Norwegen-Angelfreunde

  
Anzeigen
 
 
 
    
Norwegen-Angelfreunde, Freunde geben Auskunft

Anzeigen:

Seite 2 von 5 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 7 bis 12 von 28
  1. #7
    RMuck
    Gast

    Standard

    Ja und dann gibt es noch Regenbogenforelle und Renke.

    Letztere wäre mein persönlicher Zielfisch an diesem See. Wer will schon Hecht und Zander wenn es Renke gibt.

  2. #8
    Siuerlänner Avatar von fjordconner
    Registriert seit
    23.07.2010
    Ort
    Arnsberg
    Alter
    50
    Beiträge
    1.077
    Danke
    217
    Erhielt 586 Danke für 209 Beiträge

    Standard

    Hej.

    Schon mal besten Dank für die Antworten.
    Auf der Seite anten.se war ich auch schon.
    Dachte nur, dass vielleicht jemand schon persönlich Erfahrungen an dem See gemacht hat.

    @RMuck
    Klar Renke ist immer lohnenswert, habe ich aber hier im Möhne- und Sorpesee quasi 'vor der Haustür'.

    Hatte eigentlich vor auf die 'üblichen Verdächtigen' und insbesondere auf Zander zu gehen.
    Na ja, bin mir immer noch nicht sicher, ob es nun an den Unnen, den Kalvsjön oder den Annen geht.

    Und im Juli endlich wieder Norge;-)

  3. #9
    Siuerlänner Avatar von fjordconner
    Registriert seit
    23.07.2010
    Ort
    Arnsberg
    Alter
    50
    Beiträge
    1.077
    Danke
    217
    Erhielt 586 Danke für 209 Beiträge

    Standard

    Zurück vom Anten

    Hej und Hallo, bin seit Sonntag gesund und munter zurück und muss sagen, die Woche war ein voller Erfolg.
    Möchte hier jetzt mal einen kleinen Reise- und Erfahrungsbericht einstellen.

    Nachdem ich mich endgültig für den Anten entschieden hatte, nahm ich ein paar Tage vor meiner Abfahrt fernmündlich mit einem Mitarbeiter von fiske@anten.se Kontakt auf, um ein paar Erkundigungen und Informationen einzuholen.
    Dabei wurde mir u.a. gesagt, 'It's the best Lake in Sweden'.
    Na ja, habe ich gedacht, das behaupten viele von vielen anderen schwedischen Gewässern.

    Aber der Reihe nach:

    Nach knapp 13-stündiger Anfahrt (Göteborg hat viel Zeit gekostet) kam ich Samstagabend in Vänga am Anten an.
    Hier wurde noch schnell der Motor am Boot montiert und kurz getestet. Nach 5-jähriger Standzeit in der Garage lief das gute Stück tadellos
    Anschließend an einer Tankstelle noch die Fiskekort besorgt; es gab leider keine Wochen- sondern nur Jahreskarten zu 250,- SEK.
    Für mehrere Angelfreunde, die mal zum Anten wollen, wird hier auch eine Bootskarte zum gleichen Preis angeboten. Mit dieser Karte dürfen alle Personen in einem Boot angeln. Ein gutes Angebot wie ich finde.
    Dann stand auch schon das Championsleagueendspiel an, welches ich mir als eingefleischter BVB Fan auch im Urlaub nicht entgehen lassen wollte.
    Leider unterlagen die Borussen hier. Die Woche fing also schon mal mies an.
    Aber beiseite damit! Schließlich war ich hier, um eine schöne Zeit beim Angeln zu haben und den ganzen Alltagsmist hinter mir zu lassen.

