15-2-2009
Nach dem Auftakt zum neuen Jahr 2009 – „Petri Heil“ - heute ein Kapitel spannender Entdeckungsreisen auf unserer Erde.
Die großen Seefahrernationen England, Spanien, Portugal, Holland, Frankreich beschäftigten sich damit neue Handelswege vorrangig mit Asien zu erkunden oder auch in Asien und Afrika zu expandieren, in dem sie andere Völker unterwarfen und diese kolonialisierte. Zeitweilig war auch Deutschland mit von der Partie.
Mehr noch, durch blutige Schlachten zu Lande und auf See rissen sich diese Nationen teilweise und wechselseitig ihre Beute wieder aus den Händen.
Sicher hätte man hier auch noch gerne mitgemischt, sich nicht nur mit einigen angrenzenden Ländern zu frieden zu geben, aber man hatte da noch andere Sorgen.
Sorgen, ein Riesenreich zu beherrschen, zu regieren, zu verwalten, das von der Ostsee bis zu den Stillen Ozean reicht.
Hinzu kam das Problem mit dem ungehinderten Zugang zu den Weltmeeren. Von der Europäischen Seite aus ging’s nur von der Ostsee oder vom Schwarzen Meer. Zwar war da noch der Weg hoch im Norden, aber der war und ist auch noch heute immer mit Risiken verbunden.
Mehr noch, verstärkt im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts hatten russische Pelzjäger und – händler auf den Inseln der Aleuten und des nordamerikanischen Festlandes/Alaska sich niedergelassen und ihre Stellungen/Ansiedlungen durch wehrbereite Forts befestigt.
Es war enorm aufwendig, zeitraubend, beschwerlich und kostspielig diese russischen Besitzungen mit den notwendigsten zu versorgen. Fuhrwerke und Packpferde brauchten mitunter bis zu 1 ½ Jahren, um die unwegsamen, unerschlossenen Weiten östlich des Urals zu durchqueren. Oft wurden diese Waren, nachdem sie schon den größten Teil des Weges hinter sich hatten geplündert. Nur ein Teil kam in Ochotsk (Hafenstadt an der Mündung des Flusses Ochota am Ochotskischen Meer) an.
So schrieb der hier gesuchte einmal:
„Der Transport von Ankern und Ankertauen schien fast ganz unmöglich; ihre Unentbehrlichkeit wegen musste man zu Mitteln Zuflucht nehmen, die oft die schädlichsten Folgen hatten. Ankertaue wurden in Stücken von 7 bis 8 Faden zerhauen und in Ochotsk wieder zusammengeknüpft. Die Anker führte man gleichfalls in Stücken dahin und schmiedete sie dort zusammen….“
Noch ungewisser war dann der Transport von Ochotsk nach den Inseln (z.B. den Aleuten) und der Küste Amerikas. Die elende Bauart der Schiffe, die Unwissendheit ihrer Führer und die gefährliche Navigation des stürmischen östlichen Weltmeeres waren Ursache das jährlich Schiffe mit diesen notwendigen und kostbaren Ladungen verloren gingen.
Wollte man dauerhaft diese Besitzungen beherrschen und bewirtschaften, erschien es deshalb unumgänglich neue und sichere Transportwege zu erkunden und zu schaffen.
Wer sollte diese Aufgabe übernehmen?
Viel Auswahl hatte man zu dieser Zeit nicht.
Einer, der dafür als erster in Frage kam war tragisch ums Leben gekommen. Ein anderer fiel vor øland an Board seines Schiffes im schwedischen Kugelhagel.
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In der Zeit, wo den Siegesrausch und Machtträumen Napoleons durch die Schläge der Armeen des Generalfeldmarschall Michail Kutusow ein Ende bereitet wurde, beehrten sich die rührigen Berliner Verleger - Kompagnons Haude & Spender „dem minder begüterten aber darum nicht weniger wissbegierigen und leselustigen Publikum“ im Kleinformat den ersten Band eines dreibändigen - original prächtig und in Großquart (Buchformat) gedruckten Werkes zu offerieren, das „zu den merkwürdigsten literarischen Produkten Russlands gehört“.
Passend in diese Zeit und deren Bewertung (schmähliche Niederlage Preußens 1806 bei Jena und Auerstedt, Tilsiter Frieden 1807) war eine sensationelle Kunde aus Russland mit erstaunt und respektvollem Interesse vermerkt worden.
Man zeigte eine gewisse Genugtuung auch in Hause der Hohenzoller und der Habsburger, dass nun auch die Großmacht Russland hier zu beachten und einzukalkulieren ist.
Und nun zur Frage:
1. Von welcher sensationellen Kunde aus Russland ist hier die Rede?
2. Wer war es der sich hier verdient machte?
3. Wer war es, den man eigentlich dafür gewinnen wollte?