Lieber ein Foto zu dunkel ablichten als zu hell, im nachhinein kann man mit einem kostenlosen Program Aufhellen, jedoch zu helle stellen im Bild sind ausgebrannt und nicht mehr abzudunkeln...
Tip:
Haltet euch in der Fotografie an den goldenen schnitt, und schon wirken eure Bilder. ☺
Foto Tip.....
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und was verstehst du unter dem goldenen schnitt
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Lieber ein Foto zu dunkel ablichten als zu hell, im nachhinein kann man mit einem kostenlosen Program Aufhellen, jedoch zu helle stellen im Bild sind ausgebrannt und nicht mehr abzudunkeln...
Tip:
Haltet euch in der Fotografie an den goldenen schnitt, und schon wirken eure Bilder. ☺Hei
Deine Aussagen sind ja richtig, aber ich denke du solltest das doch noch etwas naeher erklaeren. Welche Moeglichkeiten z.B. der Fotograf hat um ein Bild dunkler zu fotografieren. Ich denke mal da an die Vielen die nur im Automodus arbeiten.
Auch der goldene Schnitt nur als Bezeichnung eingeworfen hielft erst einmal wenig.
Gruss Mark
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Goldener Schnitt ist, glaube ich, ein wirklich wichtiger Hinweis, viele Bilder wirken ja gerade durch genau den "Verstoß" meistens "platt" und nichtssagend. Wobei ja insgesamt die Motivgestaltung das Stiefkind vieler "Urlaubsbilder" ist.
mal ein recht einfacher aber aussagekräftiger Erklärungsversuch:
http://www.kleine-fotoschule.de/bildgestaltung…er-schnitt.html
dem Einwand der "lieber Unterbelichtung" möchte ich mich ebenfalls anschließen, insbesondere bei dem Lieblingswetter der meisten Urlaubsfotografen - Sommer, Sonne, blauer Himmel.....wenn es dann noch mit Unterschieden der Sonnenausleuchtung (beschatteter Waldweg oder kleine Lichtung, Taleinschnitt aber auch gerne Fjordansichten etc. etc.) kommt - ist ja oft bei "nur Benutzern" hinterher die Enttäuschung beim Bildersichten groß.
Die für mich einfachste Methode, dieses zu vermeiden und ohne große Zusammenhänge wissen zu müssen, ist dabei: auf Vollautomatik gehen und im Sucher bzw. Display sehen, welche Verschlusszeit die Kamera wählt. Nun in den halbautomatischen Modus mit Einstellung der Verschlusszeit wechseln und diese um mindestens eine, versuchsweise zwei oder drei Stufen niedriger (also kürzer) einstellen. Da wir ja sicherlich über digitale Kameras reden, ist dort die Variante "Versuch macht klug" ja kein Problem.
Wir haben das im vergangenen Jahr mal bei mehreren Fotoausflügen hier in der Gegend ganz bewusst ausprobiert, die Unterschiede in der Wirkung der Bilder ist gravierend, auch wenn sie im ersten Moment "dunkel" wirken.
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Das sieht dann so aus...*rolleyes*
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Das Ablesen von Werten im Automatikmodus und dem angepassten Verwenden in anderen Modis ist ein sehr guter Tip.
Wenn man schon so weit ist, ich meine den Wechsel aus dem Automatikmodus in die die anderen Modis samt Anpassung der Verschlusszeiten, sollte man durchaus auch mal einen Blick auf die spätere Handhabung der u.U. gespeicherten RAW Formate riskieren. Diese lassen sich im Nachhinein umfangreicher bearbeiten als .jpg-Formate, was von Nutzen sein kann. Bei Motiven mit großen Dynamikumfang wird man mit dem Abdunkeln allerdings schnell an seine Grenzen stoßen, z.B. Personen im Gegenlicht, da muss andere Technik ran.
Ein wichtiger Punkt auf den ich hinweisen möchte, besteht im Zusammenhang von Unterbilichtung und Bildrauschen, das sollte nie unterschätzt werden. Was nützen aufgehellte Bilder die dann grobkörnig aussehen. Insbesondere preiswertere Kameras sind recht rauschanfällig bei weniger Licht.
