Nun ist es wieder soweit, es ist wieder Adventszeit ……
Vielleicht hat der eine oder andere ein Rachermannl und/oder eine Peremett.
Beim naabeln des Rachermannl, sowie siech drehen der Peremett legen wir eine CD mit weihnachtlicher Musik bei einer Tasse Kaffee und Weihnachtsgebäck auf und lesen diese Geschichte ….
Erzgebirgischer Dialekt:
Rachermannl = Räuchermännchen, Peremett = Pyramide, naabeln = rauchen, siech = sich.
Es war das Jahr 1450.
Aufmerksam liest seine Heiligkeit, Papst Nicolaus der V. einen Brief durch, den ihn sein Sekretär gereicht hat.
Nachdem er ihn zu ende gelesen hatte, lehnte er sich nachdenklich und lächelnd zurück.
Vielleicht hat er so gedacht:
„Das sind ja ganz Schlaue. Das ist doch nur eine Alibi, was die da vorbringen, die wollen doch damit Geld verdienen und ich soll deswegen Verbote aufheben, damit die das legal betreiben können!
Nee, so geht das nicht, wer so etwas will, der muss sich schon selber herbemühen. So wie es bei uns üblich ist.
Da denke ich mal an einige Fälle/Ereignisse:
- da war einer, der Begriff nicht, dass er nicht das Recht hat Bischöfe und Äbte einzusetzen. 3 Tage lies in einer meiner Vorgänger im bitterkalten Januar vor einer Burg warten.
- Da war ein anderer, der ging barfuss im Winter über die Alpen und wollte von einen anderen meiner Vorgänger Vergebung, weil er sich den sündigen Treiben hingegeben hatte, obwohl es ausdrücklich verboten war sich dort aufzuhalten.
Und diese hier, schreiben mir einen Brief und denken, dass sie gleich eine Antwort womöglich noch in ihren Sinn erhalten“.
Vielleicht sagte er dann zu seinen Sekretär:
„Leg diesen in die Wiedervorlagen, später werden wir es überdenken.“
Jedenfalls, aus seinem Überdenken wurde nichts. 1455 starb er.
Sein Nachfolger Kalixt der III. hat das Schreiben sicher auch in der Hand gehabt, bearbeitet jedenfalls hat er es nicht. Ebenso sein Nachfolger Pius der II. , danach Paul der II. und danach Sixtus der IV.
Inzwischen waren nun schon 26 Jahre verstrichen, eine Antwort vom Papst lag noch immer nicht vor.
Vielleicht hat er anlässlich seiner Pilgerreise, die er 1476 nach Rom unternahm, dieses Schreiben mit der Bitte um Erledigung angesprochen.
Vielleicht hat man ihm daraufhin eine Prüfung zu gesagt.
Es dauert aber weitere 15 Jahre, also in der Summe 41 Jahre bis endlich seine Heiligkeit seine Zustimmung gab, diese aber mit einer Auflage (Buße) verband.
Jedenfalls mussten sie auf Dauer ein Teil ihrer Einnahmen zu Erhaltung eines Doms abgeben.
Ist das heute immer noch so?
Nein, erledigte sich später durch einen historischen Vorgang.
Und nun die Frage:
1. Um welchen Gegenstand geht es hier?
2. Wer hatte diesem Brief an Papst Nicolaus den V. geschrieben?
3. Was beinhaltet dieser Brief?
Und eine Zusatzfrage (1 Punkt extra):
Was war das für ein historischer Vorgang durch den sich diese Abgabe erledigte?