...haben wir vorgestern ausgesetzt...

>1000 Junghummer für die Nordsee...
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Michael, ich hätte da mal Fragen zu den ausgesetzten Hummern weil ich zu Hummern eben keine Ahnung habe!
Deswegen verzeih mir bitte wenn ich "blöde Fragen" stelle#zwinker2*
1. 1000 Stück hört sich im Vergleich zu Besatzmaßnahmen von Fischbrut herzlich wenig an. Werden nur so "wenig" ausgesetzt" weil das nicht nötig ist oder weil die Aufzucht insgesamt so schwierig ist und einfach nicht mehr vorhanden sind?
2. Werden evtl. mehrfach pro Jahr solche Anzahlen ausgesetzt?
3. Gibt es Untersuchungen/Zahlen darüber, wie groß der "Verlust" nach dem Aussetzen dieser Größen von Hummern ist? Liege ich mit meiner Schätzungen aufgrund der Bilder richtig, daß das "Tierchen" von nur 5-8 cm sind? Sind die dann nicht passende "Maulgröße" für Raubfische wie Dorsch, Pollack und Co (von den Helgoländer Haien möchte ich dabei gar nicht reden), die sich an den Panzern nicht wirklich stören? Habe oft genug Dorsche gefangen, die Magen voll mit Taschenkrebsen/Strandkrabben hatten, die bei weitem nicht alle gerade in der "weichen Phase" der Häutung waren. -
Oha, das sind ja gleich 3 Fragen auf einmal...#zwinker2*
Hummerweibchen geben einmal pro Jahr mehrere tausend Larven ab, die etwa 1 cm lang und pelagisch sind.
In der Natur wird nur eine von 1000 groß, der Rest wird gefressen, von Quallen, pelagischen Fischen, etc...
Um dies zu vermeiden, werden die Tiere im Labor in speziellen Anlagen, über diese kritische Phase geschützt, aufgezogen.
Es werden mehrere 1000 einjährige Junghummer pro Jahr ausgesetzt.
Die Aufzucht ist extrem aufwendig, da sie einzeln gehältert werden müssen (Kannibalismus).
Sicherlich werden einige gefressen, aber der größte Teil überlebt.
Die Aussetzaktionen werden akribisch geplant und finden in Gebieten statt, die für Tiere dieser Größe optimal geeignet sind.
Zudem setzen wir bei Dunkelheit aus, um den Fraßdruck durch optisch orientierte Predatoren weitgehend auszuschließen.
Hummer sind nachtaktiv. Versuche im Labor haben ergeben, dass sich die Junghummer direkt nach dem Aussetzen zwischen Fels und Schillfeldern eine Höhle graben und dort bei Tage verborgen bleiben.
Das wird jetzt seit über 20 Jahren praktiziert und ist erfolgreich, wie Wiederfänge ergeben haben.
Jedes Jungtier wurge einzeln markiert und ist so wiederzuerkennen. Die Hummerfischer geben markierte Tiere im Institut ab.
Zudem wird es in nächster Zeit Tauch- Untersuchungen in den Aussetz- Gebieten geben.
Zusätzliche Infos findest Du hier... -
Besten Dank, Michael!
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