Andere Kameras bieten auch die Möglichkeit, bereits beim anvisieren von Motiven überbelichtete Stellen anzuzeigen und gegen zu steuern.
Aber wie geschrieben, ein unterbelichtetes Bild ist noch lange kein hoffnungsloser Fall#zwinker2* und eins stimmt uneingeschränkt Versuch macht klug.
Was sagt der TE dazu?
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Als ich mit der Fotografie (Spiegelreflex) angefangen habe, nutzte ich oft das RAW Format.
Mittlerweile spiele ich sehr gerne mit den Möglichkeiten wie Naturbelassen, schwarz/weiss, HDR (nur selten).Ich muss auch immer wieder erkennen wie genial das Auge ist....von wegen Belichtung......
Oft sehe ich eine Kulisse...und bevor mein Foto dies (Eindruck/Impression) wiedergeben kann ..... ZACK 5-8 Mal geknipst.
Dank des digitalen Zeitalters kein Kostenfaktor. -
Ich war heute mal auf eine kurze Fotosafarie hier um die Ecke, wenn es interessiert: Maria Martental, Enderttal. Dabei habe ich an dieses Thema gedacht und mal bewusst ein paar Bilder dazu gemacht.
Mal als Einstimmung zum Gesamtmotiv, es handelt sich um einen Taleinschnitt mit Laubwald, darin fließt ganz wild und unbelassen das kleine Flüsschen Endert. Seit Jahren wird der Wald nicht genutzt, also viel Totholz, viel junge Schösslinge und eine starke Bemoosung, da viel und oft Schatten und natürlich gut feucht. Derzeit dazu das ganze, schon gut angefaulte, Laub des Vorjahres. Nach etlichen Regentagen ist die Endert gut voll - auch mit Sedimenten - also eher braun als alles andere. Wir hatten so gutes Wetter, etwas bewölkt - aber die Sonne boxte sich für immer längere Abschnitte mal durch und fiel ins enge Tal, gebrochen durch die unbelaubten Bäume.
Alles andere, als gute Bedingungen für eine schönes Foto - kaum kontrastreiche Farben, wechselnde Sonnen- und somit Lichtverhältnisse in jedem Motiv, Wasserbewegung und darauf Reflexionen, in den Motiven oft starke Licht-Schattenbereiche. Recht anspruchsvoll ;-).
Es gibt dort einen Wasserfall (bitte nicht mit einem der großen oder kleinen Norweger vergleichen, das wäre unfair :-)), sogar als Doppelfall, den habe ich mir mal als erstes genommen um mein Posting an der Praxis zu erklären. (Nachteil ist: zum Einstellen muss ich die Bilder verkleinern, das nimmt Qualität, vielleicht geht es aber trotzdem)
Zu Beginn ein Bild wie es wohl viele machen würden: Einstellung auf "Landschaft" an der Kamera und los geht. (die Kamera stelle dann selbstständig 1/30s als Belichtungszeit ein und wählte dazu Blende 5,6.
Das kam dabei raus - also einfach nur Murks: keine "echten Farben", kein richtiges Wasser - tote Hose !
Ich habe dann auf Halbautomatik "wählbare Belichtungszeit" geschaltet und eine Belichtungszeit von 1/1250s vorgewählt, die Kamera berechnet hierzu ja dann eine Blende, hier die 4,0 - also hat sie, mal ganz salopp gesagt - das Loch vorne extrem schneller auf und zugemacht, dafür es aber größer gemacht - um die kurze Belichtungszeit auszugleichen
(Berufsfotografen dürfen sich bei dieser sehr simplen Erklärung ihre Baldriantropfen holen ;-))
Das sah dann so aus:
Das Wasser wird ja schon mal Wasser und kein herabfallender alter Teppich und aus grau ringsherum wird braun....wie ich es dort gesehen habe - ahja
Schon was brauchbares durch "Unterbelichtung" von 1/30s der Kamera im Automatikmodus auf 1/1250s vorgestellt und dabei nur eine Blendenweite (von 5,6 auf 4,0) nachgestellt.Dann habe ich es mal ganz bewusst übertrieben: 1/1600s , Blende bleibt bei 4,0 , das sieht dann so aus :
Nun wirkt das natürlich gewaltig dunkel - also absolut unterbelichtet und somit im ersten Moment - Murks.
