Norwegen-Angelfreunde

  
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Norwegen-Angelfreunde, Freunde geben Auskunft

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  1. #7
    Hobbykoch und Meterfänger Avatar von fontane
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    moin,

    das erste mal norwegen war für mich(frau, ich tochter, sohn) 1997 mit familie und befreundeter familie. war relativ easy. über, ich glaube, novasol gebucht und wir alle total null ahnung, was man so braucht...
    resultat war, dass wir alles, aber auch ALLES an angelkram dabei hatten, was so ein angelladen anbieten kann.
    gefangen haben damals wir am skanevikfjord auch was... abends ging es dann ans bestimmen, welcher fisch wie heißt, bevor er in die pfanne kam...
    nun sind ja zwischenzeitlich 20 jahre vergangen, 20 angelurlaube zu jeweils zwei wochen und von grimstad im süden bis hoch nach linesöya nördlich von trondheim habe ich meine bahn gezogen.

    was ist mein fazit, das ich neueinsteigern mitteilen möchte:
    rüstet euch nicht aus, als ob ihr die welt mit eurem fang ernähren möchtet, es geht in die hose! was in den zeitschriften steht, ist halbwahr oder gelogen.
    ihr müsst anfangs nicht jede neu beworbene rute oder rolle haben. wenn ihr es wollt, macht es, aber jault nicht herum, wenn ihr geld in den sand gesetzt habt. probiert aus, was ihr am liebsten mögt. das aktive angeln mit pilker, gummifisch und was auch immer die werbung sagt, oder das einfache, wo ihr was an den haken tüdelt und dann runterlässt und die gegend genießt. mit dem einfachen meine ich das simple naturköderangeln. blei, circle hook, monofiles vorfachmaterial, wirbel, einhänger. mehr nicht. überlegt es, rüstet euch am anfang aus (nicht zu teuer, denn auch ich habe kram, der schon 20 jahre rumliegt..) und probiert euch aus und vor allem: ENTSCHEIDET euch, was ihr wollt.
    die letzten jahre wollten meine mitangler mich immer auf der nächsten kleinen insel aussetzen, weil ich was gefangen habe, sie aber nicht... warum? nun, sie haben mal dieses versucht, mal jenes. mal im mittelwasser speedgepilkt (ist ja sowas von köhlerfängig...!!!), mal unten mit gummifisch rumgefummelt oder naturköder irgendwo gehabt ...
    was will ich damit sagen:IHR KÖNNT NUR DAS GUT, WAS IHR AUCH BEHERRSCHT!
    ich habe mich für das naturköderangeln entschieden. und das mit circle hooks.
    so einfach wie möglich, so technisch, wie nötig.
    entspannt... norwegisch...
    wenn es beißt und ich trinke gerade tee, muss der fisch halt warten. er wird auch wenn ich fertig bin noch am haken sein.


    wenn ich jetzt nach norwegen fahre, habe ich für sohn und mich für zwei wochen außer für jeden zwei ruten (hart und weich, die weiche zum makrelen, also köderfisch, fangen) und zwei rollen (stationär und multi) nur material dabei, dass in eine wasserdichte tragekiste von 20X30X18 passt.

    nach 8 mal hardangerfjord in folge habe ich in diesem jahr ein neues revier entdeckt. dank eines bayrischen angelfreundes nebst sohn habe ich in diesem jahr von mitte bis ende august mit sohn sternstunden am syvdefjord erlebt!!

    natürlich habe ich, als mein angelgerödel sauber und für 2018 parat war, eine buchungsanfrage bei unsereren vermietern gemacht. GLÜCK! anfang september hatte ich für das nächste jahr wirklich noch meinen wunschtermin!
    nun werde ich morgen noch die fähre buchen (hirtshals-bergen mit etwas luxus in der kabine und alle buffets). der kurs steht gerade gut, ich denke, ich bezahle auch gleich haus und boot...
    zur vorbereitung im nächsten jahr gibt es nicht sooo viel zu sagen.
    angelzeug minimal und liegt bereit (naturkodermontagen, was für plattfische),
    meine bratpfanne mit meinen olivenholz-pfannen-wendern... (eher lasse ich mich entmannen, als diese daheim zu lassen)
    wurst und mischbrot (geschnitten und gefroren) aus deutschland (sorry, das norwegische brot ist nicht mein geschmackliches dings)
    vorgekochte und gefrostete mahlzeiten (bolognese, rouladen, geschmorte dicke rippe, rindergoulasch) mehr nicht, in norwegen gibt es ja alles, was man als koch benötigt. und dann gibt es genügend fisch! mein sohn hatte sich dieses jahr schon beschwert, weil wir nicht jeden zweiten tag fisch gegessen haben... er hatte ja sowas von recht...
    noch was: wir werden 2018 zu dritt sein !
    SOHN , LUKE, und ich

