Ein indischer Bub klagte über starke Schmerzen im Unterbauch. Daraufhin untersuchten Ärzte den Teenager und staunten nicht schlecht, als sie beim 14-Jährigen einen 2 cm grossen Aquariumbewohner orteten. Hier steht mehr:

Nanu, ein Fisch im Penis?
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Der Candiru ist ein Parasit. Er spürt die Atemströmungen anderer Fische auf und schwimmt diesen Strömungen folgend in die Kiemenöffnungen der Fische. Dabei stellt er einen Stachel zum Festhalten auf und ernährt sich vom Blut aus den Kiemen-Gefäßen, was ihm den Beinamen „Brasilianischer Vampirfisch“ einbrachte. Der Fisch verfügt jedoch über keinerlei Saugorgane. Der Druck des durch den Biss in die Arterien ausströmenden Blutes reicht völlig aus, um den Fisch innerhalb von 30 bis 145 Sekunden mit Blut zu füllen. Danach lässt der Candiru vom Wirtstier ab.
Der Candiru
Er ist bei den Eingeborenen gefürchtet, weil er nackten badenden Personen in eine der Körperöffnungen schwimmen kann – entweder in die Vagina, das Rektum oder – im Falle kleinerer Fische – auch in den Penis und weiter hinauf in die Harnröhre. Ebenso wie in den Kiemen der Fische ernährt er sich beim Menschen vom Blut und Gewebe der befallenen Person, was für diese außerordentlich schmerzhaft sein kann. Ein Befall des Menschen kommt jedoch sehr selten vor. Da der Candiru seine Wirte und Befallsstellen anhand des aus den Kiemen ausgestoßenen Wasserschwalls ortet, kann er auch durch die mit dem Urinieren im Wasser hervorgerufene Strömung angelockt werden.
Der Candiru ist oft nicht ohne operativen Eingriff zu entfernen. Bleibende Folgen sind nach einer solchen Behandlung nicht zu erwarten. Eine traditionelle Behandlung ist die Anwendung zweier Pflanzen, der Xagua-Pflanze (Genipa americana) und des Buitach-Apfels, welche als Ganzes oder als Extrakt der betroffenen Region zugeführt werden. Gemeinsam töten die Wirkstoffe dieser zwei Pflanzen zunächst den Candiru und lösen ihn dann auf. In einigen Fällen soll der Befall mit dem Candiru, bei ausbleibender medizinischer Behandlung, den Tod von Menschen hervorgerufen haben. Umgekehrt endet der Befall eines Menschen für den Candiru regelmäßig tödlich, da dieser ein Fehlwirt ist.
Bekannt ist daneben ein Fisch mit dem Namen Harnröhrenwels (Tridensimilis brevis), dem ähnliches Verhalten nachgesagt wird[1]. Guckst Du hier:
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