fliehen wir?"
Es gab dann ein Gebiet, das nach "allen Wetterkarten" halbwegs erträglich erschien: Der Bereich Dovrefjell/Sunndalfjell.
Zeitgleich hatten wir den Gedanken: "ein Campingplatz mit Strom, fließend warmes Wasser aus der Decke, eine große, mit allem Tamtam ausgestattete Küche, abends gemütlich sich an einen großen Tisch setzen, mit ausgestreckten Beinen....wäre auch mal wieder recht nett."
Und wer einmal auf Furuhaugli war, der kommt gerne zurück. Und wer das einmal linkt, der kann das auch ein zweites Mal.
Wir überwanden dann einmal unsere Phobie und "warfen" uns bei Otta auf die E6 um vor der Unwetterfront zu fliehen...ist ja nur "ein Katzensprung"
Einen Abend und eine Nacht verbrachten wir noch "draußen" an unserem PP direkt an der E6 ...auch der kommt somit auf dreimalige Einkehr...
Nur, wir erkannten ihn nicht wieder. Was nicht nur daran lag - das die Norweger mal im Vorbeifahren über die E6 von Dombås bis Oppdal während unserer Reisezeit einen neue Schwarzdecke gezogen haben (COC Landkreis bitte hinfahren und abgucken!!).....nein, da war etwas "ganz anderes"
Tja ....und dann "fehlt" ein Tag.....wir verkrochen uns auf Furuhaugli.
Und verkrochen ist das einzig richtige Wort. Wir stellten uns so dicht wie nur irgend möglich an eine Hytta-Wand ins Wind-Lee. Dabei auch so dicht wie möglich an das Service Gebäude.
Trotzdem zehrte das an BulliBus. Heckklappe öffnen? Bloß nicht! Türen auf, Bus verlassen? Nur Fahrertür, die war an der Wand, und festhalten.
Wir haben uns beschäftigt - ein bisschen Kochen, da Herbstzeit Lammzeit ist in Norwegen gab es auch Lamm - und da ist eine richtige Küche viel, viel, sehr viel besser als BulliBus....man bedenke den Bratenduft.
Ein bisschen Bilder auf Laptop und Externe ziehen, Bilder gucken. Da Zeit war, hat Margareta was für ihre Farbe getan...auf die Idee kommst du doch in "Kurzurlauben" gar nicht, zum Glück "alles an Bord" - da hat Norwegen aber Preise! Schreck lass nach!
Noch etwas taten wir, mussten wir tun und es war ein ganz schlimmer, trauriger und furchtbarer Moment......wir buchten unsere Fähre "retour"......und legten somit ein Ende fest. Dieser Moment der Trauer und des Wissens dauerte dann.....so 3 min.
Übrigens gab es zum Lamm "Beute" vom Wegesrand:
Die Nacht war dann der Hammer....man konnte seekrank werden....hat das gerüttelt und geschüttelt - hat das aufs Dach gehämmert....
Irgendwann die Krönung war dann die Radiomeldung: " E6 , Dovre-Sunndalfjell, stengt, farlig" ....Na Bravo! Wir saßen also fest! Wobei war uns egal, wo wollten wir auch gegen 23 :00 Uhr hin? Tanzen?
Und morgen - da ist ein anderer Tag....wir werden sehen. Vertrauen wir einfach auf unsere Hecktür Inschrift.
Am nächsten Morgen war ein anderer Tag, es war noch windig, recht windig - aber dazu gab es doch den einen oder anderen Sonnenfleck....und alle Wettermeldungen sahen "gut aus".
Wir änderten dann, zum wievielten Male eigentlich?, unsere Pläne - eigentlich war ja die Idee - nun nach Røros zu fahren - doch genau dorthin hatte das Sturmtief wohl die Wolken geblasen - inklusive Drohungen in blauen Temperaturzahlen und weißem Zeug von oben....neeee.
Ein Rundblick zeigte dann ... Rondane geht - rings um Otta - bleibt es halbwegs machbar.
Na denn - Vorwärts und damit Zurück....uns fehlen sicher noch 1000000000000 (und noch mehr Nulen) in Rondane die wir sehen müssen.
Gleichzeitig legten wir einen Tag fest, an dem wir in Richtung Süden aufbrechen, damit wir in unserem Zuckeltempo bis Larvik fahren können und auch dabei noch abseits der großen Straßen und sehend zur Fähre kommen.
Da das Wetter nun vorbei war gab es keine Ausreden mehr, weg von der E6 - die Phobie muss gelebt werden..
Aber erst einmal das vergessene vom ersten Aufenthalt, Furuhaugli "dicht drumrum"
Ich schreibe hier im ganzen Bericht immer Snøhetta und der Leser guckt die ganze Zeit verwirrt, `tschuldigung - mein Fehler:
https://de.wikipedia.org/wiki/Snøhetta
Warum liegt nun eigentlich an diesem "Arsch der Welt" eine solche "Raststation", hatte da ein findiger Norweger mal eben 19irgendwas einen tollen Gedanken?
Nein, wie so oft in Norwegen, liegt die Wahrheit etwas tiefer und hat Geschichte:
Damit bogen wir für ein paar km auf die E6 , von Furuhaugli bis Dombås haben wir noch keine andere Lösung.
Wie es danach weiterging, davon im nächsten Posting.
