Hallo Freunde
,
bevor unser Thema hier langsam "digitalen Staub" ansetzt will ich mal rasch was schreiben. Was ist los bei euch? Alle busy?
Nachdem wir uns ja nun auf einen Termin geeinigt haben, brauchen wir nun ja auch noch ein Tasting-Thema #zwinker2*.
Ich halte mich dahingehend lieber erst einmal zurück . . .
Also was immer EUCH vorschwebt, oder interessiert, macht es ruhig zum Thema - mir passen alle Ideen und Facetten, da ich "whisk(e)ytechnisch" absolut nicht festgelegt bin und jedem gut gemachten Whisk(e)y etwas abgewinnen und ihn genießen kann!
Apropos jeder Whisky - nach dem Tsunami und dem damit verbundenen Super-GAU in Japan, hatte ich hier meine Bedenken hinsichtlich einer möglichen künftigen Strahlenbelastung des japanischen Whiskys geäußert. Dazu passend habe ich heute folgende Meldung gefunden:
QUELLE: http://www.agrarheute.com/strahlengrenzwerte
ZitatIntensivere Kontrollen bleiben aufrecht
Die seit dem 24.03.2011 geltenden verstärkten Kontrollen von Lebens- und Futtermittel-Importen aus Regionen Japans in die EU sollen bis 31.10.2012 fortgesetzt werden. Die Ausfuhr von Produkten aus den elf betroffenen Präfekturen ist nur dann möglich, wenn sie die festgelegten Grenzwerte radioaktivem Cäsiums nicht übersteigen . . .
. . . In Sake (japanischer Reiswein), Whisky und Shochu (Branntwein) konnten sowohl japanische Behörden als auch Einfuhr-Kontrollen bisher keine Radioaktivität nachweisen, weshalb die Produkte von den neuen Maßnahmen ausgenommen sind.
Das ist in meinen Augen recht kurzsichtig. Jeder von uns weiß das Whisky - auch der japanische - nach seiner Destillation eine gewisse Zeit, meistens JAHRE
, in Holzfässern gelagert wird. Whisky der - wenn überhaupt schon - tatsächlich im letzten Jahr gebrannt worden sein sollte, kann sich noch gar nicht im Handel und damit unter den o.g. kontrollierten Waren befinden.
Fässer, die nicht direkt im Katastrophengebiet gelagert wurden, oder bereits in Flaschen abgefüllter Whisky, dürften ebenfalls nicht wirklich von der Strahlung betroffen sein. Also - alles ok? Kein Grund weiter darüber nachzudenken? In meinen Augen eben nicht! Warum?
Whisky wird - i.d.R. - aus Getreide, hier vorzugsweise Gerste, und Wasser hergestellt. Das gilt auch für den japanischen Whisky und irgendwann wird man auch in Japan wieder beginnen die Gerste für zukünftig zu produzierenden Whisky anzubauen und das zur Destillation notwendige Wasser aus den japanischen Quellen zu nutzen. Hier liegt, in meinen Augen, das eigentliche Problem.
Der daraus destillierte Whisky würde uns nämlich, je nach Lager- und Reifezeit, erst in etwa 5 bis 12 Jahren hier auf dem europäischen Markt erreichen!
Eine Untersuchung dieses - momentan erst noch zu produzierenden Whiskys - fände ich persönlich sehr viel zielführender. Deshalb finde ich es absolut nicht sinnvoll, das man "neue Maßnahmen" einführt die vorrangig frische "Lebens- und Futtermittel" betrachten und auf dieser Grundlage den japanischen Whisky von strengeren Kontrollen ausnimmt, da man "bisher" keine Radioaktivität in ihm nachweisen konnte.
Das ist zumindest meine Sicht der Dinge, als interessierter Laie auf diesem Gebiet
...
Schon mal schönes - leider kaltes - Wochenende für alle hier
!
PS: Elbfischer - wie war es in Altkötzschenbroda?