Aber hier kommt nun der nächste Freund der digitalen Fotografie ins Spiel - das Bearbeitungsprogramm :
Ich habe in meinem nun absichtlich nur die einfachste gewählt " intelligente Fotokorrektur", dann sieht das so aus:Es bleibt also damit erst einmal dunkel (was aber zu ändern gut möglich ist), zeigt aber ganz deutlich das Wasser und schöne scharfe Konturen des Gestein ringsherum und immer noch gut die einzelnen Bestandteile der Fauna.
Nun stellt sich natürlich die kluge Frage: was passiert wenn man in die Gegenrichtung geht - also Belichtungszeit dazu ? Zum Beispiel so etwas - bei einer Belichtungszeit von nur noch 1/3s aber dann ganz großer (also eigentlich kleiner) Blende von 32
Also etwas wie ein Effekt - hat sicher schon jeder gesehen - und: ist weder Hexenkunst noch Zauberei - stellt mal einfach an irgendeinem Wasser eure Kameras auf sehr lange Belichtungszeiten (Zu dem was euch die Kamera vorgeben will) und drückt ab.....
Ich hoffe, ich konnte diesen Einwurf "Überbelichtung" von Indigo mal so klarer darstellen.....wenn wer Lust hat, ich habe das heute an etlichen Motiven - auch wahlweise mit Nachregelung über die Blende - für mich selbst mal dokumentiert (sonst habe ich meine Werte, die ich einstelle durch "Gewöhnung" eigentlich intuitiv in der "Hand" ;-)) , könnte also noch was dazu nachschicken, wenn Bedarf - allerdings Endert - nicht Norwegen!
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Vielen Dank für deine Mühe, sehr gut und nachvollziehbar dargestellt.
Ich bin gerade auch ein wenig am Ausprobieren, da ich mir eine neue Kamera (allerdings eine Kompakte..) zugelegt habe, da will noch viel getestet werden. Die ersten Ergbnisse sind schon recht beachtlich, was allein mit den Belichtungszeiten gesteuert werden kann.
Ist auf jeden Fall ein Thema, in das man so manche Stunde / Tage investieren kann.
Aber ist wie beim Angeln, wer nicht probiert, dem fehlt auch schon mal das Erfolgserlebnis. -
@Fjordsven- vielen Dank für die Mühe, es ist alles sehr gut und nachvollziehbar erklärt. Es macht Spass bei gleichgesinnten zu lesen.
Zur Abdunklung stehen auch noch andere Himi zur Verfügung, insbesondere Grau- und Grauverlaufsfilter aber auch Polarisationsfilter erzeugen ähnliche Ergebnisse. Was mir noch wichtig ist, nicht nur weiße Stellen sind bei Überbelichtung tot, sondern auch schwarze bei Unterbelichtung. Es ist eine Frage der Übung. Manche Kameras bieten schon den Modus an, der oben erklärt wurde, das wären dann Mehrfachbelichtungen.
Man würde also mindestens zwei oder mehr Fotos mit geänderter Blende oder Belichtungszeit von einem Objekt machen und die Kamerasoftware verrechnet die Einzelaufnahmen zu einem Bild. Dazu ist ein Stativ sehr hilfreich. So hat man im günstigsten Fall ein ordentlich belichtetes Bild von der dunkelsten Stelle ein normal belichtetes und ein richtig belichtetes von der hellsten Stelle. Es entsteht ein sogenanntes HDR Bild. Bei DSLR Kameras sind auch mehr Foto verrechenbar, bei Smartphones, die können das auch, meist drei. Die Ergebnisse zeigen dann einen extremen Dynamikumfang, die Fotos erscheinen farblich schon fast unwahr und doch sind es interessante Bilder gern genutzt bei späten Dämmerungsaufnahmen.
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