Mit dem passieren von Dombås verabschiedeten wir uns für 2018 vom Dovre-Sunndalfjell Nationalpark
Diesem großartigen Landschaftsgebiet sei darum noch einmal dieses Bild gewidmet:
Ab nun verfolgten wir sehr konsequent die Umgehungstaktik und suchten uns für die Nacht einen Nachtplatz, den wir auf einer unser Touren schon gefunden hatten und den ich auch gezeigt habe: Harlaug Bru im Heidal, kurz vor Heidal.
ausgesehen hat diese Rute so:
https://kart.gulesider.no/m/hESIO
wieder muss man zoomen
Ich möchte euch den Abzweig bei Dombås naheliegen, das ist nur ein paar Meter von der E6 - wer immer da entlangfährt, ist quasi schon "vorbeigerammelt".
Am Dombfossen:
Weiter ging es - immer mit dem Blick "über die E6"
Schon wieder fast zu viele, geht dann weiter...
Als nächstes kamen wir durch dieses Gezuckel der Kirche von Nord Sel näher, erinnert ihr euch des Wappens der Kommune - hatte ich als link, hier "in groß"
Der nächste Morgen sah uns mit schweren Regenandrohungen konfrontiert...Wetter für gar nichts...was also tun?
Wir erinnerten uns eines Hinweises hier aus Heidal, ich hatte die Anekdote erzählt, das das Norwegische FjellMuseum in Lom sehr schön sein soll und sehr informativ.
Also auf....aber schön "hinten rum", schön von den Hauptstraßen weg....
https://www.norskfjellsenter.no
Wer in Lom ist, auf der Durchfahrt oder in der Nähe und einen "nicht so prickelnden Tag vom Wetter her" oder wer sich eh für Museen und ähnliches begeistern kann, empfehlen wir den Besuch sehr. Es ist informativ, interaktiv - behaglich und gemütlich. Haben noch nie in einem Museum an einem Lagerfeuer gesessen....außer hier.
Damit bis hierher, weiter gehts im nächsten Posting und da wird es zumindest von Regen und Schnee her besser...aber es wird "saukalt"
Wenn du den lebend sehen möchtest,Nähe Arendal (tiefstes Südnorge) lebte(Hoffendlich heute noch) einer .Lief da etliche Meter neben dem Auto her weil er nicht weg konnte (Felswand ) und andere Seite der Straße ging es abwärts.
@ Jürgen Chosz
Jürgen, danke für den Tipp.
Jetzt grübele ich: Bei Arendal läuft ein Mammut am Straßenrand? Spannend
Zum anderen, na auch wenn da vor Jahren vielleicht ein Vielfraß an der Straße umherlief, würden wir "vermutlich" unser Glück eher auf und in den Fjells versuchen.
Ich muss auch das nicht als "scherzhafte Antwort" kennzeichnen, hoffe ich?
Mamut..nööö klar![]()
Nööö,da lief wirklich und wahrhaftig ein Vielfraß lang..meine ungewöhnlichste und zweitschönste Tierbegegnung....an Platz 1 stehen da immer noch Anlagen-Minks#zwinker2*![]()
Das Wetter machte uns ab jetzt "immer mehr Freude", aber da wir mittlerweile geübt waren in Flexibilität - störte uns das auch nicht weiter.
Wir nutzten jede Chance, die sich bot - das Fjell zu Fuß zu erkunden, den Rest der Zeit vertrieben wir uns mit kleinen "Bewegungen" im Gudbrandsdal, mit Pflaster treten in den "Citys", bummeln, flanieren, schauen, lesen von allen möglichen Info`s etc.. Was sich als sehr "Horizont erweiternd" darstellte.
Am 39. Reisetag klappte das nochmals mit einer Wanderung.
Allerdings war es schon im Tal "leicht zugig" und "leicht kühler" war es ja insgesamt.
Das wurde dann spannend. Aber wieder ganz besonders.
Also auf nach Ranglarhø
Ich habe dazu eine Karte "vorbereitet" - also quasi Jean Pütz
https://kart.gulesider.no/m/eq6kf
Die Legende:
1 = Abfahrt von der E6 bei Otta
2 = PP am Wandergebiet
3 = Gipfel Ranglarhø
4 = Peer Gynt Hytta
5 = Smuksjøsetter Fjellstue
6 = Rondavassbu (auch eine sehr große Hütte - wir noch kommen)
ich möchte damit einmal verdeutlichen, was "da oben" möglich ist, wie dicht das Wegenetz ist, wie "dicht" Unterkunftsmöglichkeiten liegen. Also selbst derjenige, der nun nicht die ganz große Tour, inklusive Zelt und allem wandern möchte, alleine mit dem Hopsen von Hytta zu Hytta Rondane komplett zu Fuß erwandern kann. Wie gerade schon einmal angemerkt, wie gut, dass wir keine Agenda auf unseren Reisen haben.
Hier mache ich aus Regiegründen wieder einen Cut, geht gleich weiter...
somit hatten wir den Anstieg hinter uns, was dann kam war das:
Für uns war diese Wanderung wieder ganz besonders, sie bescherte wieder ganz andere Blicke und Einblicke. Allerdings fanden wir endgültig den Knackpunkt unserer Ausrüstung - Handschuhe- ein Tipp an Alle - ob Wanderer oder Angler - achtet auf wirklich warme Hände....
Im nächsten Posting gehts dann tief im Tal weiter....
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