Folge 19-6-2009
Legen wir erst einmal ein Platte oder CD auf.
Da es Winter ist, ist es wohl am passenden, wenn wir uns von Antonio Vivaldi (geb. 1678, gest. 1741) aus seinem Werk
„Die Vier Jahreszeiten“
das Concerto
„Der Winter“
anhören und dabei diese Geschichte lesen:
***
Heute soll es um ein Thema gehen, das immer wieder Schriftsteller, Musiker, Maler, um einige zu nennen, inspirieren, weil sich dieses Thema wohl am Besten eignet, um menschliche Gefühle, Lebensbejahung, Lebenswillens zum Ausdruck zu bringen.
Was sind da nicht alles für Werke geschaffen wurden.
High Light oder auch Sternstunden der Menschheit kann man viele von diesen nennen.
Das was wir heute suchen ist sicher auch eine solche Sternstunde.
Hat man da das eine oder andere kennen gelernt, alle ist fast unmöglich, stellt man fest, dass in der Regel nur wenige Künstler dieses Thema, sagen wir mal „an sich“ behandelt haben. Meistens wurde das mit gesellschaftlichen Vorgängen verknüpft.
Und so bekommt man über und durch dieses Thema, auch noch einen Einblick in die gesellschaftlichen Verhältnisse in der die Handlung spielt.
In aller Regel beinhalten dann diese Werke auch solche Botschaften an die Menschen.
Er, den wir heute suchen, hat das auch nicht anders gesehen.
Mit seinen Fähigkeiten und Fleiß hatte er schon einiges zustande gebracht. Er war damit Populär geworden und es hatte ihn Anerkennung, sowie auch Ehre eingebracht.
Leider verstarb er sehr früh. Er wurde gerade mal 39 Jahre alt.
Ein Thema beschäftigte ihn immer und immer wieder und lies ihn nicht zur Ruhe kommen.
Fast alle großen Werke die in seinen Land die Menschen mit ihren optimistischen Lebensdrang, überschäumender Heiterkeit und auch verträumter Sentimentalität begeisterten, kamen aus anderen Ländern.
Vor allem auf diesen einen Gebiet, das hier gesuchte, hatte sein Land aber noch nichts Hervorragendes zu bieten und noch keinen Beitrag geleistet.
Da fiel ihn eines Tages der Roman eines Autors seines Landes in die Hände und dieser begeistert ihn so, dass er morgens um 4 Uhr den Autor anrief, um ihn seine Begeisterung und sein Vorhaben mitzuteilen.
Der Autor dieses Romans überlegte auch nicht lang, weil auch ihn es störte, dass sein Land bisher hier noch nichts Vernünftiges geschaffen hatte.
Diese Handlung beinhaltet genau das was er suchte und eignete sich auch hervorragend als Botschaft an die Menschen seines Landes.
Es dauerte dann aber noch 8 Jahre bis er sein Vorhaben anfing umzusetzen, was dann allerdings sehr zügig erfolgte. Vielleicht braucht er diese Zeit auch, denn allein 1 Jahr davon verbrachte er in den Milieu dieser Handlung.
Und da war dann auch gleich noch ein Problem entstanden.
Denn was er da vorhatte, ist nicht so einfach darzustellen.
Dabei ist es nicht einmal das Milieu, vielmehr es fehlten ihn die Menschen dazu die das vortragen konnten.
Sicher war er sich dessen auch bewusst. Wie sonst ist zu verstehen, dass er verfügte, wer das vorführen darf.
Verständlich auch, denn man kann sich nicht vorstellen, es mit anderen Menschen, als mit diesen darzustellen.
Es gelang ihn aber diese Schwierigkeiten zu überwinden und der Lohn des Künstlers, sein Werk fanden den Beifall der Menschen in seinem Land.
Aber nicht nur in diesen.
Sogar eine Widerstandsbewegung verwendete seiner Zeit sein Werk, um Rundfunksendungen mit Nazipropaganda zu stören.
Allerdings, wenn auch seine Botschaft sofort verstanden wurde, so braucht diese weiterhin Zeit in ihrer Verwirklichung.
Gerade ist in unserer jetzigen Zeit ist dafür ein weiteres, hoffungsvolles Signal gesetzt wurden!
***
An einen wollen wir dabei hier nicht vorbeigehen.
Zwar eignet er sich nicht so Recht als Darsteller, aber dafür umso mehr mit seiner Stimme und seinen Instrument. Er ist ein Meister, weil er die Lieder mit seiner Warmherzigkeit die von ihnen ausgeht, so singt wie er sie versteht und fühlt. Und genau das passt hier her.
Besonders zu einen Lied fühlte er sich immer und immer wieder hingezogen.
Dieser Mann wurde 1947 bei einer seiner vielen Aufführung einmal so angekündigt:
„…. Er lernte das Singen nicht in Mailand – er bildete seine Stimme in einem Zeitungsjungenquartett in ……, das in den Straßen für wenig Geld sang.
Er lernte das …… spielen nicht auf einen Konservatorium – er übte auf einen alten …. in einer Waisenanstalt …“.
Und nun zur Frage:
1. Von welchem Werk ist hier die Rede?
2. Wer schuf dieses Werk?
3. Wer ist der, der mit seiner warmherzigen Stimme und seinen Instrument einigen Liedern dieses Werkes, einen ganz besonderen Reiz gab?
Zusatzfrage (1 Punkt):
4. Mit welchem Lied aus diesem Werk wurde in welchem Land Nazi-Propagandasendungen im Rundfunk gestört?