    luke kommt aus portugal, ist wohl etwa 8 und hat 5 jahre in porto im tierheim verbracht.
    ihr werdet also im nächsten jahr einen live-bericht von drei abenteurern lesen können


    bernd

  2. Folgende 11 Benutzer sagen Danke zu fontane für den nützlichen Beitrag:

    alfnie (03.11.2017),derdieter (02.11.2017),Dorschpapa (03.11.2017),Fuzzi (23.04.2018),hummi (05.11.2017),Micha cb59 (03.11.2017),profiblinker.de (03.11.2017),puffin (03.11.2017),Rapeda (03.11.2017),Spremberger (03.11.2017),sylte (03.11.2017)

  3. #8
    aldri i fjord Avatar von puffin
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    Hei Bernd,

    sehr schön geschrieben!

    Zitat Zitat von fontane Beitrag anzeigen
    ...meine bratpfanne mit meinen olivenholz-pfannen-wendern... (eher lasse ich mich entmannen, als diese daheim zu lassen)...
    Da werd' ich mal deinen nächsten Livebericht noch aufmerksamer verfolgen! Und wenn ich die Pfanne auf keinem der Bilder entdecke, komme ich auf das obige Zitat zurück!

    Gruß vom Schrotthändler
    Torsten

  4. Folgender Benutzer sagt Danke zu puffin für den nützlichen Beitrag:

    fontane (03.11.2017)

  5. #9
    Hobbykoch und Meterfänger Avatar von fontane
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    hallo schrotti,

    die gertrud ist doch eine petze...
    ich werde, da mir ja an gewissen körperteilen etwas liegt, auch aus der küche mit bild berichten!

    bernd

  6. #10
    aldri i fjord Avatar von puffin
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    Zitat Zitat von fontane Beitrag anzeigen
    ... die gertrud ist doch eine petze...
    Ja, manchmal ist sie auch nützlich!!!

  7. #11
    Neuer Angelfreund
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    könnte sein das luke Probleme macht, wenn er auf der Fähre in eine Box/Käfig soll und ihr ihn allein laßt, ist halt wie im Tierheim, mehrerere Käfige nebeneinander/Übereinander, der hat bestimmt die Beziehung überhaupt zu euch aufgebaut...., und denkt dran, in Norwegen rote Spur, Hund und Papiere vorstellen.

  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu Diego für den nützlichen Beitrag:

    fontane (24.04.2018)

  9. #12
    mit "Y" und nicht mit "I" Avatar von Kay
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    Ich habe 2006 mit meiner zweitklassigen Süßwasserausrüstung im Süden Norwegens angefangen. So etwas wie ein Gaff, eine Lösezange oder geflochtene Schnüre kannte ich da noch gar nicht. Einfach mit 30er Mono an einer billigen Süßwasserkombo geangelt und siehe da, hat auch geklappt. WIe schon einige vor mir geschrieben haben, kauft nicht gleich den Ferrari des angebotenen Angelequipments. Vielleicht merkt man auch nach dem ersten Mal Norwegen (was eigentlich nicht vorkommt, aber man weiß ja nie), dass das alles nichts für einen ist, dann hat man wirklich viel Geld verbrannt. Es gibt deutlich unter 100 Euro bereits gute Ruten und Rollen (nehme mal als Beispiel die Penn-Ruten und Rollen), mit denen man so ziemlich alles in Norwegen aus dem Wasser bekommt.

    Auch wenn man gerne mit Gummifisch angeln möchte, müssen es vielleicht nicht gleich die teuren "namhaften" Exemplare für 20 oder 30 Euro pro Stück sein. Auch hier gibt es günstigere Alternativen.

    Eine der wichtigsten Vorbereitungen für so eine erste Angelreise ist die möglichst umfangreiche Suche nach Informationen über das Zielgebiet und deren Lage, aber genauso über Bestimmungen bei der Einfuhr von Waren oder Ausfuhr von Fisch, damit es später keine bösen Überraschungen gibt. Und für solch Informationen eignet sich dieses Forum hervorragend. Vieles steht an irgendeiner Stelle bereits geschrieben, und wenn man mal nichts findet, dann macht man einfach einen eigenen Thread auf und stellt die Frage. Hilfe kommt immer!

    Was meiner Meinung nach überbewertet wird, ist die Frage an fängigen Stellen. Da wo es gestern noch so gut gebissen hat, mag heute vielleicht kein Fisch mehr rumschwimmen. Dafür gibt es zu viele Faktoren die das Beißverhalten der Fische beeinflussen, zum Beispiel Wetter- und Strömungsverhältnisse (Tiden), Windrichtung etc.
    Es kann ein gute Orientierungsgrundlage beim Finden von möglichen HotSpots sein, aber mehr eben auch nicht.
    Ich habe in den Jahren den Eindruck gewonnen, dass man während des Aufenthalts schon von ganz allein seine fängigen Stellen findet.