    Am Sonntag also raus auf den See.
    Kein anderes Boot weit und breit.
    Ruhe und Erholung, endlich...
    Also erst mal ne Schlepprunde und den See kennen lernen.
    An eine Rute meinen Lieblingswobbler (Rapala Super Shad Rap 'Barsch') und an die andere Rute einen Gummifisch (ebenfalls in Barschdekor) am Bleikopf.
    Dann wurde die 5-Meter-Kante abgeschleppt.
    Der erste Biss ging auf den Gummifisch - aber auch ins Leere.
    Kurze Zeit später dann der erste gelandete Fisch auf den Wobbler.
    Leider hatte sich der Hecht dermaßen in beide Drillinge verhakt, dass nach dem Lösen nicht mehr an ein Zurücksetzen zu denken war.
    War also gezwungen, gleich den ersten Hecht abzuschlagen; und das, wo ich doch eigentlich bis auf den ein oder anderen Fisch zum sofortigen Verzehr fast alle Fische zurücksetze. Das ging ja gut los. Obwohl; ein Fisch pro Tag mitnehmen ist ok!
    Na ja, zumindest würden seine 78cm eine gute Portion ergeben (dazu später mehr).
    Weiter ging es noch mit vier weiteren Hechten, die glücklicherweise alle wieder schwimmen durften. Der Größte hatte so etwa 85cm.
    Übrigens herrschte den ganzen Tag über Sonnenbrandgefahr. Wie sich auch die ganze Woche nicht wie gewohnt 'schwedisch durchwachsen' zeigte, sondern fast ausnahmslos die Sonne schien. Und das, wo 'in der Heimat' unwetterartige Verhältnisse herrschten.
    Während der sonntäglichen Schlepprunden hatte ich auf dem Echolot ein paar interessante Stellen erkannt und mir mehr schlecht als recht für die kommenden Tage gemerkt.

    Am Montag wollte ich mal die reichlich vorhandenen Schilfgürtel probieren.
    Was ich hier erlebte ist nicht in Worte zu fassen.
    Jeder 2. bis 3. Wurf gab hier Fischkontakt.
    Diese Bestandsdicht war gigantisch!!! So etwas habe ich bisher nur aus Erzählungen von den Schären gehört - und das war Ende der 80er Jahre.
    Erstaunlicherweise stellte sich dabei ein fast vergessener Köder als der absolute Favorit heraus: der gute alte Blinker.
    Hier knallte mir vor dem Schilf ein super Barsch von über 40cm drauf, den ich aber bei der Landung wieder verlor.
    Schade, auf die Filets hätte ich mich gefreut.
    Auf jeden Fall suchte ich die Schilfgürtel am Abend noch mal mit leichtem Geschirr auf und konnte noch ein paar schöne Barsche fangen. Zwar keinen mehr von der Größe den ich verloren hatte, doch bis 33cm waren ein paar dabei, die später vom Grill bei einem Kaltgetränk bestens mundeten.
    Auch ein paar Hechtteenager (so um 50cm) hatten gefallen an den kleinen Ködern.
    An diesem Abend gab es mit leichtem Nieselregen den einzigen Niederschlag der ganzen Woche

    Da der See eine ziemliche Tiefe aufweist (hatte ich zu Beginn des Themas schon angeführt), wollte ich es am Dienstag mal auf Zander über tiefen Wasser versuchen.
    Also wurden zwei tieflaufende Wobbler montiert.
    Hierbei fing ich ebenfalls einen Barsch 30+ sowie 5 Hechte, von denen einer so tief geschluckt hatte, dass er ebenfalls mitgenommen werden musste.
    Ein Zander ließ sich nicht blicken.
    Allerdings hatte ich auf dem Echolot sehr interessante Wolken bemerkt.

    Diesem Phänomen wollte ich am Mittwoch auf die Spur gehen.
    Also wurde über 25 Meter Wassertiefe geankert.
    Die Fischschwärme hielten sich so zwischen 10m und 15m auf und bildeten riesige Schwärme, die als Wolken auf dem Echolot erschienen.
    Da ich nicht wusste um was für Fische es sich handelte, ließ ich eine Posenmontage mit Wurm auf die Tiefe ab und versuchte es ebenfalls mit der Hegene auf Renke, die es ja im Anten geben soll.
    Bisse bekam ich zunächst nicht.
    Dann fing ich auf die Wurmrute einen kleinen Barsch und legte die Renkenrute so lange zur Seite.
    An diese 'tote Rute' hatte sich dann eine etwa 7 cm kleine Maräne auf eine Nymphe aufgehangen.
    Also wurde der Wurm entfernt und gegen diesen, mittlerweise toten, Fisch ausgetauscht.
    Es dauerte auch nicht lange bis ein stattlicher Barsch Gefallen an diesem Köder fand.
    Mir gelang es mit der Hegene noch eine kleine Maräne zu fangen und mit der bewährten Verfahrensweise ebenfalls noch einen Barsch zu erbeuten.
    Eine Maräne mit Schnittmaß fing ich nicht.

