Teil 4 :
Die nächsten Tage verbrachten wir innerhalb der Schären in den Heringsschwärmen um die Dorsche zu ärgern. Das klappte auch hervorragend und neben
reichlich releasten Fischen glühten abends die Filetiermesser
Auch gesellten sich immer mal wieder der ein oder andere Pollack dazu und brachte etwas Abwechslung in die Palette
Als endlich die Vorhersage für den nächsten Tag stimmte , hieß es Heringe stippen und die Ködervorräte zu schaffen. Dies war
zwar mühsam , aber dann doch einigermaßen erfolgreich und so konnte es am nächsten Morgen bei "Laborbedingungen "
losgehen. Am Platz angekommen gingen die Köder mit 300 Gramm Bleien auch senkrecht in die Tiefe und lediglich die Gezeiten-
drift sorgte für ein wenig Versatz. Auch mein 105 Gramm Pilker musste nicht geworfen werden , sondern konnte senkrecht ge-
fischt werden bei 110 Metern. Da sich bei mir nix tat wurde ich etwas weich und garnierte den Drilling mit Heringsfetzen , was
aber lediglich die Dornhaie zum Anknabbern fanden.
Mein Neffe fischte auf ähnliche Weise und hatte das Glück als ersten Fisch des Tages besagten Seeteufel zu fangen
Ich blieb bis auf Haie Schneider und die Zuppler der Naturköderangler wurden heftiger.
Mein Freund Pascal fischte mit ganzem Hering am Giant Jighead Deadbait und bekam schon bald einen heftigen Biss.
Die Rute bog sich verdächtig und der große Fisch nahm immer wieder Schnur. Nach langem Hin- und Her kam ein riesiger weißer
Schatten an die Oberfläche. 1,23 und 13 Kg wie sich später herausstellen sollte
Die Euphorie war natürlich riesig , zumal die Laborbedingungen anhielten und Köder reichlich an Bord waren.
Es dauerte jedoch eine ganze Weile bis der nächste Biss kam und mein Sohn riss seine Rute zum Anschlag nach oben.
Auch hier war es ein zähes hin und her , nach gefühlt ewigem Pumpen kam ein 1,20er nach oben
Stolz wie Oscar bekam ich von ihm immer wieder "Schneider , Schneider" Rufe , denn ich war immer noch ohne verwertbaren Fisch.
Gerade als ich die Anweisung gab zum Hochholen und Ansetzen der letzten Drift entgegnete Junior " Moment, hab grad nen Biss"
Únd tatsächlich war in seiner Spitze ein leichtes Zittern zu sehen.Als ich schon über den Biss eines kleinen Hais lästern wollte,
wurde seine Rutenspitzen gleichmäßig nach unten gerissen und der erfolgte Anschlag mit einer vehementen Flucht erwidert.
Schnell wurde klar , dass da etwas noch Größeres am Haken hing. Pumpen , Flucht , Pumpen , Flucht und es dauerte eine gefühlte
Ewigkeit bis der Gegner sich vom Grund heben ließ. Langsam aber stetig kam der Fisch höher, bis schließlich der brühmte weiße Schatten zu erkennen war.
Was dann an die Oberfläche kam ließ alle Münder offen stehen ![]()
Ein riesen Leng , Gaff , rein ins Boot und Jubelschrei? Denkste , der Filius war platt nach zwei solchen Drills und konnte zum Fotermin
erst im Hafen wieder die Arme heben.
Da nun alle müde und hungrig waren , beendeten wir diesen denkwürdigen Angeltag und alle (außer mir
) hatten ordentliche Fische
gefangen.
Im nächsten Teil: Kackt für mich hinten nochmal die Kuh?