    Neueinsteigern empfehle ich außerdem bei der Auswahl des Urlaubsortes nicht gleich ein Platz am offenen Atlantik. Wer bisher nicht wirklich Boot in seinem Leben gefahren ist, gehört nicht gleich auf den Atlantik, sondern in einen etwas geschützteren Fjord, bei dem man sich auch bei einem spontanen Wetterumschwung immer noch relativ sicher auf dem Wasser bewegen kann. Und Wetterumschwünge kommen innerhalb von Minuten. Das geht ganz schnell.

    Deshalb sehe ich auch Südnorwegen nicht immer als das beste Revier für Neueinsteiger an. Vielen Berichten kann man entnehmen, dass oftmals die Fische "draußen" gefangen werden, also raus aus dem Fjord auf das offene Meer. Das heißt aber, bleibt man auf der sicheren Seite im Fjord, könnten die Fangaussichten schon deutlich schlechter sein. Und eigentlich fährt man ja wegen den guten Fängen und großen Fischen nach Norwegen. Da nach meiner ganz individuellen Erfahrung die Fänge in den geografisch weiter höher gelegenen Fjorden besser sind (Fjord- oder Westnorwegen), kann man dort also auch als Neueinsteiger sowohl etwas sicherer und trotzdem erfolgreich angeln.

    Dennoch weiß ich natürlich auch, dass für den Süden die kurze Anreise und ein mittlerweile großes Angebot an guten Unterkünften und Booten spricht. Ich selbst habe mich in den Jahren immer weiter nördlich orientiert, bin aber mittlerweile so norwegensatt geangelt, dass ich gerne mal wieder einen entspannten und nicht nach Fisch eifernden Urlaub im Süden machen würde. Einfach nur in einem Boot mitten in einem idyllischen Fjord rumdümpeln und die Angel raushalten, dazu schönes sonniges Sommerwetter. Das steht bei mir viel weiter oben auf der Prioritätenliste für die Zukunft, als ein Fisch mit irgendeiner großen Länge oder einem besonderen Gewicht.

    Beim Material hat sich die letzten Jahre einiges angesammelt. Das kommt von ganz allein. Allerdings habe ich es finanziell nie übertrieben, eher nach guter Qualität zum akzeptablen Preis Ausschau gehalten.
    Eine Kombo zum Pilken, eine Kombo zum Naturköderangeln und dann Reserveruten und -rollen. Die komischerweise aber nie zum Einsatz kommen. Es gab Urlaube, da hab ich vom ersten bis zum letzten Tag mit der einen Pilkkombo durchgeangelt. Mehrere Tage davon einfach nur mit einem schwarzen Pilker mit irgendetwas zwischen 100 und 125 g. Also eigentlich hätte ich da nur mit einer Handtasche in den Urlaub fahren können, aber man schleppt trotzdem jedes Jahr Unmengen an Zeug mit hoch.

    Und ansonsten hat die ganz große Norwegeneuphorie mittlerweile ein klein wenig bei mir nachgelassen.
    Natürlich beschäftige auch ich mich Wochen vorher mit dem Angelgerödel, mit den Seekarten, den Wetter- und Wind-Apps, Reiseberichten und Videos. Aber diese fast unerträgliche Ungeduld, diese Vorfreude mit dem Runterzählen der noch verbleibenden Tage, dass alles ist etwas routinierter und gelassener geworden. Und dennoch würde ich kein Jahr freiwillig darauf verzichten, nicht nach Norwegen zu fahren. Das gehört wie das Essen oder die Liebe einfach zum Leben dazu!
    2006 & 2007: Rosfjord, 2008: Gulafjord, 2010: Arendal, 2011: Arendal & Romsdalfjord,
    2012 & 2013: Syvdefjord 2014: Afjord & Halsnoy, 2015: Syvdefjord, 2016: Randal (Gulen)/Sognefjord
    2017: Aldersund Brygge 2018: Seter Brygge
    RETTET DIE FISCHE - ESST MEHR STEAKS!

  10. Folgende 10 Benutzer sagen Danke zu Kay für den nützlichen Beitrag:

    Angel-Dieter (25.04.2018),clausi2 (25.04.2018),Fjordsven (26.04.2018),Fuzzi (25.04.2018),Hossa (25.04.2018),Ottertim (26.04.2018),puffin (25.04.2018),skandifreak (25.04.2018),Spremberger (25.04.2018),Willimann (25.04.2018)

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