    Dann war Donnerstag. Nun wollte ich doch die Stellen probieren, die mir am ersten Tag während der Schlepprunden aufgefallen waren.
    Also wurden diese Kanten angefahren und dort geankert.
    Hier fing ich ordentlich Barsch, von denen einige wieder bis 35cm gingen.
    An den Stellen kamen die Bisse sowohl auf Wurm knapp über Grund als auch auf die verschiedensten Barschzocker.
    Auf jeden Fall kam hier die ein oder andere leckere Mahlzeit zusammen, da auch die daheim gebliebene Familie etwas von den Filets haben sollte.

    Am letzten Tag wollte ich unbedingt noch mal einen Versuch auf Zander starten.
    Zuvor fuhr ich die Schilfränder an und versuchte ein paar kleine Köderfische zu bekommen.
    Da ich keine Maden sondern nur Würmer dabei hatte, dauerte es eine Weile, bis ich ein paar Fische in entsprechender Größe beisammen hatte.
    Also noch mal eine Unterwasserkante aufgesucht und den toten Köderfische am Fuß des Berges auf Grund gelegt.
    An einer zweiten Rute ließ ich den Köderfisch etwa 2 Meter über Grund schweben.
    Die ersten zwei Bisse endeten mit durchbissenem Vorfach.
    Oha, die Hechte standen also auch auf 20m Tiefe?. Also wurde gegen Stahlvorfächer ausgetauscht.
    Was soll ich sagen; der Tag brachte noch 5 Hechte. Da ich bei einem Biss sofort angeschlagen habe, schluckte nur ein Hecht so tief, das ich ihn abschlagen musste.
    Eine große Freude war es, einen gut 90er Hecht wieder zurücksetzen zu können.
    Insgesamt machten die Drills an dem leichten Zandergeschirr einen Mordsspaß.
    Zander gab es leider keinen. Obwohl mir mein Vermieter versicherte, dass es sie im Anten gibt. Auch wenn er selbst noch keinen gefangen habe.
    Vermutlich sind auch hier die Sommermonate Erfolg versprechender, wenn der Zander in der Dämmerung in Oberflächennähe kommt.

    So schnell verging die Zeit und es hieß schon wieder Abschied nehmen.
    Es war eine super Woche bei bestem Wetter.
    Anglerisch ist der fischreiche Anten auf jeden Fall eine Reise wert.
    Der Meterfisch war zwar nicht dabei, wobei ich anfügen muss, dass ich auch nur die ersten beiden Tage gezielt auf Hecht geangelt habe.
    Die Anzahl der gefangenen Hechte war dabei schon enorm.
    Ich bin überzeugt, dass der Anten viele und vor allem viele große Hechte produziert. Das entsprechende Futterfischangebot und Laichplätze sind zu genüge vorhanden.
    Auch viele schöne Barsche haben mir vor Ort vom Grill gemundet.
    Ich kann den Anten also nur wärmsten empfehlen

    Nun noch eine Sache am Rande, die mir aber am Herzen liegt.
    Da mir meine Töchter mein Hechtessen immer in den Ohren liegen, dass die 'ollen Gräten voll krass' sind, wollte ich mal grätenfreie Filets vom Hecht schneiden.
    Im www gibt es ein Video, bei dem gezeigt wird, wie man an grätenfreies Filet beim Hecht kommt.
    Um es kurz zu machen: lasst es bleiben und nicht nach machen!
    Ich habe es mit dem ersten Hecht probiert.
    Das, was dabei verschnitten wird grenzt meines Erachtens an Fischluderei. Es tat mir richtig leid, als ich sah, wie viel Fleisch am Fisch verbleibt und nicht verwertet wird. In dem Video kommt das nicht in dem Ausmaß rüber.
    In Zukunft gibt es also wieder Nörgelei von meinen Töchtern, denn: ne Gräte gehört zum Fisch!!!

    Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen etwas behilflich sein und ihr habt Spaß beim Lesen.
    Leider habe keine Fotos von den Fängen, da ich alleine unterwegs war. Ein Zurücksetzen der Fische wäre sonst nicht möglich gewesen.

    Petri

    Jörg

  4. Folgende 10 Benutzer sagen Danke zu fjordconner für den nützlichen Beitrag:

    Ballast1 (04.06.2013),bezet (04.06.2013),Bogenmass (10.08.2017),django (21.06.2013),Frieder (01.03.2017),Lachsfan (04.06.2013),tiveden (04.06.2013),Willimann (04.06.2013),Wittling (03.06.2013),Zuggerscholle (15.05.2017)

  5. #10
    RMuck
    Gast

    Standard

    Im www gibt es ein Video, bei dem gezeigt wird, wie man an grätenfreies Filet beim Hecht kommt.
    Um es kurz zu machen: lasst es bleiben und nicht nach machen!
    Ich weiß zwar nicht welches Video du gesehen hast, aber vielleicht hilft dir diese Beschreibung weiter: http://www.lfl.bayern.de/ifi/flussfi...inkurl_0_2.pdf

  6. #11
    Moderator Avatar von Ballast1
    Registriert seit
    12.11.2007
    Ort
    Evestorf im Calenberger Land
    Beiträge
    9.955
    Danke
    4.152
    Erhielt 3.057 Danke für 1.008 Beiträge

    Standard

    Jörg,

    ausführlicher wäre nur noch: Buch schreiben !

    Superbericht, hat mir viel Spaß gebracht beim Lesen.


    Die Informationen sind ebenfalls hilfreich für Nachfolger.


    Danke


    Heiko

    Ja, vi elsker dette landet, som det stiger frem,
    furet, værbitt, over vannet, med de tusen hjem.


  7. #12
    Moderator Avatar von tiveden
    Registriert seit
    11.07.2008
    Ort
    Schweden
    Alter
    53
    Beiträge
    3.692
    Danke
    336
    Erhielt 715 Danke für 261 Beiträge

    Standard

    Schön dass Du so einen schönen Urlaub hattest, und hier berichtet hast
    Ja die Hechte haben zur Zeit gut Hunger !
    Mit den Y-Gräten eines Hechtes ist es halt immer so ne Sache, nicht jeder kommt damit klar.
    Ich hab beim Filitieren des Hechtes in der Zeit meinen eigenen Weg gefunden, und nicht nur ich bin mit dem Ergebnis absolut zufrieden.


    Udo aus Sjötorp, N 58°52`43`` O 14°01`17``



    der Schwedenhausvermieter
    der Polarkreisbezwinger
    der Lachsfänger
    der Meterhechtfänger

Seite 2 von 5 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Wer kennt diesen Fisch?
    Von Basti83 im Forum Fisch & Meerestier Bestimmungen
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 05.05.2013, 21:14
  2. Wer kennt diesen Fisch ?
    Von Steinbeisser66 im Forum Südnorwegen
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 24.09.2012, 18:09
  3. Wer kennt diesen Fisch ?
    Von Patricia im Forum Fisch & Meerestier Bestimmungen
    Antworten: 22
    Letzter Beitrag: 12.02.2011, 10:11
  4. Ich bin zu blöd für diesen Hecht ....
    Von Bayerwaldfischer im Forum Angeln in Binnengewässern
    Antworten: 25
    Letzter Beitrag: 07.09.2009, 21:38
  5. Wer kennt diesen Typ?
    Von Nord63 im Forum Umwelt und Natur
    Antworten: 25
    Letzter Beitrag: 04.08.2008, 17:25

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •