So ihr Lieben,
wie gewünscht unser Reisebericht vom letzten Urlaub. Ich habe ihn ursprünglich für unseren Tierarzt geschrieben, der sich viele Infos für Ausflüge gewünscht hatte, deshalb nicht unbedingt ein Angelreisebericht. Mit Fischfotos kann ich auch nicht glänzen, da ich a.) Fänge nicht immer fotografiere und b) wir in diesem Urlaub gar nicht im Sognefjord geangelt haben. Wir waren wegen der günstigen Ausflugslage am inneren Sognefjord, wo der Fischbestand sowie seit Jahren schon stark zurückgegangen ist. Unser Ferienhausnachbar war ausschließlich zum Angeln hierhergekommen, mit einer Riesenausstattung und Technik etc., etc. Obwohl er jeden Tag zum Angeln fuhr und ansonsten nur noch zum Einkaufen, kam er in zwei gemeinsamen Wochen nur mit zwei viel zu kleinen Pollacks zurück... Wir probierten es deshalb erst gar nicht. Darben mussten wir trotzdem nicht, da uns unser sehr netter Vermieter mit Fisch und Obst versorgte und wir zum Abschluss unseres Urlaubes in der Telemark noch ordentlich Blaufelchen und Forellen geangelt haben.
Los gehts:
Anreise nach Norwegen
Die Überfahrt in diesem Spätsommerurlaub startet im dänischen Fredrikshavn. Gerade als die aufgehende Sonne den Himmel in rotes Licht taucht, wird die Stena-Line Fähre Saga im Dunst sichtbar.
Eine knappe Stunde später beziehen wir schon unsere blitzsaubere Kabine mit Meerblick. Nun kann Schlaf nachgeholt werden. Mittags steht zwecks Magenfüllung Buffet auf dem Programm.
Am frühen Abend beginnt die Einfahrt in den Oslofjord. Die riesige Fähre gleitet an Segeljachten, kleinen Booten, Inseln, Wäldern, Villen, Hochhäusern, der Holmenkollen Skischanze, mittlerweile die modernste der Welt und am Dyna fyr vorbei. Dyna fyr wurde 1873 als Leuchtfeuer gebaut, seit 1992 beherbergt es Norwegens teuerstes Gourmetrestaurant. Oslos markantes Rathaus, in dem jedes Jahr die Nobelpreisverleihung stattfindet, kommt ins Blickfeld. Kurz danach legt die Saga pünktlich im Hafen an. Alle Fahrzeuge, die nicht auf der Zollspur stehen, werden heute sehr gründlich kontrolliert und durchsucht.
Nach einem ausgedehnten Spaziergang, u. a. zum mamorlastigen Opernhaus, machen wir uns auf den Weg zu unserer ersten Unterkunft in Hönefoss, welche nur 45 Fahrminuten vom Hafen entfernt liegt. Dennoch brauchen wir zwei Stunden, da es freitags offensichtlich viele Osloer raus aus der Stadt zieht.