So sah es auf Borkum aus.
Schlimmes Unwetter: Orkantief "Christian" stürmt auf Deutschland zu
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Das war echt heftig.
Hoddel
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Hier eigene Überlegungen zum Bericht über die Starkwindsegler in der Elbemündung, ohne Anspruch auf... naja, Ihr wisst schon...
die Beurteilung der Seesituation obliegt selbstverständlich dem Schiffsführer, die Verantwortung ebenfalls.Für bootfahrende Norwegenfreunde vllt. interessant, wenngleich nicht zwangsläufig identisch auf Motorboote zu übertragen.
Generell ist die Deutsche Bucht / Elbemündung für seine Gefahren bekannt. Das Flachwasser der Watten führt bei NW-Wetter zu einer sehr unangenehmen hohen aber kurzen Welle und unregelmäßigen Kreuzseen durch Überlagerung von Wellen verschiedener Richtungen. Die Kombination von starkem Strom und Windversatz mit ggf. schlechten Sichtverhältnissen und wandernden Sanden macht Navigation und Seemannschaft darüberhinaus recht anspruchsvoll - bei schlechtem Wetter schnell gefährlich. Für das Training der Seemannschaft bei einem normalen Sturm ist das eine echte Herausforderung. Der Sturm war ein Orkan, und kam soweit ich das verfolgt habe aus WSW. Eine Winddrehung Richtung NW hätte mMn weitere schwerwiegende Probleme bereitet.
Das Anfahren eines Nothafens im Wattenmeer mit (sehr) starkem auflandigem Wind halte ich für eine Segelyacht (nur) für eine Option, wenn sie (sehr) rechtzeitig eingeleitet wird und (sicher) erzielt werden kann.
Hintergrund ist die Situation falls der Nothafen durch starke See, Strömung, Ereignisse wie Materialbruch oder kleinere Fehler nicht erreicht werden kann. Tritt dieser Fall ein, so befindet sich die Yacht danach leicht direkt in einer Legerwall-Situation. In Ihr kommt es unausweichlich zu einer Strandung, da Antrieb aus Besegelung und Motor nicht ausreicht, um gegen die Abdrift aus Strom, Welle und Wind anzukommen der die Yacht in Richtung Land versetzt. Fatal ist, daß die Abdrift mit flacherem und stärker brechendem Wasser (und so zunehmender Wellenhöhe) immer größer wird, je weiter man sich dem Land annähert. Auch nimmt der Wirkungsgrad des Antriebs in dieser Situation stark ab.
Bei langstreckenmäßigem Segeln ist mMn abzuwägen, sich entweder von vorn herein sehr weit von der Küste freizuhalten und mit Minimalstbesegelung kontrolliert weiterzusegeln um Abdrift in Richtung Land zu minimieren, bzw. wenn nicht anderes geht und freier Raum für die Abdrift gegeben ist vor Topp und Takel beizuliegen bis sich das Wetter bessert. Für Motorboote und direkt vor der Küste ist das keine Option, um vom Land ausgehenden Gefahren auszuweichen.
Oder, falls die Voraussetzungen gegeben, sind den bei Reise- und Kursplanung vorbereiteten Nothafen anzulaufen. Generell würde sich für mich im Herbst die Frage nach einer Alternativroute bspw. auf dem Weg von Norwegen nach Hamburg (Ostsee, Nord-Ostsee-Kanal) stellen - However.
Wenn ich auf die sehr unwahrscheinliche Idee käme bewusst in ein Sturmtief zu laufen, würde ich mir weder die Deutsche Bucht noch die norwegische Küste dazu aussuchen, da das Seegebiet darüber hinaus schwierig ist. Die Gewalt eines starken Sturmes fordert die menschliche Vorstellungskraft heraus, rechtzeitige Vermeidung ist da für mich grundsätzlich die richtige Strategie.
Da sich auf See über die Jahrzehnte nichts Grundsätzliches ändert - und man sich sein Schicksal nicht immer aussuchen kann - macht es mMn immer Sinn sich das schon einmal Geschehene zu Vorbereitungszwecken zu vergegenwärtigen.
Hier ein Spiegel-Bericht der Fastnet-Regatta 1979, die die Kraft von Menschen Geschaffenem ggü. einem Orkan verdeutlicht. Die Ereignisse sind über den Bereicht hinaus reichhaltig anderweitig dokumentiert. Es kamen bei der besagten Regatta damals bei einem Sturm vergleichbarer Stärke einige sehr professionelle Segler mit ebenso professionellem Material zu Tode. Generell wurde u.a. die Auslegung des Leichtbaus an entscheidenen Stellen wie bspw. des Ruders danach in Richtung höherer Festigkeit verbessert.
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Hinzuzufügen wäre noch, dass im Falle einer Havarie potenzielle Retter unnötig in Lebensgefahr gebracht werden.....
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Micha, was machst du jetzt eigentlich...
Sat-Schüssel im Eimer, Fährverbindung ausgesetzt, wetterbedingt keine Ausfahrt, kein Angeln. Kahn schon auf den Helgen. Die Möwe auch erst mal weg...
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Naja, ich habe ja immerhin auch noch einen Job......*rolleyes*
Heute Nachmittag werde ich die Instituts- Freiterrasse aufräumen (von Seetang und Trümmern befreien und leere Becken wieder dahin bringen, wo sie ursprünglich standen, sofern sie heilgeblieben sind).
So langsam kommen Details der Orkanauswirkungen ans Tageslicht: Über 20 Sat- Schüsseln, die spurlos verschwunden sind, Laminarien, die an der Kirchturmspitze (90 Meter über dem Meeresspiegel) baumeln, massenhaft Dachziegel und Isolierverkleidungen in den Straßen. Die Schule hat es besonders hart erwischt, sehr zur Freude der Schüler, die haben erstmal frei......
Große Teile der Überdachung hat es weggefetzt. Vorgestern rief mich eine befreundete Lehrerin an: "Kannst Du mir einen Plattfisch bestimmen? Den haben wir Montag auf dem Schulhof (60 Meter über dem Meeresspiegel) gefunden."
Selbstverständlich konnte ich- es war eine Kliesche von 21 cm Länge....... -
Das ist der Beweis das es auch auf Helgoland fliegende Fische gibt.
Aerodynamisch ist sie ja. 
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Stimmt. War wohl ihr erster und zugleich letzter Flug...........*rolleyes*
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