Es ist eine Zeit vergangen, da wir letztmalig euch Kunde sendeten von unserer Reise.
Heute fanden wir Zeit in einem Gasthaus einzukehren. Da sich am Orte eine Poststation befindet, nutzen wir die Möglichkeit, euch Nachricht zu geben.
Von Bøstolen zurück nahmen wir Abschied von Ivar Jakob Haga mit großem Dank für seine Hilfe und Großzügigkeit. Der Lennsmangarden wird uns in freundlicher Erinnerung bleiben.
Wir folgten dann der Rauma um wieder ins Landesinnere zu gelangen. Über uns befanden sich die Gipfel des sagenumwobenen Trollvegen, eine bemerkenswerte Landschaft, die Gedanken an Sagen, Mythen und Märchen aufkommen lässt. Dem Reisenden kommen diese besonders nahe und schleichen sich auch in das Gemüt, wenn die Wolken tief die Hänge herunter wabern. Ein manchmal beklemmendes Gefühl in dieser dann unwirklichen Welt zu reisen.
Wir erhielten von einem würdigen britischen Gentleman ein umfangreiches Dosier zu dem Eisenwerk und die Region, dieses senden wir euch als Abschrift für eure eigene Bibliothek mit dieser Depesche mit:
https://en.wikipedia.org/wiki/Lesjaverk
dort wo die Lora aus vielen kleinen Flüsschen, welche aus den Bergen zusammenfließen erst ein Fluss wird, am Ende des Tales, dass sie in die Landschaft geschnitten hat, kehrten wir um. Dort beginnen in Pfade ins unbekannte und hohe Gebirge mit Namen Reinheimen. Einheimische erzählen gar schaurige doch auch besondere Geschichten über Grate, Gipfel und das wilde Ren, dass dort leben soll, in großen Herden. Ebenso erfuhren wir Berichte über einen großen See, den es geben soll. Wir markierten diesen Ort in und kartografierten ihn um später selbst zurück zu kehren um eine neue Exkursion zu beginnen oder anderen wagemutigen diesen Schritt zu erleichtern.
Wir senden euch diese Karte mit:
https://kart.gulesider.no/m/iRZv7
Solltet ihr selbst eine Expedition ausrüsten wollen und hierhin vordringen wollen, nutzt sie in ruhigem Gewissen.
Beschwerlich und unwegsam sind die Pfade. Mensch und Material werden gar sehr in Anspruch genommen. Insbesondere bei schlechtem Wetter mit nur wenig Sicht ist auch Mut und Abenteurertum gefordert.
Umso mehr erfreut einen dann der Anblick des Ortes Vågåmo am Ufer eines wunderbaren See`s, der von Gletscherflüssen gespeist wird.
Von hier begaben wir uns entlang des unerforschten nördlichen Seeufers nach Lom um dort Vermessungen und Aufzeichnungen besonderer Art zu fertigen.
davon werden wir in unserem nächsten Schreiben Kenntnis geben. Bis dahin verbleiben wir, mit ergebenen Grüßen.